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Wien - UVP, das ist nicht nur die Abkürzung für Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern auch für "Unheimlich viel Papier", meint Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Wiener Grünen. Maresch und Co könnten nun dafür sorgen, dass die Papierstöße zur S1 (auch "Lobau-Autobahn" genannt) noch um einiges größer werden: In ihrem Auftrag hat Harald Frey, Verkehrsplaner an der TU Wien, eine Studie erstellt, und deren Resümee zum UVP-Verfahren zur S1 fällt vernichtend aus. Die Prognosen der Asfinag würden nicht stimmen, meint Frey. Weder entspreche die Entwicklung des Motorisierungsgrades dem Stand der Dinge, noch seien die verkehrspolitischen Maßnahmen der Stadtregierung berücksichtigt worden. Insgesamt habe die Lobau-Autobahn "massive negative Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und die bestehenden innerstädtischen Strukturen", heißt es in dem Gutachten.
Ein heißes Thema für die Koalitionsregierung, denn die Wiener Roten waren stets Fans der Autobahn inklusive Lobautunnel. Eine - deutlich günstigere - Brücke käme für ihn keinesfalls infrage, sagte Bürgermeister Michael Häupl (SP) im Frühjahr 2010 dem Standard. "Man baut keine Brücke über den Nationalpark. Das ist mein letztes Wort." Aktuell wollte man im Häupl-Büro keine Stellungnahme mehr dazu abgeben.
Balanceakt im Bauamt
Bis 1. Dezember können Stellungnahmen zur UVP eingebracht werden. Das Gutachten der Grünen wird nicht darunter sein, dieses soll Bürgerinitiativen und NGOs zur Verfügung gestellt werden. Zuständig für die offizielle Stellungnahme sei die Stadtbaudirektion, und diese werde ein Papier verfassen, "das sich zwischen Rot-Grün bewegen wird", sagte Maresch am Montag. Es sei dies "der Versuch zweier Parteien, respektvoll mit einem Dissens umzugehen". Für die SP stellte Verkehrssprecher Karlheinz Hora klar, dass der Bau der S1 "alternativlos" sei.
Im Koalitionspapier haben sich SP und Grüne das heikle Thema offengelassen, die entscheidende Passage versteckt sich auf Seite 64: Die hochrangige Verkehrsinfrastruktur - sprich: Autobahnen und Schnellstraßen - soll "nach Maßgabe der verkehrsorganisatorischen sowie budgetären Rahmenbedingungen und unter Einbeziehung der BürgerInnen ausgebaut werden". Quasi als Side-Letter habe der Bürgermeister damals zugesagt, zum Lobautunnel eine Befragung durchzuführen.
Ob das überhaupt in dieser Legislaturperiode Thema wird, ist freilich offen und hänge nicht zuletzt von der Entwicklung der österreichischen Kreditwürdigkeit ab, also davon, ob sich die Asfinag leisten kann, das Geld für die Autobahn aufzunehmen, meint Maresch. Laut derzeitigem Stand sollen die Arbeiten am ersten Teilstück der S1 zwischen Großenzersdorf und Süßenbrunn 2014 beginnen, 2018 käme dann das umstrittene Teilstück mit dem Tunnel an die Reihe. Geht die Forderung der Grünen durch, könnte das das Verfahren um fünf bis zehn Jahre verzögern. (Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 29.11.2011)
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Irgendwann kommt auch der letzte Spediteur darauf, dass es schneller und billiger ist die Container mit dem LKW statt mit der Bahn zu transportieren. Irgendwann kommt auch der letzte Bürger darauf dass es viel bequemer ist das Einfamilienhaus ausserhalb der Stadt zu beziehen, mit dem Auto täglich nach Wien zu pendeln, anstatt die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. Und irgendwann kommt auch der letzte Einzelhändler im Stadtzentrum drauf dass es sich nicht lohnt gegen ein Einkaufszentrum an der Peripherie Konkurrenz zu machen. Und irgendwann kommt dann auch der Familienvater darauf dass das Asthma seiner Tochter nicht unbedingt genetisch bedingt ist. Und irgendwann ist dann Wien nicht mehr die Nummer 1 der lebenswertesten Städte.
verkehr ist nicht gleich stau, und bei dem projekt geht es nicht um verkehrreduzierung sondern schlicht und einfach um staureduzierung... und so postings wie "wir in wien brauchen dass nicht..." sinds noch nie auf ner anderen autobahn in den urlaub gefahren? was brauchen die allander ne autobahn??? bitte ein bissi mehr denken!
weniger straßen, weniger verkehr hat ungefähr dieselbe logik wie: weniger krankhäuser, weniger kranke. leider wird aber immer wieder derart vertrottelt argumentiert. sämtliche rückbauten von straßenzügen haben nur eines gebracht: mehr stau, dadurch mehr lärm, mehr abgase .... und mehr einnahmen durch die mineralölsteuer.
Es sind immer noch die Autos die sowohl den Lärm als auch die Umweltbelastung verursachen. Nicht die Anrainer. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder wir machen Autofahren so teuer das es uninteressant wird oder wir schaffen genügend Wohnraum außerhalb der Belastungszonen. Dann sterben die inneren Bezirke allerdings aus.
Und ja, ich bin kein Autofahrer. Habe nicht einmal einen Führerschein. Ich hab 32 Jahre in Wien ohne FS gelebt, jetzt 8 Jahre in NÖ, auch ohne und ziehe jetzt wieder nach Wien. Erzählen sie mir also nicht das man unbedingt ein Auto braucht.
na, dann hüpfen sie mir das mal vor, wie sie mit mehreren hunden z.b. auf die fährte fahren, auf hundeplätze, die nicht einmal öffentlichen anschluss haben .... dass ich öffentlich doppelt so lange in die arbeit fahren müsste wie mit dem auto, ist ihnen vielleicht wurscht ... mir nicht!
und jeder, der behauptet, es wurde insgesamt weniger verkehr, durch diese "rückbauzwangsbeglückungen" hat noch nie die augen aufgemacht ... es verlagert sich und es staut sich und es wird ewig im kreis gefahren, weil ja auch parkplätze vernichtet werden ... weniger ist nichts geworden, dafür mehr umweltbelastung und lärm.
80.000 Wohnungen in Wien stehen leer, es könnten daher ungefähr 240.000 Menschen mehr in Wien leben, nämlich am besten die, die eh hier arbeiten, wer trotzdem lieber staut, soll stauen und dafür richtig viel zahlen, niemand braucht sich sein Haus im Grünen auf Kosten der Gesundheit der Wiener Bevölkerung zulegen, wer es öffentlich nicht schafft in die Stadt zu kommen, muss eben umziehen, Wien ist eine Welt- und Kulturstadt und keine park&ride für Leute, die im Speckgürtel leben wollen und hier arbeiten.
nein es kommt nur darauf an, wie sie von Floridsdorf nach Hietzing kommen! die meisten Wiener haben kein Auto, weil sie keines brauchen, sie können mit den Öffis fahren, zu Fußgehen u Radfahren, Pröll hat sich scharenweise Leute aus Wien in den Speckgürtel geholt u es war im wurscht, wie die dann nach Wien kommen! Für Arbeitsplätze vor Ort hat er nicht gesorgt, für Transportmittel hat er nicht gesorgt u ein saftiges Defizit hat er produziert, dafür lieben ihn die entlaufenen Wiener aber sehr, bis zu dem Tag, wo die dagebliebenen darüber nachdenken, ob sie Recht auf Lebensqualität haben.
Wir wohnen eng und haben wenig grün, wenig Freiraum, warum sollen wir uns das verstellen lassen?
In Dürnstein zahlt man ja auch als Ausflügler fürs Parken!
Für die Arbeitsplätze wurde/wird gesorgt. Nur nicht für Wohnraum.
Nehmen wir einmal Wolkersdorf. Es wird ein riesige Industriegelände aufgeschlossen (des wird wirklich groß), aber wird kein erschwinglicher Wohnraum für die zu erwartenden Arbeiter geschaffen. Der Quadratmeter Grund kostet derzeit 180.- (!!! glaubts es ruhig). Das schaut für mich so aus als ob die Chefs und leitenden Angestellten dieser Firmen sich gerne in Wolkersdorf ansiedeln können (also erfahrungsgemäß schwarzes Wählerpotenzial), die Arbeiter aber bitte woanders leben sollen (eher rotes oder grünes, leider auch blaues Wählerptenzial). Damit kann man dann schon langfristig eine Mehrheit im Gemeinderat aufrecht erhalten. Meine Meinung.
...weil sie keines brauchen. verstehe, und das bestätigst du ihnen gerne, dass sie keines brauchen. oder würde es das zk aus der lindengasse gerne verordnen?
wenn man jung ist, verrennt man sich gerne in komplexen dingen mit trivialen lösungen. ohne die pendler könnte man den wirtschaftsstandort wien gar nicht betreiben.
Nur das mit den 80000 Wohnungen kann ich so nicht hinnehmen.
1): stehen in Wien immer ein gewisser Prozentsatz der Gemeindewohnungen für Notfälle leer.
2): wenn dem so wäre gäbe es keine 2 Jahre Wartezeit auf eine Gemeindewohnung. Und bei den Privatwohnungen wird mir bei den Mieten echt übel. Die nehmen im Durchschnitt 10.- pro Quadratmeter!!!. Da kann ich einen Kredit fürs Haus am Land auch zahlen, nur das mir das Haus am land auch irgend wann gehört, die Mietwohnung aber nie.
Wir suchen jetzt seit 2 Minaten eine Wohnung in Wien (Genossenschaft). Ist gar nicht so einfach...
die 80.000 sind keine Gemeindewohnungen, es sind frei vermietbaren Wohnungen, die werden zurückgehalten um Spekulation zu treiben und die Preise hoch zu halten! Natürlich sollten die Leute aber auch anfangen wieder gemeinsam zu wohnen, es ist unsinnig, dass viele alleine in riesigen Wohnungen wohnen und im Grunde nur eine Folge davon, dass man den Mieterschutz aufgehoben hat, da bleiben alte alleine in großen Wohnungen, weil die kleinen jetzt teurer vermietet werden!
Wie sie richtig sagen, sie schaffen sich mit dem Rausziehen ein Eigentumshaus im Grünen, ich versteh das, aber sie müssen auch verstehen, dass ich nicht ihren Dreck fressen will, bei 10 Euro pro m² Miete!! da hab ich auch ein Recht auf Ruhe und gute Luft!
leisten können. Private Mietwohnungen haben wir sehr schnell wieder verworfen. Das ist unfinanzierbar. Und man findet so witzige Angebote wie: "90m², 3,5 Zimmer, aber bitte keine Familien und Haustiere". An wen will der Spinner vermieten? An einen Diplomaten?
Und BTW: von uns müssen sie keinen Dreck fressen. Wir haben kein Auto, ich hab a Jahreskarte (schon ganz lang)
Und wir wollen ja wieder nach Wien, also nix mit Haus im Grünen.
1. Gratulation zum Nachwuchs!
2. ich finde es auch nicht gut, wenn die Mieten so hoch sind!
3. Natürlich verführen die hohen Mieten dazu, dass man sich gleich lieber ein Haus auf dem Land anschafft, dass einem dann mal gehört!
4. Leider ist das auch ein Auswuchs der letzten Jahre, denn der Mieterschutz wurde ausgehöhlt
5. die Kinderfeindlichkeit in diesem Land ist bald nicht mehr auszuhalten!
6. Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis und muss erschwinglich bleiben, denn wie Ihr Beispiel zeigt, wohnen-verkehr-arbeit hängen zusammen,
7.dieses denletzenbeißendiehundemietgesetze sind unflexibel und
ich verstehe ihren Frust! wirklich!
Haben sie sich Aspern angeschaut?
Das ist auch eine Frgae der Fahrzeit. Die Wohnung in Flodorf liegt 5 Min zu Fuß von S-Bahn und U6, die im 22. 3 Min zu Fuß von einem möglichen neuen Arbeitsplatz.
Aber danke betreff Nachwuchs und den Tipp
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