Puma steht ohne Hauptaktionär da

2. Juni 2003, 18:52
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US-Medienholding Monarchy Regency bietet mit einem Schlag 39 Prozent zum Verkauf an - Aktie unter Druck

Herzogenaurach - Der Sportartikel-Hersteller PUMA hat seinen bisherigen Hauptaktionär, die US-Medienholding Monarchy Regency, verloren. Das US-Unternehmen habe am Montag auf einen Schlag seinen gesamten Anteil von rund 39 Prozent zum Verkauf angeboten, teilte ein PUMA-Sprecher in Herzogenaurach mit. Die PUMA-Aktie geriet unter Druck und verlor zum späten Nachmittag mehr als vier Prozent auf 86,40 Euro. In der Spitze hatten die Kursverluste mehr als zehn Prozent betragen. Auch die Aktie von adidas-Salomon geriet zeitweise in diesen Sog.

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Zu den Gründen für seinen PUMA-Ausstieg machte das amerikanische Film- und Fernsehproduktions-Unternehmen keine Angaben. Über PUMA ließ der Monarchy-Regency-Chef David Matalon lediglich erklären, das Unternehmen werde PUMA auch weiterhin in jeder möglichen Weise unterstützen, "ein Engagement in der Eigenschaft eines Mehrheitsaktionärs ist aus unserer Sicht nicht mehr notwendig".

PUMA-Chef Jochen Zeitz sprach von einer "guten Lösung", von der mittel- und langfristig auch der Kurs der Puma-Aktie profitieren werde. Mit dem Monarchy-Regency-Verkauf erweitere sich der Streubesitz, was wiederum mehr Bewegung in den Handel der Puma-Aktien bringen werde. "Damit wird die Aktie stärker für institutionelle Anleger interessant, für die garantiert sein muss, dass ein bestimmtes Aktienvolumen rasch wieder auf dem Markt platziert werden kann", erläuterte Zeitz.

Gezielte Platzierung

Nach Erläuterungen eines Puma-Sprechers hatte der US- Medienkonzern vor allem mit der Präsentation von PUMA-Schuhen und PUMA-Kleidung in seinen TV-Serien und Kinofilmen in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Ausbau von PUMA zu einer Sportlifestyle-Marke beigetragen. Ein entsprechendes Engagement von Monarchy Regency in der Zukunft sei für fünf Jahre Jahr vertraglich festgelegt. Außerdem habe PUMA eine ähnliche Kooperation mit dem Medienunternehmen Fox Entertainment vereinbart.

Ein PUMA-Sprecher betonte, die Aktien seien keineswegs auf den Markt geworfen worden, sondern in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren gezielt auf dem Wertpapiermarkt platziert worden, unterstrich der Sprecher. Als Interessenten habe Monarchy Regency einen breit gestreuten Kreis von institutionellen Anleger wie Investmentfonds und Versicherungen im Auge. Seit der Gründung von PUMA im Jahre 1948 operiere das Unternehmen damit zum ersten Mal in seiner Geschichte ohne einen Hauptaktionär. (APA/dpa)

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