"Rauch-Kallat verdient die Bezeichnung Frauenministerin nicht"

3. Juni 2003, 14:13
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Frauenstadträtin Brauner über Versagen der Ministerin schockiert

Wien - Die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende, Frauenstadträtin Renate Brauner zeigte sich am Dienstag schockiert über die Aussagen von Frauenministerin Rauch-Kallat, wonach diese den Vorschlag ihrer Regierungskollegin Haubner, Pensionen unter 1.000 Euro von den geplanten, massiven Kürzungen auszunehmen, einfach abschmetterte.

"Ich fürchte, diese Frauenminsterin hat immer noch nicht verstanden, dass es ihre Aufgabe ist, sich für die Frauen einzusetzen. Sie sollte angesichts einer durchschnittlichen Frauenpension von 700 Euro eigentlich die wichtigste Anwältin aller Frauen in Österreich sein. Nun setzt sie ihrem bisherigen Nichtstun die Krone auf, indem sie nun sogar aktiv gegen die Interessen der Frauen handelt."

Der Vorschlag von Staatssekretärin Haubner sei zwar keineswegs ausreichend, um die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen auszugleichen, er zeige aber immerhin, dass sie sich Gedanken über das Schicksal unzähliger betroffener Frauen mache. Rauch-Kallat sehe sich anscheinend mehr als die Erfüllungsgehilfin des Bundeskanzlers. Es sei Verrat an den Frauen, wenn ihre oberste Vertreterin keinerlei Anstalten mache, sich für sie einzusetzen. "Frau Rauch-Kallat verdient die Bezeichnung Frauenministerin nicht", so Brauner abschließend. (red)

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