In der heutigen Runde geht es ums Eingemachte

29. November 2011, 11:46
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Einigen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber wieder nicht, ist der Weihnachtsfriede in Gefahr

Wien - Das Ringen um eine Gehaltserhöhung für die rund 520.000 Handelsangestellten in Österreich ist am Dienstag kurz nach 11.00 Uhr in die vierte und entscheidende Runde gegangen. Möglich ist heute sowohl ein Abschluss als auch ein Abbruch. Finden Arbeitgeber und Gewerkschaft wieder keinen Kompromiss bei den Prozenten, ist der Weihnachtsfriede im Handel in Gefahr. Die Arbeitnehmervertreter haben bereits angedroht, ihre Muskeln spielen zu lassen, falls es zu keiner Einigung kommt.

Die Gewerkschaft ist mit einer relativ hohen Gehaltsforderung von 4,2 Prozent in den Ring gestiegen, die Arbeitgeber haben in einem Erstangebot 2,9 Prozent und damit die Abgeltung der Inflation geboten. Für den Gehaltsabschluss 2012 wird die Inflationsrate von Oktober 2010 bis September 2011 herangezogen. Diese lag bei 2,8 Prozent.

Beim Rahmenrecht (Karenzanrechnung, Auszahlungstermin für Sonderzahlungen) haben die Arbeitgeber bereits Zugeständnisse gemacht. Die Gewerkschaft fordert die Anrechnung der Karenzzeiten auf die Vorrückungszeit für die Gehälter sowie eine um einen Monat frühere Auszahlung des Urlaubs-und Weihnachtsgeldes. Die Arbeitgeber boten bisher eine frühere Auszahlung des Urlaubsgeldes sowie die Anrechnung der Karenzzeiten im Ausmaß von zehn Monaten für das erste Kind auf die Berufsjahre und auf die Jubiläumsgelder, weiters die Anrechnung von zehn Monaten für Hospizkarenz.(APA)

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