Start für Internet-Service "e-Rechnung"

2. Juni 2003, 14:15
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Joint-Venture von BA/CA, Raiffeisen und Erste Bank - Stadt Wien einer der ersten Rechnungssteller

Wien - Internet Banking-Kunden können ab sofort ihre Rechnungen nicht nur via Online-Konto begleichen, sondern auch erhalten: Das von den drei größten heimischen Bankengruppen ins Leben gerufene Joint-Venture-Unternehmen EBPP (Electronic Bill Presentment and Payment GmbH) startet am Montag mit dem Service "e-Rechnung". Sowohl die Rechnungslegung als auch die Bezahlung erfolgt durch einen lückenlosen elektronischen Prozess. Zu den ersten beteiligten Rechnungs-Ausstellern gehört die Stadt Wien.

Die EBPP wurde im Mai 2002 gegründet und steht zu je einem Drittel im Besitz von Bank Austria Creditanstalt, Erste Bank und der Raiffeisen Bankengruppe. Der Geschäftsführer der Gesellschaft, Christian Wagner, sprach bei der Präsentation der "e-Rechnung" von Vorteilen für beide Seiten: "Für den, der die Rechnung erhält, ist sie interaktiv. Er kann sie jederzeit einsehen und begleichen." Der Rechnungssteller hingegen könne seine Kosten senken, versicherte Wagner - mit Verweis auf die aktuelle Erhöhung des Post-Portos.

Orts- und zeitunabhängig

Insgesamt mehr als 1,3 der österreichweit 1,5 Millionen aktiven "Usern" des Internet-Bankings können die neue Dienstleistung derzeit nutzen. Zudem ist sie über das Portal "http://www.e-rechnung.at" auch für Rechnungsempfänger verfügbar, die nicht Kunden der drei beteiligten Bankengruppen sind. Wie das Internet-Banking selbst ist auch die "e-Rechnung" orts- und zeitunabhängig. Sie wird direkt an das jeweilige Online-Konto geschickt. Die Bezahlung erfolgt wie üblich mittels dem von der Bank an den Kunden übermittelten TAN-Code.

Als Absender der "e-Rechnung" sollen unter anderem Telekom-Unternehmen, Versicherungen, Energieversorger oder Kommunalbetriebe gewonnen werden. Neben der UNIQA, der Diözese Graz-Seckau oder dem Kabelbetreiber LIWEST gehört die Stadt Wien zu den ersten Teilnehmern. Wie der Wiener Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) versicherte, zeige sich das Magistrat damit als kundenfreundlicher, moderner Dienstleister - und nutze gleichzeitig Einsparungseffekte. Diese könnten derzeit aber noch nicht beziffert werden.

In Wien werden laut Rieder jährlich insgesamt 7 Mio. Rechnungen ausgestellt. Davon können theoretisch derzeit 3 Mio. mit dem neuen System verschickt werden. Der Rest entfällt vor allem auf Wiener Wohnen, wo noch eine EDV-Umstellung für die "e-Rechnung" erfolgen muss. Derzeit ebenfalls noch nicht elektronisch erhältlich sind Rechnungen der Stadt-Wien-Tochter Wiener Stadtwerke Holding AG - also für Gas, Strom oder die Jahreskarte der Wiener Linien.(APA)

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    foto: montage
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