Powell diskutiert mit arabischen Außenminister Nahost-Friedensplan

3. Juni 2003, 06:58
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Bush in Sharm el Sheikh eingetroffen

Sharm el Scheikh - Zum Auftakt seiner Nahost-Reise ist der amerikanische Präsident George W. Bush am Montagabend im ägyptischen Sharm El Scheikh eingetroffen. Er wurde am Flughafen von Präsident Hosni Mubarak empfangen. In Scharm el Scheich wollte Bush am (heutigen) Dienstag während eines Treffens mit Vertretern Ägyptens, Saudi-Arabiens, Jordaniens und Bahrains um Unterstützung für den palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas werben.

Bush hoffe auf konkrete Zusagen zur Förderung des Nahost-Friedensprozesses, verlautete vor seinem Abflug vom G-8-Gipfel im französischen Evian nach Ägypten. Mit dem Gipfeltreffen von Bush, dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon sowie Abbas am Mittwoch im jordanischen Akaba soll der Fahrplan zum Frieden in der Region offiziell beginnen.

Bush erklärte vor seiner Reise, die USA wollten sich "so lange wie notwendig einsetzen, um die Vision von zwei Staaten zu verwirklichen, die friedlich Seite an Seite leben". Er werde die Konfliktparteien auffordern, ihre Verantwortung für den Friedensprozess zu übernehmen.

Powell diskutiert mit arabischen Außenminister Nahost-Friedensplan

US-Außenminister Colin Powell hat am Montagabend in Ägypten mehrere arabische Kollegen getroffen und mit ihnen über den internationalen Nahost-Friedensplan diskutiert. Bei den Gesprächen im ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh ging es um die derzeitige Lage in der Region sowie darum, wie die verschiedenen Parteien die Umsetzung der sogenannten Straßenkarte unterstützen können, wie US-Regierungsbeamte sagten.

An dem Gespräch waren demnach der ägyptische Außenminister Ahmed Maher, der jordanische Chefdiplomat Marwan Moascher, sein Kollege aus Bahrein, Scheich Mohamed bin Mubarak el Khalifa, der saudi-arabische Prinz Saud el Faisal sowie der palästinensische Außenminister Nabil Shaath beteiligt.

"Alle wissen, dass wir nicht da stehenbleiben können, wo wir jetzt sind", sagte Powell dem US-Fernsehsender ABC News. Das sei auch US-Präsident George W. Bush klar, der sich dem Friedensprozess im Nahen Osten verpflichtet fühle, wie allein seine Nahost-Reise verdeutliche. "Ich muss dem Präsidenten nichts beibringen, er weiß, was er will."

Bush sollte am Dienstag in dem Badeort am Roten Meer mit mehreren arabischen Staatschefs zusammenkommen. Für Mittwoch ist ein Treffen von Bush mit Israels Regierungschef Ariel Sharon und dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas im jordanischen Akaba vorgesehen. (APA/AP)

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