Kolumbien: Paramilitärs schießen zwei Anti-Drogenflugzeuge ab

10. Juni 2003, 08:10
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Piloten unverletzt

Bogotá - Kolumbianische Paramilitärs des Nationalen Befreiungsheeres (ELN) haben Presseberichten zufolge zwei von den USA finanzierte Anti-Drogenflugzeuge abgeschossen. Die beiden Piloten seien unverletzt gerettet worden, berichtete Radio Caracol am Montag weiter.

Die Propellermaschinen seien in der Provinz Antioquia im Nordwesten des Landes im Einsatz gewesen. Seit Jahren lassen die USA in Kolumbien Koka- und Mohnfelder mit Chemikalien aus der Luft vernichten, um die Produktion von Kokain und Heroin einzudämmen.

Das ELN ist mit 4500 Männern und Frauen unter Waffen die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes und finanziert sich zum Teil aus dem Drogenschmuggel. Kolumbien ist weltweit der größte Produzent von Kokain und eines der wichtigsten Ursprungsländer von Heroin. (APA/dpa)

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