Die Ergebnisse des G-8-Gipfels von Evian

3. Juni 2003, 13:32
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"Schlussfolgerungen des Vorsitzes" am Dienstag veröffentlicht

Evian - Nach dem Treffen der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russlands (G-8) im französischen Evian hat der französische Vorsitz unter Präsident Jacques Chirac am Dienstag die Ergebnisse des zweitägigen Treffens zusammengefasst. In den "Schlussfolgerungen des Vorsitzes" heißt es unter anderem:

"STÄRKUNG DES WACHSTUMS WELTWEIT:

Unsere Wirtschaften sehen sich vielen Herausforderungen ausgesetzt. Die Hauptrisiken für einen Abschwung sind jedoch zurückgegangen und die Bedingungen für eine Erholung sind vorhanden. ... Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, in unseren eigenen Ländern das Wachstum zu steigern und damit zu einer stärkeren Weltwirtschaft beizutragen.

Da dieser Beitrag sich auf mehr Strukturreformen und Flexibilität gründen soll, unterstreichen wir deshalb unsere Absicht, ... Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt, den Waren- und Kapitalmärkten zu verwirklichen, ... Renten- und Gesundheitsreformen zu verwirklichen, da wir uns einer gemeinsamen Herausforderung durch eine anwachsende alternde Bevölkerung gegenübersehen. ...

GESTEIGERTE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG:

AFRIKA: Wir sind übereingekommen, unseren Dialog mit anderen afrikanischen Führern über die NEPAD (Entwicklungsplan für Afrika) und den Aktionsplan der G-8 auszuweiten.

HUNGER: Um die für Millionen von Menschen besonders in Afrika bestehende Bedrohung zu mildern, verpflichten wir uns, auf die dringenden Nahrungsmittel-Bedürfnisse zu reagieren und haben Wege vereinbart, wie wir die Mechanismen zur Verbesserung der Hunger- Abwehr und der langfristigen Sicherstellung von Nahrungsmitteln verbessern können.

WASSER: Wir haben, aufbauend auf das Wasserforum von Kyoto, einen Aktionsplan gebilligt, um die Millennium- und Johannesburg-Ziele verwirklichen zu können, damit die Zahl der Menschen ohne Zugang zu frischem Wasser und sanitären Einrichtungen bis 2015 halbiert wird.

GESUNDHEIT: Wir haben uns auf Maßnahmen verständigt, um den weltweiten Fonds zum Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria ... zu stärken.

UMWELTSCHUTZ FÜR MEERE UND TANKERSICHERHEIT: Wir billigten einen Aktionsplan, um die Bedrohung, die von der ausufernden Ausbeutung der Meeresschätze ausgeht zu verringern und die Sicherheit auf den Meeren zu verstärken.

VERBESSERUNG DER SICHERHEIT:

TERRORISMUS: Wir haben einen Aktionsplan zur Verstärkung der Kapazitäten gegen den Terrorismus gebilligt und eine Abwehrgruppe gegen den Terrorismus (Counter-Terrorism Action Group/CTAG) gebildet..., um den Terrorismus weltweit bekämpfen zu können." (APA/dpa)

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