Obduktion ergab: Neugeborenes trieb seit Wochen in der Salzach

3. Juni 2003, 17:58
posten

Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden

Salzburg - Jenes tote Neugeborene, das am Montagnachmittag im Salzach-Rückstaubecken der Wehranlage Högmoos in Taxenbach im Salzburger Pinzgau entdeckt worden ist, dürfte nach der Geburt noch gelebt haben. Das ist eines der ganz wenigen Fakten, die heute, Dienstag, Nachmittag bei der Obduktion der Leiche an der Salzburger Gerichtsmedizin noch festgestellt werden konnten.

Es handelt sich um einen Buben, der jetzt seit ein bis vier Wochen im Wasser gewesen sein muss, so Richard Schiefer, der Offizier vom Tag im Salzburger Landesgendarmeriekommando, zur APA. Die Todesursache konnte bei der Obduktion nicht mehr festgestellt werden, weil der Leichnam so lange im Wasser getrieben war und dabei auch noch zahlreiche äußere Verletzungen erlitten hatte.

Von der Mutter fehlt nach wie vor jede Spur. Man habe vom Baby DNA-Proben entnommen und werde jetzt ermitteln, ob in dieser Region "ein Baby abgeht", das in den letzten Wochen zur Welt kommen sollen hätte, so der Gendarm.

Spielende Kinder hatten gestern das tote neugeborene Kind in der Salzach gefunden. Die Wasserrettung konnte den Buben dann bergen. (APA)

Share if you care.