Richard-Wagner-Archiv erhält wertvolle Dokumente aus New York

28. November 2011, 14:39
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Wagner-Verehrerin vererbte dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung 48 Handschriften

Bayreuth - Das Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth erhält wertvolle Dokumente aus einer New Yorker Privatsammlung. Die 48 Handschriften sind dem Haus gestiftet worden, wie das Bayreuther Richard-Wagner-Museum am Montag mitteilte. Die Dokumente stammen aus dem Nachlass von Mary Burrell, einer glühenden Wagner-Verehrerin und Festspielbesucherin der ersten Stunde.

Sie hatte nach dem Tod des Komponisten Material für eine Biografie gesammelt, das Werk aber nie vollendet. Große Teile ihrer Sammlung hatte das Nationalarchiv bereits 1978 erworben; nun folgen weitere Dokumente, wie etwa Briefe, die Wagners Schwestern Ottilie Brockhaus und Klara Wolfram an Mary Burrell geschrieben hatten.

Nach Angaben des Nationalarchivs sind Burrells Dokumente deshalb besonders interessant, weil diese Quellen dem Bayreuther Wagner-Clan um Ehefrau Cosima und Sohn Siegfried unzugänglich waren. Die Sammlung enthält vor allem Handschriften aus dem Nachlass von Wagners erster Frau Minna. Darunter ist auch der berühmt gewordene Brief Richard Wagners an Mathilde Wesendonck vom 7. April 1858. Minna hatte den Brief abgefangen, dadurch kam das Verhältnis zwischen Wagner und Wesendonck ans Licht. Mathilde Wesendonck galt als Muse des Komponisten: Er vertonte Gedichte von ihr, sie soll ihn zur Oper "Tristan und Isolde" inspiriert haben. (APA)

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