Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 540x720Die beiden Grenzübergänge Chaman und Torcham werden von Pakistan blockiert. Die Flugbasis Shamsi soll in den nächsten 15 Tagen von den Amerikanern geräumt werden.
In einer Woche findet am Petersberg in Bonn die große Afghanistan-Konferenz statt. Die Tagung mit vielen hochrangigen Teilnehmern droht nun vom blutigsten Grenzzwischenfall seit Beginn des Krieges überschattet zu werden. Die NATO hatte am Wochenende zwei pakistanische Grenzposten bombardiert. Dabei kamen 24 pakistanische Soldaten ums Leben. „Die Situation ist sehr kritisch. Sowohl die amerikanisch-pakistanischen als auch die afghanisch-pakistanischen Beziehungen sind indirekt betroffen", sagt Thomas Ruttig zu derStandard.at. Der Deutsche ist Experte für die Region Afghanistan/Pakistan (AfPak) und Co-Direktor des unabhängigen Think-Tank Afghanistan Analysts Network.
Als Reaktion auf den Angriff der USA hat Pakistan zwei für Afghanistan wichtige Grenzübergänge, Chaman und Torcham (siehe Karte links), gesperrt. Vor allem die NATO bekommt über diesen Weg Lieferungen. Mehrere hundert LKWs mit Gütern, die für die NATO bestimmt sind, warten an der Grenze. Für Ruttig, der zehn Jahre in Afghanistan und Pakistan arbeitete, ist das pakistanische Verhalten nicht verwunderlich: „Die Pakistanis fühlen sich aus ihrer Sicht sowieso von allen Seiten bedrängt." Die Versorgungslage in Afghanistan sei aber nicht kritisch. Es gebe Angaben, dass schon jetzt bis zu 60 Prozent aller Güter über den Norden kommen, wo es eine zweite Lieferkette gibt. „Außerdem können Waren auch noch eingeflogen werden." Trotzdem müsse man beachten, dass Afghanistan ein Binnenland sei und Importe notwendig sind.
Eine zweite Drohung Pakistans betrifft die Flugbasis Shamsi im pakistanischen Grenzgebiet. Von dort startet die CIA ihre Drohnenangriffe. Pakistan forderte die USA auf, die Basis innerhalb von 15 Tagen zu räumen. Ruttig glaubt nicht, dass „der Stützpunkt geräumt wird. Die Drohnen sind Kern der Strategie der USA." Zudem haben sich die USA auch nicht an frühere Forderungen gehalten, die Drohnenangriffe abzustellen.
Der Krieg eskalierte
„Seit 2009 erleben wir eine Eskalation dieses Krieges, die durch Präsident Obama und die Weiterführung der Bush-Politik ausgelöst wurde." Die Truppen wurden mit dem Ziel aufgestockt, die Taliban durch verstärkten militärischen Druck zu Verhandlungen zu zwingen. „Das ist gescheitert", meint Ruttig. Die Taliban hätten ihre Taktik verändert, greifen mehr aus dem Hinterhalt bzw. verdeckt an. Diese neue Vorgangsweise der Taliban sei sehr effektiv: „Es gibt mehr Tote, als bekannt wird. Die Taliban beeinflussen in der Fläche mehr als die USA oder die afghanische Regierung." Mit den Taliban sei es so wie das Beispiel mit dem mit Wasser gefüllten Ballon: „Wenn man dort irgendwo reindrückt, kommt es anderswo raus. Die Taliban weichen einfach aus, sie sind sehr mobil."
Bei der Konferenz am kommenden Montag in Bonn, wo die Staatengemeinschaft debattiert, wie es in Afghanistan weitergehen soll, sind trotzdem schon einige Punkte fixiert. So haben schon die meisten Länder zugestimmt, auch über 2014 hinaus den Transitionsprozess in Afghanistan zu begleiten. Diese Versprechen müsse man aber mit Vorsicht genießen, sagt Ruttig. „Natürlich kann man diese Zusagen jetzt schon machen. Aber kein Parlament dieser Welt kann heute schon zusagen und erklären, wieviel Geld 2014 und darüber hinaus bereitgestellt wird." (flog, derStandard.at, 28.11.2011)
Korrektur: In einer früheren Version des Artikels haben wir die Flugbasis Shamsi in der Grafik links zu weit nordöstlich platziert. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.
Mitglied in Partei von Cricket-Star Khan wurde erschossen - MQM-Chef beschuldigt
Cricket-Star hatte sich bei Wahlkampfauftritt am Rücken verletzt
Partei des Ex-Cricket-Stars hatte in Umfragen zur siegreichen Muslim-Liga aufgeschlossen wurde aber nur Dritte
32 Verletzte - Dach eingestürzt
Sharif will innerhalb von hundert Tagen Konzepte liefern, um die Wirtschaft zu beleben und den Terror einzudämmen. Und er will das Verhältnis zu Erzfeind Indien entspannen
Der Atomstaat Pakistan steht vor einem Machtwechsel. Bei der Parlamentswahl zeichnete sich am Sonntag ein Erdrutschsieg für die Muslim-Liga von Nawaz Sharif ab. Er wird wohl zum dritten Mal Premier
Das Verhältnis Pakistans zu den USA steht nach den Wahlen auf der Probe, größte Sorge bereitet aber die marode Wirtschaft, sagt Experte Christian Wagner zu Manuel Escher
Lobende Worte aus dem Weißen Haus und von UN-Generalsekretär Ban
Partei des Ex-Cricket-Stars Imran Khan räumt ihre Niederlage ein - Regierungspartei abgestraft - 110 Tote im Wahlkampf
Syed Ali Haider Gilani kandidiert für die PPP - Wahlkampfmanager bei Entführung erschossen
Ex-Premier Sharif könnte nach 14 Jahren erneut an die Macht kommen - Stärkster Konkurrent ist der Ex-Cricketspieler Imran Khan
Mehr als 86 Millionen Pakistaner sind seit Samstagmorgen dazu aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Der Wahlauftakt war von einem Anschlag in Karachi überschattet
Angriff galt religiöser Partei - Mehr als hundert Verletzte
Die pakistanische Politologin und Militärexpertin Ayesha Siddiqa rechnet bei den Wahlen in ihrem Land nicht mit großen Machtverschiebungen. Der stille Einfluss der Generäle bleibt auf jeden Fall erhalten, meint sie im Gespräch mit Christine Möllhoff
Chaudhry Zulfiqar erlag im Spital seinen Verletzungen - Weiterer Politiker in Karachi erschossen
Der regierenden Volkspartei PPP droht eine verheerende Niederlage
Wegen Ausschlusses des pakistanischen Ex-Machthabers von Urnengang
Sein schwerer Unfall kurz vor den Wahlen hat Pakistan geschockt, doch er könnte Imran Khan durchaus Sympathiestimmen bringen. Umfragen sehen das Kricket-Idol mittlerweile nur noch knapp hinter dem Wahlfavoriten Nawaz Sharif
Rund 600.000 Sicherheitskräfte sollen Parlamentswahl überwachen - Vor der Parlamentswahl häufen sich Anschläge und gewaltsame Übergriffe
Oberste Richter in Peshawar verurteilte die Angriffe als Kriegsverbrechen
Pakistanisches Gericht bestätigt früheres Urteil
Taliban verüben Anschläge auf Kundgebungen liberaler Parteien - Wahl am 11. Mai könnte entscheidend für Zukunft der gesamten Region sein
Taliban bekannten sich zu Angriffen auf Politiker- und Parteibüros - Votum am 11. Mai
Erneut Anschlag im Nordwesten von Pakistan - Parteikonkurrenz von Khan sieht ebenfalls von Auftritten ab
Wer hat diese Staaten aufgerüstet? Nicht alle sind dumm in Europa. Stützpunkte in Georgien,Türkei,Griechenland(schauen sie sich mal die Autobahn vor Rodos an, ist Start und Landbahn fürs Militär, daher kein Geld für BürgerInnen in Griechenland,Nordirak (Öl) im Südirak ist das ganze Sumpfgebiet verseucht, nicht wegen Sadam, sondern wegen der usa,jetzt neu in Australien ein Stützpunkt von der usa. Nicht vergessen Vietnam:1 000 000 Tote, davon 900 000 Zivilisten. Das ist die usa! Aber im eigenem Land hungern 40 000 000.
"Taliban sei es so wie das Beispiel mit dem mit Wasser gefüllten Ballon: „Wenn man dort irgendwo reindrückt, kommt es anderswo raus. Die Taliban weichen einfach aus, sie sind sehr mobil."
Mit den USA und den europäischen Pudeln ist das so wie ein Ballon in den immer mehr Wasser eingefüllt wird.
Ein Kratzer, ein zu fester Druck und dann ex- und implodiert das ganze Imperium.
Lehrstücke aus der Geschichte, Imperien im Niedergang blähen sich noch einmal auf, setzen alle Ressourcen auf kriegerische Auseinandersetzung.
Schade dass Europa die Schei'ße mitmacht, die US Freunde wechseln ihre Freunde sehr schnell aus.
Und wenn es plopp macht ist Europa ganz schön große Manövriermasse um dem Kernimperium das Überleben zu sichern.
beide regierungen wurden von den usa eingesetzt, die sich mittels finanzeller zuwendungen die kooperation sichern. beide werden von den usa missbraucht im kampf gegen die taliban, die selber ein frühes direktes produkt der us aussenpolitik sind. im kampf gegen den terror, auch eine erfindung der usa, heiligt der zweck die mittel.
..als einzigen aus weg für die innenpolitisch
katastrophalen bedingungen in seinem land sieht obama nun vermehrt den ausweg in kriegen, weit weg von der heimatlichen scholle,..
ist nur zu hoffen, dass die finanzkrise auch die amerikanische rüstungsindustrie zur hölle jagt,..
obama selbst ist um keinen deut besser als bush,...
Islamabads Jahrzehnte langes Kalkül mit den Taliban muss bei notorischen Anti-US, Anti-NATO Propagandisten natürlich ausgeblendet bleiben. Die Rolle die der pakistanische Geheimdienst ISI dabei spielt ist Euch Anti-Propagandisten Schnuppe, schliesslich geht es um den Erzfeind und der heisst nun mal einfältig immer USA. Ende Juli 2008 gab der afghanische Geheimdienst bekannt, dass der ISI 3000 Terroristen nach Afghanistan eingeschleust haben soll, um das Straßenbauprojekt einer indischen Firma zu sabotieren. ISI operiert unverhohlen immer noch im Grenzgebiet zu Afghanistan mit den Taliban zusammen.
ist sicherlich eine der Institutionen, auf die die Welt (inkl. vieler Pakistani) gut verzichten könnte.
Dennoch ist das achselzuckende Ignorieren jedweder rechtsstaatlicher und völkerrechtlicher Bedenken, die so manche NATO oder v.a. US-Aktion begleiten - ich denke da jetzt z.B. an die ferngesteuerten Exekutionen via Drohnen von Verdächtigen, außerhalb eines erklärten Kriegszustandes, auf fremden Territorium - eine beängstigende Angelegenheit.
Und nachvollziehbarerweise setzt sich so auch eine Schraube der Radikalisierung in Gange. Dazu muß man ja nur die Kommentare vieler denkfauler und differenzierungsunfähiger Leute hier anschauen: Entweder Rassismus contra Amerikaner oder gleich "Westler", oder gegen Pakistani bzw. gleich Muslime.
ich bin beeindruckt von der propaganda-maschienerie!
hier werden opfer zu tätern umgeschrieben. und im forum heitzen leute mit den ungewöhlichsten scheinnamen herrum und bekommen ganz vie grün wenn die schreiben, dass pakistan sich selbst beschossen haben könnte und sich somit mit den usa anzulegen.
einfach klasse, da beschiesst ein land a ein anderes land b, welches auf der anderen seite der erde ist, und der standard meint eine überschrift benutzen zu müssen, dass land b von allen seiten bedrängt fühlt (sieht).
lehrbuchmässig!
"Zudem haben sich die USA auch nicht an frühere Forderungen gehalten, die Drohnenangriffe abzustellen."
Man muss aufhören der Propaganda zu glauben.
Die pakistanische "Regierung" verrät die eigene Bevölkerung systematisch. Dies lässt sie sich finanziell entgelten.
Wäre sie souverän, würde man Mörder aus dem Ausland verfolgen. Dies ist nicht der Fall.
Das globale US Imperium funktioniert nur aufgrund von Korruption. Es gibt keine andere Erklärung für die Kooperation - und dem Ausverkauf des pakistanischen Staates - an andere Mächte.
Dem normalen Staatsbürger ist das Krieg-spielen völlig egal, nicht aber jenen die dafür bezahlt werden.
Den pakistanischen ISI sollte man auch fragen wieso er die eigene Bevölkerung terrorisiert.
SCO vs. NATO
http://www.spiegel.de/politik/a... 28,00.html
Pakistan das Unschuldslamm.
Will ja eh nur Afghanistan erobern. Und sonst nix.
Wenn das nämlich nicht in seinem Sinn wäre, dann kann man sich fragen, warum sind dann schon seit mehr als 10 Jahren pakistanische Soldaten in Afghanistan.
Die Taliban, diese sog; Religionsschüler, sind nämlich nichts anderes als Soldaten aus Pakistan, wenn ich die Sache richtig verfolgt habe....
Wenn man diese Taliban als pakistanische Soldaten betrachtet, die zur Eroberung eines Teils von Afghanistan eingesetzt werden, dann passt auch auf einmal alles zusammen.
Der Schutz von OBL durch Pakistan. Die zwielichtige Haltung von Pakistan zu den Taliban. usw.. Das verschwommene Grenzgebiet wo die pakistanische Regierung kein Sagen hat... usw. usf...
komisch, dass es hieir noch immer keine weiteren Erklärungen gibt.
Aber was haben die Taliban, die doch Pakistani sind, in Afghanistan zu suchen ?
Wenn man sich schon wegen den USA die Frage stellt, warum stellt man sie nicht auch hinsichtlich der Taliban ?
das sind nachbarn länder die eine gemeinsame grenze haben,das in ein land wie Afganistan wo das Chaos herscht kann jeder rein und raus.
aber welche gemeinsame grenzen haben die Nato Staaten mit Afganistan?
wissen sie das ist so kindisch ihre Fragen zu beantworten,in der Region haben die Westlichen Militärs nichts verloren,genau so wie in westen keine Asieatische oder nahost Militärs was verloren haben.
leider begreifen Sie das nicht.
Sie sind auch nur eine von denen die andere mit Islam propaganda und solchen mist beschimpfen,wenn Sie nicht weiter wissen,in keinen meine postings rede ich über den Islam oder sonstige Relegionen,also erklären Sie mal wie Sie ahnungsloser auf solch eine idee kommen so was zu behaupten.
aber erklären Sie es bitte bitte nur wenn Sie auch was richtiges zu sagen haben.
Die haben nicht nur Atomwaffen, Pakistan selbst ist jenes Land das die Souveränität seiner Nachbarn missachtet und ständig verletzt.
Pakistan ist ein Kunstprodukt, das alleine durch den Islam als Staatsgrundlage verbunden ist.
Und durch das Dominanzstreben der Pashtunen, die ua. das Militär beherrschen.
achso vom Norden her also...
macht sicher voll freude wenn man sich dass mal auf
der landkarte anschaut...
... dürfte durch die Atommacht Pakistan sicher bald durch sein. In Afghanistan bemühen sich die Nato-Kriegsverbrecher redlich, dieses Ziel mit Uranmunition zu erreichen. Falls ein politischer Transitionsprozess gemeint ist, hoffe ich, dass dieser in den westlichen Staaten vom Faschismus in Richtung echter Demokratie bald eingeleitet wird.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.