Rauchverbote

Keine Wahl für Nichtraucher

Kommentar der anderen | 28. November 2011, 21:33

Zum Phänomen feinstaubmäßiger Verflüchtigung von "No Smoking"-Lokalen am Beispiel Graz - Von Georg Nitsche

Das Dogma einer "Wahlfreiheit" für Österreichs Nichtraucher wankt. Wie die Wirtschaftskammer nämlich mitteilt, gibt es keinerlei Statistik über die Anzahl der Raucher- oder Nichtraucherlokale in Österreich. Im Juli 2010 klang das noch ganz anders, zitierte doch eine offizielle Zeitung der Wirtschaftskammer den Vorsitzenden des Fachverbandes Gastronomie, Helmut Hinterleitner, dass nur 12 Prozent der Betriebe Raucherbetriebe würden, 18 Prozent hingegen Nichtraucherbetriebe. Der Raucherlobbyist Manfred Ainedter sprach daraufhin unter Berufung auf diese Zahlen, dass Österreich damit "im Trend" liege, woraufhin die Zeitschrift News titelte: "Rauchverbot - Österreich liegt im Trend" und nahezu wörtlich aus der Pressemitteilung Ainedters abschrieb - Prozentangaben inklusive. Die KronenZeitung, Österreich, der Standard, die Wiener Zeitung und die Presse rechneten diese Daten gleich um, es werde 22.000 Nichtraucherlokale geben. Wie aber kommt man auf solche Zahlen, wenn es keine Statistik gibt?

Diese Daten, so die Wirtschaftskammer, basieren auf einer Umfrage. Auf einer Umfrage! Details zu dieser Umfrage gab die Wirtschaftskammer auch auf Nachfrage nicht bekannt, nur so viel, dass ca. 2600 Lokale befragt worden wären. Wie kommt es, dass keine einzige österreichische Tageszeitung die Daten in Zweifel gezogen hat? Dass kein einziger österreichischer Journalist auf die Idee gekommen ist, bei der Wirtschaftskammer nachzufragen, woher diese Zahlen überhaupt kommen? Es ist ein Armutszeugnis für Österreichs Journalismus.

Je nachdem, wie man die Lokale auswählt, kommt man nämlich auf völlig unterschiedliche Ergebnisse. Die tourismusgeprägten und die "gehobenen" Lokale sind mit höherer Wahrscheinlichkeit Nichtraucherlokale als die vom Durchschnittsbürger aufgesuchten Lokale, doch genau letztere wären interessant. Das wird durch folgendes Beispiel klar: Der Lokalführer, der im Grazer Tourismusbüro aufliegt, ("VIA Gastro- und Szeneguide" ), beschreibt im Jahr 2009 107 Grazer Lokale, davon fast 20 Prozent Nichtraucherlokale. Eine Studie der Universität Graz im selben Jahr, bei der stichprobenartig 136 Lokale überprüft wurden, kommt auf 10 Prozent Nichtraucherlokale. Ein Unterschied von fast 100 Prozent!

Dass sich mit Auslaufen der Übergangsfrist die Zahl der Nichtraucherlokale geändert hat, stimmt laut Wirtschaftskammer nicht - schon 2008 teilte die Wirtschaftskammer dem ORF mit, dass es im Jahr 2009 20 Prozent Nichtraucherlokale geben würde. Die Quelle dieser Behauptung: eine Umfrage.

Doch auch das ergibt nicht das richtige Bild. Selbst wenn man besagten Lokalführer aus dem Grazer Tourismusbüro als Quelle nimmt, in dem ca. 20 Prozent der Lokale Nichtraucherlokale sind, wird ein Problem sichtbar: In der Rubrik "Grazer Szene" bzw. "Nightlife" , in der Pubs und Bars (keine Erotik- und Sexlokale), beschrieben sind, findet sich 2009 und 2010 nämlich kein einziges Nichtraucherlokal.

Dass die Nichtraucherzonen in den Mischlokalen keinen Nichtraucherschutz bieten, belegen die durch den Umwelthygieniker Manfred Neuberger (Universität Wien) kürzlich vorgestellten Messergebnisse - die Feinstaubbelastung ist auch in den Nichtraucherzonen stark erhöht. Als Nichtraucher muss man also entweder mitrauchen oder auf ein abendliches Ausgehen gänzlich verzichten.

Das Dogma der "Wahlfreiheit" ist eine Legende. Das wird auf den ersten Blick klar, wenn man den von der "Graz Tourismus GmbH" geförderten "VIA Gastro- und Szeneguide" liest. Besser gesagt: Es wurde. Denn aus dem "VIA Gastro- und Szeneguide" für das Jahr 2011 sind die Angaben, ob es sich um Raucher- oder Nichtraucherlokale handelt, auf mysteriöse Weise verschwunden. (DER STANDARD, Printausgabe, 29.11.2011)

Autor

Georg Nitsche ist Liedermacher und Kabarettist in Graz; Er ist Proponent der Volksbegehrensinitiative "Nichtrauchen in Lokalen", dessen Unterstützungsfrist Ende November ausläuft.

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Cellabe
150
30.11.2011, 19:37
Nach neuesten Studien sind Raucher, die

mit 35 noch nicht aufgehört haben, rücksichtsloser als andere Menschen!

Ich würde das sofort unterschreiben...

smart
104
1.12.2011, 11:22

auch als nichtraucher halte ich diese aussage für sehr dubios. ohne einen verweis (link) auf diese studien ist das natürlich nicht nachzuprüfen.
wie schneiden autofahrer in dieser statistik ab? oder politiker, manager?
abgesehen davon, hat jeder raucher mit 35 schon unzählige male mit dem rauchen aufgehört ...
"es ist bewiesen, dass 74,3458% aller statistiken frei erfunden ist" (ironie)

jack metzer
 
010
30.11.2011, 20:15
STUDIEN :-)

Zeige uns diese "Studien" doch mal. In den Niederlände werden gerade zwei Professoren angeklagt die sich an derartige Studien schuldig gemacht haben.
http://www.powned.tv/nieuws/bi... l_aan.html

http://www.powned.tv/nieuws/te... t_ond.html

Da Nubier
100
1.12.2011, 19:14
schwer vorstellbar

dass ein drogengesteuerter soetwas verstehen würde

jack metzer
 
08
1.12.2011, 20:43
NUBIER

Wissen Sie eigentlich was "NUBIER" bedeutet ? :-)

Da Nubier
110
1.12.2011, 22:55
von denen

hat kein einziger geraucht

jack metzer
 
07
3.12.2011, 13:48

Kennen Sie einen Nubier ? Ich nicht.

jack metzer
 
07
3.12.2011, 12:30
Bitte wo bleiben meine postings ?

Reinkarnation eines Passivopfers
09
1.12.2011, 20:18
Welche Drogen nimmst du?

Du bist sicher nicht ohne...
Stimmungsaufheller, Alkohol, Café, Tee, Schokolade, Gewürze..

Der Sheriff braucht lt seiner eigenen Aussage 8 von den Ärzten verschriebene plus ´tiroler´ Rotwein..

gauxx
012
30.11.2011, 20:05

Ach ja, interessant. Bitte posten sie den Link zu diesen Studien (wow, gleich mehrere). Ich lache so gerne, das ist gesund.

Da Nubier
100
1.12.2011, 16:07
ein nikotingesteuertere

glaubt ohnehin nur den "studien" der tabakwirtschaft oder jenen der wirtschaftskammer. wobei die wirtschaftskammer da ohnehin eine vorfeldorganisation der drogenindustrie ist

Reinkarnation eines Passivopfers
07
3.12.2011, 05:49
ein nichtnikotingesteuertererer.....

Alkoholgesteuert

Da Nubier
80
3.12.2011, 11:07
nein

ich benötige keine stützen für meine psyche

jack metzer
 
015
30.11.2011, 13:31

Und so reagiert nun ein Mitkämpfer dieses "Kabarettistes" Feine Gruppe :-)
http://www.kleinezeitung.at/nachricht... mpft.story

Spamboy
014
30.11.2011, 15:46

der schmähreisser auf tournee, hab leider nix aktuelles gefunden, nein i hab eigentlich nix ausser einen orf-artikel und das gefunden - und zig foreneinträge in zig medien.
http://www.ejhk.org/events/20... ett01.html

jack metzer
 
07
1.12.2011, 21:34
:-))

gauxx
012
30.11.2011, 18:50
;-))

Passt perfekt zu denen das Jugendtreff der evangelischen Jugend ;-)

"Der Beweis, dass man nicht immer alles hinnehmen sollte. Und dass man auch einem Kabarettisten nicht blind vertrauen sollte. Alltägliche Probleme, Kummer und Ärgernisse mache ich viel erträglicher, indem ich in meinem Kabarett eine ganz neue Sichtweise auf die Dinge biete. Und wenn das noch nicht reicht, habe ich noch einige kreative Lösungen erfunden. Aber auch natürlich auch einige kreative Probleme."

Spamboy
013
30.11.2011, 19:41

eindeutig ein fall für:
hanni, nanni und manni!
sie sprechen mit uns über Aggression
http://www.prosieben.at/tv/switch... 1.2550276/

gauxx
012
30.11.2011, 20:20

köstlich ;-)
Uns wenn´s dort auch rausfliegen, bleiben nur mehr die Zeugen Jehovas.

Cellabe
134
30.11.2011, 11:59
Rauchende Mütter mit Kleindkind aller Länder:

Vereinigt euch!

Lasst euch diese Bevormundung nicht mehr gefallen!

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
014
30.11.2011, 12:02

Wie alt sind Sie?

Cellabe
160
30.11.2011, 14:04
Älter als die hustenden Babys ...

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
013
30.11.2011, 14:11

Welche hustenden Babys? Leiden Sie unter Halluzinationen?

Nichtraucherschutz
130
30.11.2011, 14:37

Bemühen Sie sich gar nicht,
Ironie würden Sie sicher nicht verstehen.

Da Nubier
180
29.11.2011, 20:34
der österreichische zustand

ist im wahrsten sinn des wortes ein zustand. ein armutszeugnis für unsere politiker, insbesondere für den "gesundheitsminister", der nach seinem ausscheiden aus der politik sofort einen job bei der tabakwirtschaft bekommt, als dank und anerkennung für seine "leistungen" um das geschäft mit gesundheit und leben.

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