Kanzlerteam rechtfertigt sich für Social-Media-Auftritt

28. November 2011, 14:48
  • Derzeit hat Kanzler Werner Faymann auf "Facebook" 4.850 Freunde, nicht alle davon sind "echte" Freunde.
    foto: screenshot

    Derzeit hat Kanzler Werner Faymann auf "Facebook" 4.850 Freunde, nicht alle davon sind "echte" Freunde.

Mitarbeiter versuchen Kritik der letzten Tage zu entkräften - Die Anzahl der Freunde sei "irrelevant"

Wien - Das "Social Media"-Team des Bundeskanzlers erklärt sich in einem Eintrag auf der Homepage von Werner Faymann nach viel Kritik selbst. In einer via Facebook verbreiteten Botschaft werden die Kosten für das Projekt relativiert. Gleichzeitig wird der schwierige Kampf gegen Fake-Fans beschrieben. Das Kanzlerteam selbst steckt ja eigenen Angaben zu Folge nicht hinter den gekauften Freunden: "Die Anzahl der Fans war und ist für uns irrelevant", wurde in dem heute geposteten Beitrag versichert.

Gleich zu Beginn der Erklärung wird vom Kanzlerteam eingestanden, vor dem Einstieg in die sozialen Netzwerke "zu hohe Erwartungen geweckt" und auch im täglichen Betrieb Fehler begangen zu haben.

Klarstellung bei Kosten

Zu "Gerüchten", dass der "Facebook-Auftritt" des Bundeskanzlers 100.000 oder gar 200.000 Euro gekostet hätte, stellt man klar, dass diese Summen falsch seien. Die Vorbereitungen für den Facebook-Auftritt hätten 5.720 Euro benötigt. "Zusätzlich könnte man noch Teile der Kosten für die Social Media Policy und Guidelines von 3.965,- in diesen Betrag hinzurechnen", spricht das Kanzlerteam von handelsüblichen Preisen.

Die anderen Kosten seien für App-Programmierung - das Kanzler-App für iPhone und Android wird mit immerhin mehr als 46.000 Euro angeführt - und Content Management System (CMS) angefallen. Gesamt würden für das heurige Jahr Aufwendungen in der Höhe von 103.763 Euro erwartet.

Zum neunköpfigen Team wird festgehalten, dass nur dessen Leiterin Angelika Feigl und ein weiterer Mitarbeiter zu 100 Prozent mit den Netzaktivitäten beschäftigt seien. Die übrigen sieben Team-Mitglieder verwendeten nur 10 bis 70 Prozent ihrer Arbeitszeit darauf.

Falsche Freunde

Schon ans Aufgeben denkt das Kanzlerteam offenbar, wenn es um zugekaufte Freunde geht: "Wir haben uns redlich bemüht und in den vergangenen Tagen über 3.000 dieser offensichtlichen Fake-Profile für die Seite gesperrt. Bis auf Weiteres werden wir jedoch nicht mehr unsere Energie darauf verwenden, diese unmittelbar zu blockieren."

Denn das Phänomen "spendierter Freunde", wo Unbekannte fremde Seiten Fans kaufen, sei neu. So etwas habe es auch international noch nicht gegeben. Daher gebe es auch keinerlei Filter, um das zu vermeiden: "Sollte das Schule machen, sind die Auswirkungen auf den Social Media Bereich vermutlich noch gar nicht absehbar", schreibt das Kanzlerteam. Der Kanzler gibt übrigens seit neuestem auch Einträge in der Ich-Form ab - Premiere war die Zusammenfassung eines Treffens mit der frisch gebackenen dänischen Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt vergangene Woche. (APA)

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Interessant, aus welchem Personalpool die Mitarbeiter von Faymanns Online-Auftritt gefischt wurden.

Man vergleiche:

5. Person von oben (Hr. Fritz)
http://www.facebook.com/bundeskan... p_data=dlt

auch zu sehen hier in "schneidiger" Montur
http://www.hellas.at/allgemein... aktive.php

Und Fr. Feigel ist angeblich die Gattin vom Hrn. Pandi, welcher einer der oberen "Krone"-Schreiber ist.

Failmann - Fakemann - Watschenmann

als Watschenmann am Prater könnerts die Gelder für den Facebook Auftritt zurückverdienen, mit einem Zähler ausgestattet könnerts auch gleich eure "wahren" FREUNDE zählen

Bei manchen Postings...

...würde ich mir wünschen es gäbe noch eine Steigerungsform von brilliant.

Failmann - Fakemann - Watschenmann

"Social-Media-Auftritt" oder eher "Cyber-FLASCHEnpost"

des PKAZ (Peinlichsten Kanzler aller Zeiten)

2 Mitarbeiter zu 100% = 200
7 Mitarbeiter zu durchschnittlich 40% = 280

Ergibt immer noch fast 5 MA. Und das machts besser (vor allem angesichts des Ergebnisses)?

Dem Faymann ist einfach nicht zu helfen. Einen derart...

....doofen und einfältigen Kanzler hatten wir noch nie.

sinowatz

so sinds halt die roten

Kanzler-App für iPhone und Android

Bin ich aber froh, dass ich einen Blackberry habe, da komme ich wenigstens nicht mit falschen Freunden in Kontakt ;)

Kanzler-App

Auf Knopfdruck hört man dann immer, wie super der Faymann ist.

bruahaha!

Peinlich!

Ich twittere selbst nicht und hab kein FB-Profil und keine Marketing-Ausbildung, aber selbst jedem Laien ist klar, dass es bei Social Media um Identifikation und Authentizität geht und nicht um die steife und lieblose Verlautbarung von 08/15-Pressemeldungen. Allein schon dieses YT-Video zu Beginn… GRAUENHAFT.

Hier ein Kommentar dazu, das die ganze Geschichte super auf den Punkt bringt: http://tinyurl.com/cfy3j4q

und der Beweis, dass sich das Debakel von Anfang an abgezeichnet hat:
http://tinyurl.com/d8u97zr (Null Ahnung!)

Facebook ist für Politiker/-Vertrauensbildung nicht geeignet

Rudas hat damit zu einer digitalen "Berlusconisierung"
Faymanns der sich jetzt - dumm stellen kann oder nicht - beigetragen.

Das Image-Verlust der Politker im ganzen ist damit nochmals mehr weit unter die Null-Grad-Zone gesunken.

irgend etwas verstehe ich da nicht

bitte wieso kostet die errichtung eines fb profiles geld?
ich meine auch wenn man eine witzfigur ist und hauptsächlich vollkoffer als (fb)-freunde hat, so ist das doch gratis, oder?

stimmt, sie verstehen es nicht.

Auf Kosten des Steuerzahlers ist dem Werner F. nichts zu teuer,

egal ob fb oder Inserate /Medienkooperationen in den Krawallzeitungen.

man muss eben ...

auch Leute bezahlen, die den 'Auftritt' dann auch durchführen. und da nimmt man ja als Kanzler nicht jeden dahergelaufenen Web2.0-Experten von der Straße.

Stimmt. Man lässt den Auftritt lieber von hochbezahlten Experten gegen die Wand fahren.

Vielleicht ein Facebook Gold™ Account

Der Faymann ist ein Goldmember? ;)

Kanzler-App für iPhone und Android

bitte welche vollkoffer laden sich ein kanzler app aufs handy?

;)

ich jetzt grade - gibt sonst eh nicht viel zu lachen heutzutage :)

Hoffentlich spricht sich das mit der App (46.000€) bei unseren Politikern nicht rum, sonst will jeder eine haben.

Ich freu mich schon auf die Bürgermeisterapp von Strunzleiten.

Oh ja, ich auch. Läuft die Beta bei Ihnen auch so instabil?

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