Der 13. Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben ist am Montag zu seiner letzten Etappe aufgebrochen. Die Lastwagen mit den elf Atommüll-Behältern verließen nach Angaben eines AFP-Reporters gegen 18.45 Uhr die Verladestation in Dannenberg, wo sie seit dem Morgen nach und nach per Kran vom Zug auf die Lkw umgeladen worden waren.
Der Zug mit dem strahlenden Abfall aus dem französischen La Hague war nach einer rund 109-stündigen Fahrt im niedersächsischen Wendland eingetroffen. Der Transport ist damit der am längsten dauernde Castor-Zug ins Wendland: Am
vergangen Mittwoch war der Transport um 16.00 Uhr in Valognes in der Normandie gestartet.
Bei Zusammenstößen wurden der Polizei zufolge insgesamt mehr als 50 Beamte
verletzt. Die Bürgerinitiative sprach von rund 200 verletzten Demonstranten.
Aktuellste Entwicklung von den Protesten: Wie Global 2000 Österreich berichtet, wurde am Montagnachmittag damit begonnen, die letzte Blockade vor dem Zwischenlager Gorleben zu räumen. Auf der Zufahrtsstraße zum Atommüll-Lager hatten sich nach Angaben der Anti-Atom-Initiative X-Tausendmalquer rund 1600 Demonstranten zu einer Straßenblockade versammelt. Einem Polizeisprecher zufolge waren es etwa 500. Die Stimmung vor Ort sei "friedlich und ausgelassen", sagte er. Bauern aus der Umgebung hätten kurz hinter Dannenberg bei Splietau zudem mit 25 Traktoren eine der zwei möglichen Strecken versperrt, die die Lkw nach Gorleben nehmen können.