Bartenstein vs. Sallmutter

2. Juni 2003, 22:51
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Für den Wirtschaftsminister ist die Pensionsreform eine "Frage von Tagen" - Gewerkschafts-Vize spricht von "absolutem Chaos"

Wien - Harte Fronten auch am halbrunden ORF-Tisch in der "ZIB 2" Montagabend: Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) geht davon aus, dass es eine "Frage von Tagen" sei, bis die Regierungspartner ÖVP und FPÖ einen akkordierten Entwurf für die Pensionsreform vorlegen werden und verurteilte die Streiks. GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter warf der Regierung "absolutes Chaos" vor und konterte, "niemand geht leichtfertig auf die Straße".

Der Gewerkschafts-Vize vermisst nach wie vor von der Regierung klare Aussagen über die offenen Fragen, wie lange etwa die angepeilte Deckelung der zehnprozentigen Verluste festgeschrieben werde. "Es kennt sich niemand aus", so Sallmutter, die Regierung wolle nur "kurzfristig abcashen".

Bartenstein entgegnete, dass die angesprochene Obergrenze in jenem Brief enthalten sei, den Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) an die Gewerkschaften gerichtet habe. "Wo ist die Gewerkschaft reformbereit?", fragte der Minister. Er zeigte sich "besonders erschüttert", dass der öffentliche Dienst bei den Streiks die "Speerspitze" bilden würde. (APA)

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