Janukowitsch lässt Tod eines Demonstranten untersuchen

Mann vermutlich durch Herzinfarkt ums Leben gekommen

Moskau/Kiew - Nach dem Tod eines Demonstranten in der Ukraine hat Staatspräsident Viktor Janukowitsch am Montag eine genaue Untersuchung des Vorfalls gefordert. Der Mann war am Vortag bei einem Einsatz von Truppen des Innenministeriums in der Stadt Donezk vermutlich durch einen Herzinfarkt ums Leben gekommen. Die Soldaten hatten mit Härte ein Zeltlager von Strahlenopfern der Atomkatastrophe von Tschernobyl sowie von Kriegsveteranen aufgelöst, die seit Monaten landesweit gegen eine Kürzung ihrer Sozialleistungen protestieren.

"Die Generalstaatsanwaltschaft muss die Umstände dieser Tragödie klären", sagte Janukowitsch nach Angaben von Medien in der Hauptstadt Kiew. Die sogenannten Liquidatoren, die nach dem Super-Gau 1986 die verstrahlten Trümmer in Tschernobyl beseitigt hatten, sowie Afghanistan- und Weltkriegsveteranen werfen der Regierung zu starke Einschnitte ins soziale Netz vor. Die Haushaltslage der früheren Sowjetrepublik gilt als extrem angespannt. (APA)

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