Terror, SARS und Irak-Krieg bescheren Airlines Rekordverlust

2. Juni 2003, 18:03
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Luftfahrtverband rechnet mit einem Minus von 25 Milliarden Dollar

Washington - Terroranschläge, Konjunkturflaute, Irak-Krieg und die Angst um die Lungenkrankheit SARS haben der internationalen Luftfahrt einen nie gekannten Verlust beschert: 2001 und 2002 belief sich das Minus insgesamt auf fast 25 Mrd. Dollar (rund 21,4 Mrd. Euro), wie der Präsident des Internationalen Luftfahrtverbandes IATA, Giovani Bisignani, am Montag in Washington mitteilte. Der Verband vertritt 273 Fluggesellschaften in 143 Ländern.

Allein bei internationalen Flügen hätten die IATA-Mitglieder in den vergangenen zwei Jahren mehr als 14 Mrd. Dollar eingebüßt, bilanzierte Bisignani. Die Verluste beim nationalen Luftverkehr eingeschlossen, belaufe sich das Minus auf fast 25 Mrd. Dollar.

Um effizienter zu werden, hätten die Fluggesellschaften rund 400.000 Mitarbeiter kündigen müssen, sagte der IATA-Präsident weiter. Zudem seien "berühmte Namen" der Passagierluftfahrt wie Swissair, Sabena und TWA für immer vom Himmel verschwunden. "Unsere Branche ist von den vier Reitern der Apokalypse getroffen", sagte Bisignani.

Der europäische Luftfahrtverband AEA hatte bereits Ende Mai die voraussichtlichen Verluste der europäischen Airlines für dieses Jahr auf bis zu 2,5 Mrd. Dollar beziffert. Das käme dem Rekordverlust von drei Mrd. Dollar nahe, den die Fluggesellschaften 2001 nach den Terroranschlägen vom 11. September verbuchen mussten. (APA)

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