Nato-Angriff: Peking stellt sich auf Islamabads Seite

28. November 2011, 11:24

Pakistan weist US-Vorwürfe zurück, dass eigene Soldaten zuerst das Feuer auf ISAF- und afghanische Truppen eröffnet hätten

Islamabad - Zwischen Pakistan und den USA herrscht nach dem NATO-Angriff auf einen pakistanischen Posten im Grenzgebiet zu Afghanistan mit 24 Toten politische Eiszeit. Der pakistanische Militärsprecher wies US-Berichte zurück, dem zufolge pakistanische Soldaten das Feuer zuerst eröffneten. "Dies ist falsch, sie suchen nur Ausreden", sagte Generalmajor Athar Abbas zur Nachrichtenagentur AFP. "Und übrigens: Was sind denn ihre Verluste?"

Das "Wall Street Journal" hatte zuvor unter Berufung auf drei afghanische und einen westlichen Verantwortlichen berichtet, Soldaten der afghanischen Armee und der ISAF-Truppe seien an der Grenze unter den Beschuss des pakistanischen Militärpostens geraten. Zudem seien die pakistanischen Behörden rechtzeitig informiert worden, dass die ISAF Luftunterstützung für einen Einsatz gegen die Taliban angefordert habe.

Zwar haben die USA eine eigene Untersuchung des Falles angekündigt, trotzdem demonstrierten zahlreiche Pakistaner am Sonntag gegen die Macht der USA. In der Hafenstadt Karachi versammelten sich vor dem US-Konsulat rund 700 Demonstranten mit Sprechchören wie "Nieder mit Amerika!" Sie verbrannten ein Bild von US-Präsident Barack Obama. In Multan wurden bei einer Demonstration mit mehr als 300 Teilnehmern US- und NATO-Flaggen verbrannt.

Beileidsschreiben aus Peking

Die pakistanische Verstimmung spielt China in die Karten, das in den letzten Monaten militärisch näher mit Pakistan zusammenrückte. Nun übermittelte China Pakistan ein Beileidsschreiben, wie das Außenministerium in Peking am Montag mitteilte. Man zeige sich schockiert über den folgenschweren NATO-Angriff. Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität Pakistans seien zu respektieren. Zudem müsse der Vorfall genau untersucht werden.

Bei dem ISAF-Luftangriff auf den Stützpunkt waren am Samstag 24 pakistanische Soldaten getötet worden. Es war der blutigste derartige Angriff seit dem Beginn des ISAF-Einsatzes vor zehn Jahren. Pakistans Regierung verurteilte die Attacke und kündigte eine Überprüfung ihrer Zusammenarbeit mit der NATO und den USA an. Die NATO sprach ihr Bedauern aus und sagte eine Untersuchung zu. Die Bergregion zwischen Pakistan und Afghanistan gilt als Hochburg der aufständischen Taliban. (red/derStandard.at, APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 51
1 2
kurt haenel
 
20
28.11.2011, 23:08

die Politik Pakistans war für mich schon immer zwielichtig....

Was haben denn die Taliban, die doch Pakistani sind, in Afghanistan zu suchen ?

Mostbluzza
02
29.11.2011, 09:47
gibt es nicht,

es gibt keine taliban, wir sprechen hier von einer religiösen gruppe.

pakistani und afghani gibt es ebenso nicht. das sind willkürlich gesetzte grenzlinien, erst keine paar jahrzehnte alt.

alle menschen in dieser gegend, vom hindukusch bis zum himalaya und vom kaspischen mehr bis zum ozean, sind paschtunen, turkvölker, mongolische völker, minderheiten aus indien, perser uvm.

Gustav Gans der Wahre
13
28.11.2011, 21:56
Bei EINEM politischen Mord im Libanon wird eine internationale Kommission eingesetzt

Im Falle Pakistan soll die Untersuchung von den Tätern durchgeführt werden???
Ist das ein Witz?
Her mit einer internationalen Untersuchung!!

Bastardl
22
28.11.2011, 17:29
Die indische Kashmir-Grenze wird ja auch immer wieder "versehentlich"

von den Pakistanis unter Beschuss genommen...

Also mich wundert bald nichts pakistanisches mehr!

Peacefaktor
39
28.11.2011, 16:54
Mir kommt es fast so vor,

als würde ein zusammenbrechendes System mit letzten Verzweiflungstaten versuchen einen Weltkrieg zu entfachen um den Zusammenbruch des Geldsystems zu verschleiern und die Aggressionen auf äußere Feinde zu lenken.
Seit Jahren gibt es eine unglaubliche Propaganda gegen den Islam, oder gegen den Iran. Und je tiefer die Krise, desto aggressiver die eigenen Taten und Anschuldigungen.
Die Chinesen haben sich schon lange an Pakistan angenähert und die Pakistaner vertrauen den Chinesen mehr als dem Westen. Trauriger Weise wundert das gar nicht mehr.
Dass man dort dauernd Terror verübt birgt also auch von dieser Seite her enormen Sprengstoff.
Wir Menschen dürfen uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Es lenkt nur von den wahren Tätern ab.

DerStadtrat
04
28.11.2011, 20:08
stimme zu

zu 95%...

"Wir Menschen dürfen uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Es lenkt nur von den wahren Tätern ab."

Wir Menschen hetzen uns ja nicht gegenseitig auf. Jeder weiß dass nicht die Bevölkerung, sondern nur einige wenige dafür arbeiten den Krieg entfachen zu lassen. Und leider gibt es auch Menschen die deren Befehle befolgen. Wenn sie die Befehle nicht befolgen werden sie ausgetauscht durch jemanden der es tut.
Ich bin zwar Grundsätzlich kein Pessimist, jedoch hat eine Systemkrise von diesem Ausmaß immer in Krieg geendet.
Soweit ich das beurteilen kann richten sich die meisten Aggressionen aber eher gegen die USA als gegen Europa. Ich hoffe dass wir da nicht mit rein gezogen werden.

Peacefaktor
00
30.11.2011, 18:49
Meiner Ansicht nach wird es darauf ankommen,

wie manipulierbar die Bürger sind.
Wir Bürger müssen uns viel mehr, als dies die bisherigen Occupy- oder sonstige Bewegungen gemacht haben, dahingehend artikulieren und auch erst finden, dass man ein anderes System will, dass auf einem Miteinander beruht und Hunger und Armut oder Krieg, bzw. Gewalt nicht mehr akzeptiert.
Wir Bürger sind es, die lautstark nach anderen Lösungen fordern müssen, wir Bürger sind es, die sich mit dem Leben und Systemen, die uns dienen und nicht ein paar wenigen Familien, auseinandersetzen müssen. Wenn wir Bürger weiterhin über uns bestimmen lassen, dann wird es sicherlich so kommen, wie Sie schreiben. Wenn die Menschheit, und damit die Menschen, die sich diese Erde teilen gelernt haben, gibt es Hoffnung.

Mostbluzza
01
29.11.2011, 09:54
stimme ich auch zu,

aber läuft nicht alles nach einem muster ab?

es ist doch immer dasselbe, genau für den fall gibt es ja bündnissysteme und allianzen, gespickt mit eigenen nationalen interessen (ob man neutral ist oder jemanden verrrät). man merkt doch, wie sich länder positionieren und auch aus partnern feinde werden (türk-syrien). da helfen oft auch gemeinsame feinde (israel) nichts.

europa ist klar wo es steht - und zwar komme was wolle! alte rechnungen (balten, polen) und "perspektiven" zur erweiterung tragen dazu bei. ungeklärte grenzen (balkan, GR), dazu rohstoffkriege, die sowieso kommen.

es kann nicht anders kommen, wie es immer kam. wenn einem das wasser bis zum hals steht beginnt das werkel zu laufen. auslöser (iran,korea,israel) ist beliebig.

Astroturfer_57
 
02
28.11.2011, 16:28
China hat dieses Jahr

verlautbaren lassen, einen Angriff gegen Pakistan, wie einen Verletzung eigener Hoheitsgebiete zu bewerten und auch dementsprechend zu reagieren.

Totaler Durchblicksstrudel
00
28.11.2011, 20:05

Und was wollen sie mache? China ist vom Konsum der amerikanischen Bürger abhängig wie ein Süchtiger. Würden die USA die Einfuhren aus China begrenzen oder gar stoppen, würde sich dort innerhalb eines halben Jahres ein Aufstand entwickeln, gegen den der arabischen Frühling ein Lerchersch... wäre.

Mostbluzza
00
29.11.2011, 09:58
und der schaden der usa (westens)

die dann ohne dollar dastünden wär kleiner - oder wie?

wenn china will, zerbröselnd die die usa.

konventionell in pak/afgh. sowieso und finanztechnisch auch.
nur politisch ist die usa noch eine macht, grösser als china. aber "regional" nur, wenn die usa die inder im boot hätten. ansonsten brauchens dort (afgh./pak) dann ausser bodybags nichts mehr.

Totaler Durchblicksstrudel
00
29.11.2011, 11:12

Was China will oder nicht will hat kaum einen Einfluss auf die USA. Die wirds auch nicht so schnell zerbröseln.
Dollar können die USA soviel drucken wie sie wollen.
China weiß das auch alles und verhält sich dementsprechend. Ob es in zehn, zwanzig Jahren immer noch kuscht, oder dann die sich abzeichnende Rivalität annimmt wird sich zeigen.
Um diese Herausforderungen aber bestehen zu können, hat China noch viele, viele Hausaufgaben zu machen.

rubbberduck
01
28.11.2011, 17:31

das war anscheinend nur eine leere worthülse. china kann es sich nicht leisten gegen die usa krieg zu führen, genauso wie umgekehrt.

soseies
31
28.11.2011, 20:32

und warum zündeln die usa dann...

rubbberduck
00
29.11.2011, 01:31

wo haben sie gezündelt?

DerStadtrat
00
28.11.2011, 20:08
Aber sie können den mittleren Osten unterstützen sich selbst zu verteidigen.

Totaler Durchblicksstrudel
00
29.11.2011, 11:16

Klar, aber das ist ein zweischneidiges Schwert. Erstens vertieft sich damit der Konflikt mit Indien, zweitens blickt auch China dem Aufstieg des politischen Islams entgegen, drittens besteht die Gefahr, dass die USA dann den Rivalen Chinas hilft "sich zu verteidigen".
Keine so großartige Strategie...;)

rubbberduck
00
28.11.2011, 20:39

das haben die usa auch mal getan. und ist die situation jetzt. für die menschen im nahen osten wird sich absolut nichts ändern. die profiteure ändern sich.

rubbberduck
00
28.11.2011, 21:27

+ wie

Georg Schütt
62
28.11.2011, 16:27
Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität Pakistans seien zu respektieren.

Das sollte China mal den Tibetern sagen!

DerStadtrat
00
28.11.2011, 20:09
Tibet war zumindest auf dem gleichen Kontinenten wie China :)

Roger Waters
20
28.11.2011, 17:32

Unverständlich, dass hier jemand diese Aussage ablehnt, China ist eine barbarische Diktatur, an deren Gängelband fast der gesamte Westen hängt. Tibet ist ein von den Chinesen geschundenes Land

Mostbluzza
01
29.11.2011, 10:00
ja das war tibet auch bevor die chinesen kamen

so gesehen haben sie sich nicht verschlechtert, zumindest körperlich passiert den mönchen nix, ausser sie zünden sich selber an.

das ist nicht das thema. der us-irak ist tibet hoch zehn.

Roger Waters
00
29.11.2011, 15:45

Es hat sich nichts verschlechtert? Illusionist! Es wird gefoltert und gemordet, von dem Verlust der Freiheit und Selbständigkeit gar nicht zu reden.

Auffrechnen der Zustände IRAK/AFGANISTAN mit Tibet ist unseriös.

China ist kein Land der Freiheit und sich selbst als solches zu inzenieren pure Propaganga.

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