Und morgen endlich wieder Schule

Reportage | Maria Sterkl aus Valletta, 30. November 2011, 09:00
  • Paula (ganz rechts) mit Mutter Rashida und Bruder Clinson.
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    foto: derstandard.at/mas

    Paula (ganz rechts) mit Mutter Rashida und Bruder Clinson.

  • Aufgrund seiner Nähe zu Libyen wurde der kleine Inselstaat Malta auch heuer wieder zu einem Landepunkt für viele Flüchtlinge.
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    Aufgrund seiner Nähe zu Libyen wurde der kleine Inselstaat Malta auch heuer wieder zu einem Landepunkt für viele Flüchtlinge.

  • Abgelehnte Asylsuchende wohnen gemeinsam mit akzeptierten Flüchtlingen in Containern nahe dem internationalen Flughafen Maltas: das Flüchtlingslager Hal Far.
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    Abgelehnte Asylsuchende wohnen gemeinsam mit akzeptierten Flüchtlingen in Containern nahe dem internationalen Flughafen Maltas: das Flüchtlingslager Hal Far.

  • Der kleine Mickey floh mit seinem Vater aus Äthiopien und lebt in Hal Far - er hat Glück: Bald wird er im Rahmen eines Resettlement-Programms nach Norwegen überstellt.
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    Der kleine Mickey floh mit seinem Vater aus Äthiopien und lebt in Hal Far - er hat Glück: Bald wird er im Rahmen eines Resettlement-Programms nach Norwegen überstellt.

  • Kinder im Pflichtschulalter besuchen die Schule im nahen Birzebbuga.
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    Kinder im Pflichtschulalter besuchen die Schule im nahen Birzebbuga.

  • Der Kleinbus holt sie von Hal Far ab und bringt sie am frühen Nachmittag zurück ins Lager.
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    Der Kleinbus holt sie von Hal Far ab und bringt sie am frühen Nachmittag zurück ins Lager.

  • Das Familienzentrum von Hal Far: Hier lebt es sich besser als in den Containern - doch fehlt es an Platz und Perspektive.
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    Das Familienzentrum von Hal Far: Hier lebt es sich besser als in den Containern - doch fehlt es an Platz und Perspektive.

  • Dieser Bericht wurde im Rahmen von eurotours 2011 erstellt. eurotours ist ein Projekt der Europapartnerschaft, finanziert aus Gemeinschaftsmitteln der EU

    Dieser Bericht wurde im Rahmen von eurotours 2011 erstellt. eurotours ist ein Projekt der Europapartnerschaft, finanziert aus Gemeinschaftsmitteln der EU

In Malta gestrandet, wollen sie meist wieder weg: Asylsuchende aus Afrika - Ihre Kinder besuchen derweil die Schule

Paula weiß, dass es Kinder gibt, die nach der Schule mit dem Auto abgeholt werden. Die Sechsjährige weiß auch, dass diese Kinder mit dem Auto zu einem richtigen Wohnhaus fahren, mit einer richtigen Heizung, wo die Eltern ein eigenes Schlafzimmer haben und die Kinder hin und wieder ein Stück Schokolade. Wo der Vater ein Gesicht hat und einen Körper zum Umarmen, und nicht nur eine Stimme am Telefon, die nur selten glücklich klingt. Paula weiß das alles von ihren Klassenkolleginnen, denn das sind solche Kinder. Jeden Tag um 14 Uhr sagt Paula "Bye bye" zu ihnen, steigt in den roten Kleinbus, und verlässt die Stadt. Vorbei an den Flugzeughangars, vorbei an dem großen Zeltlager mit den ausgebleichten, weggeworfenen Plastikflaschen im Gras, hält der Bus vor ihrer eigenen Baracke: dem "Hal Far Family Centre" im Süden Maltas. 

Alles vollgestopft

Paula teilt sich ihr 15 Quadratmeter großes Zimmer mit ihrer Mutter, dem kleinen Bruder, der noch kleineren Schwester, und dem gesamten Familienbesitz, der im Lauf der vielen Reisen zwar geschrumpft ist, aber dennoch jeden unbelegten Fleck im Zimmer in Beschlag nimmt: Ob überm Kasten, unterm Kühlschrank oder unter den Stockbetten - überall Reisetaschen, Kleider, Spielsachen, Windeln.

Paula ist eines von 50 Kindern im Familienzentrum des Flüchtlingslagers Hal Far in Malta. Während die Erwachsenen im Lager von jedem neuen Tag nur verlangen, dass er verstreicht, weil es keine Arbeit und wenig Hoffnung für sie gibt, macht sich die Sechsjährige jeden Morgen aufs Neue auf den Weg in die nächstgelegene Stadt, Birzebbuga, wo sie die erste Klasse der Volksschule St. Benedict besucht. Dort fühlt sie den Kontakt mit einer anderen, stabileren Welt. Während sie selbst nicht weiß, ob sie im nächsten Monat immer noch in diesem Land leben wird, sprechen die anderen Kinder von Weihnachten, Silvester, dem nächsten Urlaub.

Spaß in der Klasse

Es ist Donnerstag, neun Uhr morgens, die Lehrerin wirft den Beamer an. Auf der weißen Leinwand erscheint eine kindlich gemalte Leselampe, daneben ein paar Buchstaben. "Was ist das?", fragt die Lehrerin. "Lampa!" rufen die Kinder im Chor, und Paula in der ersten Reihe, die Rastazöpfe am Hinterkopf zusammengebunden, schreit ganz besonders laut mit. Die Schule scheint ihr ein Vergnügen zu sein. Wenn sie ihre Hand hochstreckt zur Lehrerin, schlottert das weiße Uniformhemd an ihr, es ist zwei Nummern zu groß, eine Spende der Schule. Paulas vierköpfige Familie lebt von 277 Euro im Monat. Davon kauft die Mutter Lebensmittel, Kleidung, Medikamente, Bustickets. Für Extra-Investitionen wie die Schuluniform bleibt da nichts übrig.

Maltesisch, eine komplizierte semitische Sprache, beherrscht Paula bereits fließend. Sie ist zwar erst sechs, doch schon dreisprachig: Englisch und ihre nigerianische Muttersprache Edo spricht sie zuhause im Flüchtlingslager, Maltesisch mit den Freundinnen in der Schule.

Weg - und wieder da

An der Schule mit den türkisfarbenen Wänden und den blitzblank polierten Fliesenböden spiegelt sich im Kleinen, was im Großen, im Asylsystem der EU, von vielen kritisiert wird. Kein Land der EU nimmt, gemessen an der Bevölkerungszahl, so viele Asylsuchende auf wie Malta. Viele von ihnen bleiben jahrelang im Land, in ein anderes Land dürfen sie nicht, in das eigene können sie nicht. 44 Prozent erhalten keinen Schutz im Inselstaat, abgeschoben werden sie auch nicht, also bleiben sie vorerst hier. Immer wieder versuchen sie, das Land in Richtung Deutschland, Frankreich oder Skandinavien zu verlassen, um bei Bekannten zu leben - doch dank Dublin-Abkommen landen früher oder später fast alle wieder in Malta. Dann geht die schwierige Jobsuche im Land weiter - und die Kinder tauchen ebenso unerwartet, wie sie verschwunden waren, wieder in der Schule auf. 

Ob es hin und wieder zu Konflikten komme, fragen wir den Direktor der Volksschule in Birzebbuga, Jean Pierre Micallef, und der schüttelt heftig den Kopf: "Diese Kinder sind freundlich, gut angezogen. Wir haben überhaupt keine Probleme mit ihnen." Und umgekehrt - gebe es Anfeindungen, wegen der Hautfarbe, der Sprache? "Wir haben keine Probleme", wiederholt Micallef, und setzt nach: "Was sollen wir tun? Wir müssen ihnen helfen, uns bleibt nichts übrig."

"Helfen" - das ist ein Wort, das man oft hört, wenn man mit maltesischen Verantwortlichen über die Flüchtlingsfamilien spricht. Eine Einstellung, die bei Neil Falzon von der Flüchtlings-NGO Aditus für Kritik sorgt: In Malta glaubten alle, Asylpolitik sei "Hilfe", so der Jurist - dabei sei es nichts anderes als geltendes internationales Recht.

"Immer auf Achse"

"Die Flüchtlingskinder werden oft als Kurzzeit-Schüler betrachtet, man denkt, sie seien immer auf Achse", sagt Mireille Mifsud vom UNHCR Malta. Es liegt nahe, dass das nicht ohne Folgen bleibt. "Ich bin bei Schülern, die eh bald wieder weg sind, vielleicht nicht so genau", sagt eine Pädagogin. Der 35-jährige Dawit, Vater aus Hal Far, berichtet von Kindern, die monatelang im Flüchtlingslager leben, ohne auch nur einen Tag lang die Schule zu besuchen. Es fällt niemandem auf. Die Eltern wissen oft gar nicht, dass ihre Kinder das Recht auf Schulbesuch haben. „Und die Schule glaubt, die Familie hat längst das Land verlassen", sagt Dawit. Überprüft wird es nicht.

Paulas Klassenlehrerin, die junge Pädagogin Audrey Mallia, erzählt von einem Buben, der seit Februar nicht mehr in die Schule komme. "Er hat die Schule gewechselt", sagt sie. Nach ein wenig Nachfragen gibt sie zu: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo er ist. Vielleicht ist seine Familie ausgewandert."

Traum von Italien

Von den vielen AfrikanerInnen, die in Malta ankommen, wollten fast alle nach Italien. Von dort ist das Fortkommen über den Landweg leichter. Auch Paula erging es so. Drei Monate waren ihre Mutter Rashida, Bruder Clinson und sie in Norwegen bei Bekannten, der Vater wollte später nachkommen. Doch während Mutter und Kinder nach Malta zurückgewiesen wurden, setzte man den Vater in den Abschiebungsflieger nach Nigeria. Das war vor einem Jahr. Dank Gaddafis Milizen, die Subsahara-Flüchtlinge quasi als Druckmittel Richtung Europa schickten, ist er heute wieder in der EU. Er lebt in Italien bei Freunden, jeden zweiten Tag ruft er Paulas Mutter an. „Ich hoffe, wir können bald zu ihm nach Italien ziehen", sagt Rashida. Seine jüngste Tochter hat der Vater nie gesehen.

Über 90 Prozent der Asylsuchenden in Malta kommen aus Subsahara-Afrika. „Wenn wir es realistisch betrachten, können die meisten von ihnen nicht zurück in ihre Herkunftsländer", sagt auch Mireille Misfud von UNHCR Malta.

"Keine Probleme"

Im Bildungsministerium weiß man wenig über die afrikanischen SchülerInnen. Wie viele es sind? Wie sie sich nach der Pflichtschule durchschlagen? Keine Ahnung. "Wir denken, dass alles gut läuft", sagt Roslynn Vella, zuständige Abteilungsleiterin im Ministerium, Studien zum Thema gebe es keine, aber "uns wird von keinen Problemen berichtet." Älteren Kindern, die im Herkunftsland nie eine Schule besucht hatten, plötzlich beizubringen, stundenlang stillzusitzen und eine Uniform zu tragen, sei natürlich schwierig, meint Vella. "Aber auch vielen maltesischen Kindern fällt das schwer."

Über die Herkunft der Kinder spricht man nicht. Nur manchmal werde sie zum Thema, erzählt Paulas Lehrerin Audrey Mallia.  "Du N*, du lebst ja in gar keinem normalen Haus", habe ein Schüler einem anderen nachgerufen, erzählt Mallia. "Ich sage dann den afrikanischen Kindern, dass sie es nicht persönlich nehmen sollen." Und außerdem seien Rassismen nur Einzelfälle: "Das sind halt Kinder mit rassistischen Eltern, die lernen das zuhause."

Die Hausübung zählt

Zuhause in Hal Far schlurft Paula mit den zu groß gekauften Schlapfen über den kalten Steinboden der Marinebaracke und hält ihre Klarsichtmappe mit den Arbeitsblättern in der Hand. Es ist Abend, Paula umklammert ihre Schulsachen wie ein Lieblingsstofftier, trägt sie immer bei sich. Was die Zukunft angeht, weiß Paula, dass sie nichts weiß: Ob sie zu Weihnachten noch hier sein wird. Wann sie ihren Vater wieder sehen wird. Wann sie wieder eine ganz neue Sprache lernen wird. Und da sie ohnehin nichts weiß, konzentriert sich Paula ganz auf ihre heutige Hausaufgabe. Sie schreibt "Krokodil" und "Hund" in ihr Textbuch und lässt sich dabei viel Zeit. 14 Stunden noch - dann beginnt ein neuer Schultag. Und das ist gut so. (Maria Sterkl, derStandard.at, 29.11.2011)

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Samstag, 3.12.: Kirchenbesetzungen und Kirchenasyl als politische Praxis?

// Lesung und Diskussion:
// Ein unbequemes Leben. Cornelius Koch, Flüchtlingskaplan
// Samstag, 3. Dezember 2011, 19 Uhr
// Café Sperlhof, Große Sperlgasse 41, 1020 Wien
//
// Eine Veranstaltung in Kooperation von 1.März/Transnationaler Migrant_innenstreik, PrekärCafé, grundrisse - Zeitschrift für linke Theorie & Debatte und ksoe (Katholische Sozialakademie Österreichs).

// Lesung und Diskussion über Migrationspolitik, die Praxis des Kirchenasyls und (andere) antirassistische Interventionen. Mit den Autoren Michael Rössler und Claude Braun sowie mit Daniel Vychytil, Pastoralassistent der Pfarre Schwechat, die das "Pfarrnetzwerk Asyl" mitträgt.

http://www.myspace.com/prekaer/b... /544894747

so wie viele berichte sollte uns auch dieser zu denken geben. danke dafür!

leider scheinen sich hier jede menge pseudochristen, die meinen, sie wären besser als andere menschen (hatten wir das nicht schon mal? da dürften so einige im geschichtsunterricht gefehlt haben und den ausgang dieses traurigen kapitels verdrängen!), versammelt zu haben. schade, ich bin nämlich überzeugt, dass JEDER die rechnung für seine taten und äußerungen erhält, früher oder später. einige werden sicher wieder ein paar ausländer (oder moslems, so wie anno dazumal eben die juden) für ihre rechnung (für den mangel an nächstenliebe) verantwortlich machen WOLLEN. jedoch: Gott läßt sich nicht manipulieren!

danke -super spannende reportage!

Keine Schule für Kinder in Flüchtlingslagern

Weder in Traiskirchen (Erstaufnahmestelle Ost) noch in Thalham (Erstaufnahmestelle West) gibt es für schulpflichtige Flüchtlingskinder die Möglichkeit zum Schulbesuch. Dies deshalb, weil angenommen wird, dass sie nur kurze Zeit dort verbringen. Manche Familien bleiben aber viele Monate im Lager und ihre Kinder erhalten keinen Unterricht. Wenn sie später in einem kleinen Ort zur Schule gehen, haben sie einen Bildungsrückstand, der ihnen im Asylverfahren wieder vorgeworfen wird. Wenn man Flüchtlinge nicht einfach weiterreichen kann (1956, 1968, 1980), dann sind sie lästig und störend, nicht wahr? 1956 200.000 bewältigt - 2011 sind 20.000 nicht zu bewältigen?
BLEIBERECHT JETZT!

netter zug von der eu, dass sie auch noch dafür zahlt, sich anpinkeln zu lassen...

sehr schöner artikel, danke

auch wenn es den vielen Breivik-fans hier im forum nicht passt,

europa ist genauso wie österreich immer schon eine einwanderungsgesellschaft gewesen. und nachdem österreich (auf kosten des globalen südens) sogar eines der reichsten länder der welt ist, gibt es ein recht auf der suche nach einem besseren leben hierher zu migrieren.

in dem sinne, danke für die spannende reportage!

Österreich ist nie auf Kosten des Südens reich geworden. Das ist lächerliche Ausbeutungspropaganda, die einfach nicht stimmt. Wir hatten nie maßgeblichen Einfluß auf Afrika und die Staaten, die am isoliertesten blieben, sind auch heute die Ärmsten.

Erst seit unter 50 Jahren gibt es diese Art von Massenmigration. Im 20. 19. 18. 17. 16. 15. 14. 13. 12. 11. 10. 9. 8. 7. 6. 5. 4. Jahrhundert hätte man das niemals zugelassen und für völlig denkunmöglich gehalten, dass sich südafrikanische Bevölkerungen hier in Mitteleuropa ansiedeln.

in vorigen jahrhunderten haben sie auch noch hexen verbrannt

was sagt uns das jetzt? wohl vor allem, dass sie auf grund ihrer überholten denkweise in eine gesellschaft des 21. jahrhunderts schlecht integriert sind.

keine angst, kann ja noch werden.

... für völlig denkunmöglich gehalten, dass ...

nun, vor einigen jahrhunderten zb hat man es auch noch "für völlig denkunmöglich gehalten, dass" die erde keine scheibe ist!

offensichtlich sind hier ein paar mitmenschen im falschen jahrhundert (jaja, sogar jahrtausend) geboren! dort wären sie besser aufgehoben ....

und giordano bruno hatte doch recht....;)

nun, die menschen flüchten ja nach europa oder glaubens wirklich die flüchtlinge kommen gezielt nach österreich. da gibts kein bei der nächsten haltestelle steige ich aus auf so einer flucht....und über die verantwortlichkeit von europa brauchen wir wohl nicht reden. zu ihrer kleinen reise durch die jahrhunderte ist vielleicht noch anzumerken, dass der sklavenhandel zwischen 16. und 18. jahrhundert ein großes geschäft für die europäer war, und nachdem dieses ausbeutungsmodell geschichte war kam es ja bald danach zur kongo konferenz in berlin. (auch keine europäer beteiligt?) ach ja, und noch was, nicht alle sind aus dem süden afrikas, ich habe hier auch freunde aus dem sudan, gambia, ghana, somalia usw.

achtung! er wird dich festnageln wollen: europäer haben zwar sehr wohl afrika ausgebeutet, jedoch war ö daran nicht (direkt) beteiligt. er hat offensichtlich bewußt nur von ö gesprochen - augenauswischerei halt.
daß wir indirekt sehr wohl zur ausbeutung unseren beitrag leiste(te)n, indem wir - wie schon angeführt - zb. unsere schrottreifen autos teuer nach afrika verscherbeln, unsere gespendete altkleidersammlung (humana!) in afrika VERKAUFT wird & dabei ihre textilindustrie ruinier(t)en, wir für exotische früchte & dergl. kaum was zahlen wollen & die rohstoffe der lächerlichen preise wegen eigentlich erbeuten ... davor verschließen solche typen die augen, bezeichnen dies als "pseudovorwürfe". tja, einsicht ist nicht jedermanns sache!

"den vielen Breivik-fans hier im forum "

.
Breivik hat in seinem "manifest" wie wild gegen die "westlichen mainstream-medien" und gegen den papst gehetzt.
sogesehen hat der vermutlich wirklich viele fans hier im forum ....

ich hätte bitte gerne das recht auf die seychellen. Die wollen bis jetzt 1.5 mio euro für das unbefristete aufenthaltsrecht.

... was mach ich bloss falsch?

mein 'recht auf der suche nach einem besseren leben' lässt mich leider auch nicht einfach so nach australien oder neuseeland auswandern.

wieso nicht? hab ich keine rechte? oder gibts das recht nicht? wenn, dann muesste dieses recht ja fuer alle gelten und nicht nur fuer jene die nach europa wollen, oder ??

oh, dann machst du wirklich etwas falsch!
kenne einige, die nach australien ausgewandert sind. für diese ö war das eigentlich kein problem, warum also für dich?
meinst mit solch populistischen aussagen kannst wen beeindrucken?
(jaja, ich weiß - deinesgleichen sehr wohl! :( )

Kommen sie sich eigentlich gut vor, wenn sie in perfider Art gleich einmal ihr Publikum zu Massenmörderfreunden erklären?

Das ist die mieseste, billigste und widerwärtigste Art, sich selber zum guten Menschen zu machen.

???

"...nachdem österreich (auf kosten des globalen südens) sogar eines der reichsten länder der welt ist..."

Welches "südliche" Land wurde von Ö. ausgebeutet ?Können Sie das irgendwie mit Bespielen untermauern ?

die arbeiter, die den kaffee geerntet haben, den sie heute früh für recht wenig geld getrunken haben; die bauern, die ihre hühner nicht mehr gewinnbringend verkaufen können, weil ihr markt mit den restln von ihrem billigen filet zu mittag überschwemmt wird; die bergleute, die dabei verrecken, alle möglichen rohstoffe für den PC, mit dem sie gepostet haben, aus dem berg zu holen...

so ziemlich alles, was wir so konsumieren, wäre deutlich teurer, wenn keiner, der an der produktion beteiligt war, nicht ausgebeutet würde.

Aha. Also einmal sind wir schuld, weil wir afrikanische Produkte kaufen, einmal sind wir schuld weil wir ihnen Produkte verkaufen, dann sind wird Schuld weil wir Diktatoren boykottieren und weil wir Handel betreiben...

Das ist absurde Lügen-propaganda. Die emerging nations China, Indien, Türkei, Nigeria, Brasilien haben allesamt Wirtschaftswachstum von bis zu 10%. Internationalen Handel treiben die alle. Der Westen ist an den eigenen dramatischen Problemen schuld, und nciht für den Rest der Welt verantwortlich.

wer bitte gibt diesem posting, das inhaltlich absolut korrekt ist und seine aussagen leicht nachweisbar wahr, rote stricherl???

Menschen, die die Wahrheit nicht sehen/hören wollen.

Weder inhaltlich korrekt noch irgendwas nachweisbar.

"..so ziemlich alles, was wir so konsumieren, wäre deutlich teurer, wenn keiner, der an der produktion beteiligt war, nicht ausgebeutet würde..."

Die Waren werden zum größten Teil nach Weltmarktpreisen gekauft.

Das was unter Ausbeutung fällt lukrieren Unternehmer und (inländische) Korruption.

Ihr Weltbild ist ein bisserl zu einfach, mit alles was aus der 3. Welt kommt ist unterbezahlt und wenn etwas in die 3. Welt geliefert wird ist zu teuer oder auch zum Nachteil der dortigen Bevölkerung zu billig.

So iss es nicht.

Wenn er seinen Kaffe getrunken hat, geht er arbeiten und vieles von dem was hier erarbeitet wird kommt in die 3. Welt um dort die Rohstoffe zu bezahlen, die wir oft gar nicht so billig, dort einkaufen.

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