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Ansichtssache: Castor-Transport auf letzter Etappe

Ansichtssache | 28. November 2011, 10:18

Der 13. Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben ist am Montag zu seiner letzten Etappe aufgebrochen. Die Lastwagen mit den elf Atommüll-Behältern verließen nach Angaben eines AFP-Reporters gegen 18.45 Uhr die Verladestation in Dannenberg, wo sie seit dem Morgen nach und nach per Kran vom Zug auf die Lkw umgeladen worden waren.

Der Zug mit dem strahlenden Abfall aus dem französischen La Hague war nach einer rund 109-stündigen Fahrt im niedersächsischen Wendland eingetroffen. Der Transport ist damit der am längsten dauernde Castor-Zug ins Wendland: Am vergangen Mittwoch war der Transport um 16.00 Uhr in Valognes in der Normandie gestartet. Bei Zusammenstößen wurden der Polizei zufolge insgesamt mehr als 50 Beamte verletzt. Die Bürgerinitiative sprach von rund 200 verletzten Demonstranten.

Aktuellste Entwicklung von den Protesten: Wie Global 2000 Österreich berichtet, wurde am Montagnachmittag damit begonnen, die letzte Blockade vor dem Zwischenlager Gorleben zu räumen. Auf der Zufahrtsstraße zum Atommüll-Lager hatten sich nach Angaben der Anti-Atom-Initiative X-Tausendmalquer rund 1600 Demonstranten zu einer Straßenblockade versammelt. Einem Polizeisprecher zufolge waren es etwa 500. Die Stimmung vor Ort sei "friedlich und ausgelassen", sagte er. Bauern aus der Umgebung hätten kurz hinter Dannenberg bei Splietau zudem mit 25 Traktoren eine der zwei möglichen Strecken versperrt, die die Lkw nach Gorleben nehmen können.

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foto: reuters/wolfgang rattay

In der Umladestation wurden die rund 120 Tonnen schweren Castoren auf Speziallastwagen umgeladen, um dann in das rund 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben gefahren zu werden.

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foto: reuters/wolfgang rattay

Der Verladeprozess dauert bis zu 15 Stunden. Befürchtete starke Windböen, die die Umladung verzögern könnten, gab es zunächst nicht.

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foto: reuters/wolfgang rattay

Greenpeace-Experten messen seit 5.00 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronenstrahlung am Castortransport, so die NGO. Die Messungen nach den ersten Behältern würden zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport erneut hoch ist.

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foto: reuters/alex domanski

Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern habe Greenpeace noch eine Neutronenstrahlung von 4,5 Mikrosievert pro Stunde nachweisen können, "über 600-mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen".

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foto: reuters/fabrizio bensch

Zwar liege die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die zulässige Jahresdosis an Radioaktivität würde aber in direkter Nähe der Behälter innerhalb weniger Stunden erreicht.

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foto: reuters/fabrizio bensch

Wenige Kilometer vor Dannenberg hatten Atomkraftgegner in der Nacht zum Montag eine wichtige Blockade für den Castor-Transport aufgegeben. Nach 14 Stunden wurden vier Aktivisten aus einer Betonpyramide befreit, mit der sie sich an die Bahngleise bei Hitzacker gekettet hatten. Die Polizei sei nicht in der Lage gewesen, die Frau und drei Männer aus dem Beton zu befreien, sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg. Diese hätten dann entschieden, die Aktion zu beenden.

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foto: reuters/alex domanski

Vier Greenpeace-Aktivisten haben sich laut der NGO in Klein Gusborn zwischen Dannenberg und Gorleben in einem Transporter auf der Straße im Asphalt festgemacht. Eine Durchfahrt ist den elf Castorbehältern auf ihrem Weg vom Verladebahnhof in Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben somit versperrt. Auf einem Banner steht "Ausstieg aus Gorleben - Castor Stopp"."

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foto: marc müller dpa/lni

"Diese Castoren haben in Gorleben nichts zu suchen. Der Transport ist illegal", so Tobias Münchmeyer, Atomexperte von Greenpeace. "Der Strahlengrenzwert wird bis Jahresende überschritten, weiterer Atommüll darf hier nicht gelagert werden. Die Genehmigung des Castortransports ist rechtswidrig."

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foto: marc müller dpa/lni

Zuvor hatten Demonstranten auch an anderen Orten entlang der Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg immer wieder für unplanmäßige Stopps gesorgt.

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foto: marc müller dpa/lni

Zudem hatten sich rund 200 Vermummte in einem unübersichtlichen Waldstück eine heftige Auseinandersetzung mit Polizisten geliefert, bei der auch Journalisten mit Wurfgeschoßen attackiert worden waren. Aber nicht überall war die Stimmung derart aufgeheizt. (red, APA)

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Bonnie Prince Charlie
00
29.11.2011, 15:23

Was John Pike wohl mit denen gemacht hätte?

princess of fame
32
28.11.2011, 15:53
Neutronenstrahlung am Castortransport

Wenn die "Messungen nach den ersten Behältern ... zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport erneut hoch ist", wieso tun die Greenpeace und andere Aktivisten den Transport verzögern und riskieren eine verstrahlte Bevölkerung, verstrahlte Fauna und Flora?

W.E.
00
28.11.2011, 18:50

Die Strahlenbelastung in unmittelbarer Nähe der Züge ist geringer als die natürliche Hintergrundstrahlung in vielen Gegenen Deutschlands.

Sie haben Ideologie? Wir dagegen feste Überzeugung!
00
29.11.2011, 02:11

Das ist gelogen. 4,5 Mikrosievert pro Stunde sind 39,4 Millisievert pro Jahr. Am Gebirge sinds gerade mal 5 mS/Jahr. Nicht das es dramatisch ist, mal in der nähe des Castors zu sein, aber in Wohnung stellen würde ich ihn mir nicht.

gigngogn
 
00
29.11.2011, 17:54
4,5µSv/h in welcher Entfernung vom Behälter und bei welchem Castor Typ?

Sie haben Ideologie? Wir dagegen feste Überzeugung!
00
29.11.2011, 23:12

Lesen sie doch den Artikel. 14m.

Erstversuch
00
29.11.2011, 16:52
Woher sind denn die 4,5 Mikrosievert/h?

Sie haben Ideologie? Wir dagegen feste Überzeugung!
00
29.11.2011, 17:28

Lesen Artikel?

kooling
00
28.11.2011, 17:09
her dullness?

princess of fame
13
28.11.2011, 18:10
Was erlaubt Er sich, Mann von niederer Herkunft?

Er ist aufgrund seiner Herkunft nicht in der Lage, an gehobenen Gedanken teilzuhaben, er ist aufgrund seiner sozialen Stellung nicht im Rechte, an Gesprächen teilzunehmen und er ist last and least aufgrund seiner Rohheit nicht in der Lage, den Pöbel zu verleugnen.
Werfe er sich zu Poden, Purche!
;-)

Erstversuch
00
28.11.2011, 17:56
Ist eh von Greenpeace hat nur 20 Nicks

ranagn
00
28.11.2011, 15:01

Ein Polizist hat gerade "aus versehen" die Ladung Mist eines Traktors den er hätte wegführen sollen auf die Fahrbahn geleert. - Es ist nicht alles schwarz-weiß...

W s
47
28.11.2011, 14:13

„Jetzt mögen euch die Journalisten der Welt in den Arsch kriechen, aber ich nicht, meine Lieben. Ihr habt die Gesichter verwöhnter Gören, und ich hasse euch, wie ich eure Väter hasse. Als ihr euch mit den Polizisten geprügelt habt, gehörte meine Sympathie den Polizisten, weil sie die Söhne armer Leute sind.“

Pier Paolo Pasolini im Juni 1968

Markus2001
23
28.11.2011, 15:04

So einen Blödsinn hat der Pasolini dahergeredet? Aber in welchem Kontext? Es kommt schon immer auf den Kontext an.
Abgesehen davon glaube ich, dass die Polizisten da mehr Geld verdienen als die meisten der Demonstranten. "Arm" sind die nicht.

mikromalist
 
03
28.11.2011, 14:49
Ja, PP Pasolini war ziemlich verblendet.

Er negierte, dass auch die Mafia vorgab, Söhne armer Leute ....

kabab
10
28.11.2011, 13:28
was mich interessieren würde

gibt’s eigentlich im Iran auch Atomkraftgegner?
und würde die Polizei ihnen die Hände abhacken oder rollt der Zug einfach drüber bei solchen Aktionen?
fragen über fragen....

Sepp Oberberger-Unterhausner
01
28.11.2011, 14:29

Ja, sehr wahrscheinlich gibt es Atomkraftgegner.

Es wäre nicht die iranische Polizei, sondern eher die Armee, oder irgendwelche paramilitärische Spezialeinheiten, welche die Demonstranten wahrscheinlich nicht einmal in die Nähe der Gleise lassen würde, sondern gleich vorher einkerkert.

kabab
10
28.11.2011, 13:28
was mich interessieren würde

gibt’s eigentlich im Iran auch Atomkraftgegner?
und würde die Polizei ihnen die Hände abhacken oder rollt der Zug einfach drüber bei solchen Aktionen?
fragen über fragen....

nichts ist so einfach wie es scheint
01
28.11.2011, 13:28
Welchen Sinn haben diese Demonstrationen?

In Deutschland ist der Atomausstieg beschlossen Sache, da wahrscheinlich auch der Großteil der Bevölkerung dahinter steht.
Der Atommüll um den es hier geht ist bereits Produziert und MUSS gelagert werden, somit ist die Frage nach Endlager, Zwischenlager,… (wie sicher die auch sind) sinnlos, sie werden jetzt einfach benötigt!
Des weiteren muss jedem klar sein, dass Deutschland seinen Atommüll wieder zurücknehmen muss, der zur Wiederaufbereitung im Ausland ist. Es sei dabei angemerkt, dass die Aufbereiten selbst, momentan, sinnvoll ist.
Zusammenfassend verstehe ich, dass gegen Atomkraft demonstriert wird, aber NICHT die Demonstrationen gegen CASTOR Transporte. Diese hätte man vor Jahren verhindern müssen indem man keine AKWs gebaut hätte.

Mathias Steinlaus
 
00
28.11.2011, 15:42
Die Problematik bei der Atommüllagerung ist nichts Neues:

Schon seit Jahrzehnten wird an der Lösung des Problemes der Lagerung von Atommüll geforscht. Nur wurde dabei bekannt, daß es sowas wie Endmülllager nie geben wird - zumindest nie auf der Erde!

( http://de.wikipedia.org/wiki/Scha... nlage_Asse )

Auch wurde wie im obigen Fall oft von sicherer Lösung gesprochen, während Kritiker schon immer davon ausgegangen sind, daß das nur beruhigende polemische Floskeln seitens der Verantwortlichen sind.

Wäre das Zeug nicht so gefährlich, dann könnten sich der Stoiber oder die Merkel die Müllfässer im eigenen Keller lagern ...

Michael Renner
 
01
28.11.2011, 13:45

Die Proteste richten sich gegen die nicht diskutierte Lagerproblematik. Alles was momentan passiert basiert auf Handstreichartigen Entscheidungen aus den 70ern.

Bisschen Lesestoff: http://de.wikipedia.org/wiki/Endl... rntechnik)

nichts ist so einfach wie es scheint
00
28.11.2011, 14:02
Die Demonstration gegen getroffen Entscheidungen ist etwas sinnlos.

FerdlGriesgram
01
28.11.2011, 15:27

nu, viel ahnung haben sie nicht. da gäbe es zb. in österreich ein wunderbares in betrieb befindliches kkw in zwentendorf, wenn dem so wäre.

nichts ist so einfach wie es scheint
00
28.11.2011, 15:38

Habe 2min später mein Posting ergänzt! (Siehe weiter unten) Entschuldigen Sie bitte, dass ich unabsichtlich auf posten gedrückt habe!

Sie haben Ideologie? Wir dagegen feste Überzeugung!
00
28.11.2011, 14:54

Welche Entscheidung ist den getroffen? Bitte informieren.

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