Ochsenblutfarben, schiefwinklig, aus Holz und rund 17 Meter lang

2. Juni 2003, 22:36
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Architekturinstallation "Red Room" von Volker Giencke übersiedelte von Alpbach ins Museumsquartier - Eröffnung mit Tanzperformance

Wien - "Red Room" heißt eine Architekturinstallation von Volker Giencke im Haupthof des Museumsquartier Wien, die morgen, Dienstag (19 Uhr) mit einer Tanzperformance von Klaudia Reichenbacher eröffnet wird. Die mit Unterstützung von proHolz Austria realisierte Holzkonstruktion wird bis 3. August aufgestellt bleiben. Giencke wurde 1947 in Wolfsberg (Kärnten) geboren, leitet seit 1981 sein eigenes Büro in Graz und ist Professor an der Universität Innsbruck.

Von Alpbach nach Wien

Der "Red Room", ein schiefwinkeliger, rund 17 Meter langer, vorne und hinten offener Raum aus Fichtenholzbrettern, der über zwei Rampen begehbar ist, hat keinen definierten Zweck. Im vergangenen Sommer war er im Tiroler Bergdorf Alpbach aufgestellt. "Ruhte die schnittige Konstruktion in Alpach prominent und autonom in der Heuwiese, gerät sie im städtebaulichen Kontext des Wiener Museumsquartiers in den sommerlichen Trubel der Großstadt", schreibt der Architekturkritiker Walter Zschokke.

Ort zum Beispiel für ein "time-out"

Vor dem Leopoldmuseum besetze die Installation "eine Schlüsselstelle": "Der red room greift damit aktiv in das stadträumliche Gefüge ein und formuliert allein mit seiner körperlichen Präsenz einen subtilen städtebaulichen Kommentar. Seine äußere Form erhöht an der gewählten Position die räumliche Spannung. Weil er begehbar ist, öffnet er sich jedoch den Besucherinnen und Besuchern des MQ als Alternative zum Durchschlendern, und durchaus zu kurzem Verweilen, um sich ein 'time out' zu nehmen." (APA)

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    foto: mqw
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