Millionenbetrug: 50-Jähriger vor Gericht

28. November 2011, 07:29
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Er soll die Deutsche Bank um 1,9 Millionen Euro geschädigt haben

Salzburg - Ein 50-jähriger Österreicher muss sich am Montag wegen schweren Betruges und Untreue vor einem Schöffengericht in Salzburg verantworten. Er soll in Zusammenhang mit der Umgestaltung eines russischen Militärflughafens in einen Zivilflughafen mit Gewerbefläche im deutschen Brandenburg vor 15 Jahren 306.775 Euro Subventionen erschlichen und die Deutsche Bank um 1,9 Millionen Euro geschädigt haben.

Zwei weitere Kreditbetrügereien zum Nachteil anderer Banken mit einem Schaden von rund 500.000 Euro sind laut Anklage der Staatsanwaltschaft Salzburg beim Versuch geblieben. Der ehemalige Geschäftsführer mehrerer Unternehmen in Deutschland soll auch rund 1,2 Millionen Euro an Firmengeldern auf sein Privatkonto überwiesen und rund 215.000 Euro teilweise titellos von einem Firmenkonto auf andere Firmenkonten umgeschichtet haben.

Auslieferung nicht möglich

Der Beschuldigte saß in Deutschland kurzfristig in U-Haft, zu einem Prozess am Landgericht Potsdam im Jahr 2005 ist er nicht erschienen - er hatte seinen Wohnort nach Salzburg verlegt. Eine Auslieferung nach Deutschland war nicht möglich, weil er Österreicher ist. Deshalb findet der Prozess jetzt am Landesgericht Salzburg statt. (APA)

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