Weniger Raubkopien in Österreich

3. Juni 2003, 14:57
3 Postings

Software-Piraterie weltweit rückläufig

Das illegale Kopieren von Computer-Software geht weltweit zurück. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie der Business Software Alliance (BSA) hervor. Während 1994 weltweit noch knapp die Hälfte der Software illegal kopiert war, waren es 2002 nur mehr 39 Prozent. Noch stärker die Verbesserung in Westeuropa, wo die Piraterierate in diesem Zeitraum von 52 Prozent auf 35 Prozent sank.

Piraterie-Rate von 30 Prozent

Für Österreich weist BSA eine Piraterie-Rate von 30 Prozent aus, während es 1994 noch 47 Prozent waren. "Besser" sind Dänemark (24 Prozent), Finnland (25 Prozent), Großbritannien (26 Prozent) und Schweden (29 Prozent). Den höchsten Anteil an schwarzer Software haben Griechenland (63 Prozent) sowie Italien und Spanien mit je 47 Prozent vor Frankreich (43 Prozent). Deutschland kommt auf 32 Prozent.

Regional hat Nordamerika (24 Prozent) den niedrigsten Anteil an Raubkopien, vor Westeuropa (35 Prozent), Nahost/Afrika (49 Prozent), Lateinamerika und Asien (je 55 Prozent) sowie Schlusslicht Osteuropa (77 Prozent).

Ein Schaden von 13,08 Mrd. Euro

Bei der Studie werde der weltweite Anteil von Raubkopien in Unternehmen gemessen, so BSA. In 85 untersuchten Ländern sei dadurch 2002 ein Schaden von 13,08 Mrd. Euro entstanden, um 19 Prozent mehr als 2001. Das liege an höheren Softwarepreisen, die den Rückgang bei der Piraterie mehr als wettgemacht habe.

Auslöser für den Rückgang der Softwarepiraterie sei das größere Unrechtsbewusstsein in Unternehmen, meint BSA. Trotz des Erfolges werde aber immer noch ein Drittel der Software illegal genutzt, warnt sie. Der Übergang zur legalen Nutzung von Software schaffe Arbeitsplätze, erhöhe die Steuereinnahmen und lasse den IT-Sektor wachsen, so BSA-Vizepräsident Beth Scott. (APA)

  • Artikelbild
    foto: photodisc
Share if you care.