Streik stellt viele Arbeitnehmer vor rechtliche Fragen

2. Juni 2003, 14:01
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Fahren öffentliche Verkehrsmittel streikbedingt nicht - mangelt es an zumutbaren Alternativen und Dienstverhinderung liegt vor

Linz - Viele Arbeitnehmer werden durch Auswirkungen des Streiks vor rechtliche Fragen gestellt. Die Experten der AK Oberösterreich stehen unter der Telefonnummer 050/6906-1 für Auskünfte zur Verfügung.

Keine zumutbaren Alternativen

Fahren öffentliche Verkehrsmittel streikbedingt nicht oder hat der Kindergarten aus diesem Grund geschlossen, müssen sich betroffene Arbeitnehmer zunächst um Alternativen umsehen: Kann mit dem eigenen PKW gefahren werden, gibt es eine Mitfahrgelegenheit, kann das Kind von einer anderen Person betreut werden? Es besteht aber keine Pflicht, auf eigene Kosten ein Taxi zu benutzen oder eine Betreuungsperson gegen Bezahlung zu engagieren.

Arbeitgeber ist zu verständigen

Fehlt eine zumutbare Alternative, ist der Arbeitgeber davon zu verständigen, dass nicht oder nicht während des ganzen Tages gearbeitet werden kann. In beiden Fällen liegt ein Dienstverhinderungsgrund vor, der von der Arbeitspflicht befreit. Es muss daher auch kein Zeitausgleich oder Urlaub genommen werden.

Anspruch auf Lohn

Grundsätzlich besteht auch für die versäumte Arbeitszeit Anspruch auf Lohn oder Gehalt, ein Abzug ist also unzulässig. Allerdings ist im Einzelfall der Kollektivvertrag zu beachten, sodass bei Unklarheiten die Arbeiterkammer unter der oben genannten Telefonnummer kontaktiert werden sollte. (red)

Info

Experten der AK Oberösterreich stehen unter der Telefonnummer 050/6906-1 für Auskünfte zur Verfügung

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