Sharm el Sheikh immer wieder Ort von Friedensverhandlungen

4. Juni 2003, 07:41
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Frankfurt/Main - Der ägyptische Badeort Sharm el Sheikh ist in den vergangenen Jahren immer wieder ein Treffpunkt für Friedensverhandlungen gewesen. Die Abfolge von Konferenzen und Krisengipfeln in Sharm el Sheikh ist ein Spiegel des Friedensprozesses für den Nahen Osten.

13. März 1996: Nach Selbstmordanschlägen in Israel findet auf Anregung von US-Präsident Bill Clinton ein Friedensgipfel in Sharm el Sheikh statt. Zu dem Treffen erscheinen 29 Staats- und Regierungschefs, darunter der damalige israelische Ministerpräsident Shimon Peres und der palästinensische Präsident Yasser Arafat. Die Teilnehmer verabschieden eine Resolution, in der die Anschläge verurteilt wurden.

4. September 1999: Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak und Arafat nehmen die Friedensverhandlungen wieder auf und kündigen an, bis zum 13. September 2000 ein umfassendes Friedensabkommen zu schließen.

24. Jänner 2000: Israel und die Palästinenser einigen sich auf Einzelheiten des überfälligen israelischen Truppenabzugs im Westjordanland.

13. Februar 2000: Arafat bricht die Gespräche mit Barak ab. Die Palästinenser sind verärgert, weil sie sich durch die israelisch-syrischen Gespräche zurückgesetzt fühlen.

9. März 2000: Barak und Arafat nehmen die Friedensgespräche in Sharm el Sheikh wieder auf und einigen sich auf eine Reihe von Kompromissen.

25. Juli 2000: Der Nahost-Gipfel in Camp David scheitert am Streit über Jerusalem.

14. September 2000: Einen Tag nach Verstreichen der ursprünglichen Frist für den Abschluss eines Friedensvertrags setzen sich beide Seite unter Vermittlung der USA in New York wieder an den Verhandlungstisch. Nach fünftägigen Verhandlungen setzt Israel die Friedensgespräche mit den Palästinensern auf unbestimmte Zeit aus.

28. September 2000: Mit seinem Besuch auf dem Tempelberg löst der israelische Likud-Führer Ariel Sharon blutige Unruhen aus.

16./17. Oktober 2000: Der Nahost-Krisengipfel in Sharm el Sheikh geht mit der Einigung auf einen Gewaltverzicht zu Ende. Israel und Palästina einigen sich auf eine 48-Stunden-Frist zur Umsetzung der Waffenruhe in den palästinensischen Gebieten. Die Unruhen halten jedoch auch nach der Einigung an.

28. März 2002: Auf der Grundlage der Friedensinitiative des saudischen Kronprinzen Abdullah verabschiedet die Arabische Liga auf ihrer Konferenz in der libanesischen Hauptstadt Beirut eine gemeinsame Erklärung, in der sie Israel normale Beziehungen mit den arabischen Staaten anbieten.

3. Juni 2003: US-Präsident George W. Bush trifft in Sharm el Sheikh die Staats- und Regierungschefs von Ägypten, Saudiarabien, Jordanien und Bahrain, um für den internationalen Friedensplan zu werben. (APA/AP)

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