WHO stellt globale Aktion gegen Krebs vor

3. Juni 2003, 13:58
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Daten zur Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit in zwölf Regionen enthalten

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Union Against Cancer (UICC) haben heute in Genf ihre neue Publikation "Global Action Against Cancer" vorgestellt. Sie enthält Daten zur Sterblichkeit und Häufigkeit in über zwölf Regionen weltweit. Erstmals existieren auch Schätzungen über die zukünftige Krebsprävalenz.

Das Wissen um Vorsorge und Behandlung steigt zwar weltweit, dennoch wächst die Zahl der neuen Krebsfälle. Selbst in Regionen mit derzeit niedrigen Sterblichkeitsraten könnten demnach die Todesfälle durch Krebs alarmierend zunehmen. Bis zum Jahr 2020 könnte die Zahl der Todesfälle um bis zu 75% steigen. Besonders in Nordafrika, im Westen Asiens, in Südamerika, der Karibik und in Süd-Ost-Asien. Geht der derzeitige Trend weiter, werden nach Schätzungen der WHO im Jahr 2020 15 Millionen Menschen an Krebs erkrankt sein, zwei Drittel davon in industrialisierten Staaten.

"Mit dem bestehenden Wissen ist es möglich, zumindest ein Drittel der 10 Millionen Krebsfälle zu verhindern, die jedes Jahr weltweit auftreten. Schmerzfreiheit und Palliative Care können die Lebensqualität von Krebspatienten und ihrer Familien enorm steigern", so Gro Harlem Brundtland, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation. John R. Seffrin, President der UICC ergänzt: "Krebs ist potenziell die Krankheit unter den lebensbedrohenden Leiden, der am besten vorgebeugt werden kann und die am besten behandelbar ist. Wird das derzeit existierende Wissen richtig eingesetzt und werden Krebs-Kontrollen durchgeführt, können wir diese Tatsache für alle Menschen Realität werden lassen." (pte)

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