Videocast von Robert Misiki - Folge 209

Maria Fekters Krieg gegen die Mathematik

27. November 2011, 21:47

Sparen und kürzen, aber darauf hoffen, dass die Wirtschaft floriert - das ist ziemlich unlogisch.

Schuldenbremse in die Verfassung, eine Obergrenze für Steuern und Abgaben noch dazu, eine Kürzungsorgie von drei Milliarden, und Vermögenssteuern natürlich nie und nimmer - einen ziemlichen Irrsinn absurder Forderungen müssen wir gerade über uns ergehen lassen. Super Idee: Warum schreiben wir nicht gleich das Programm des ÖVP-Wirtschaftsbundes in die Verfassung? Aber das wird die Märkte natürlich sehr beruhigen, weil einem Voodoo-Wunder gleich, wird die Wirtschaft wieder in Schwung kommen und die Märkte werden aufhören, so nervös zu sein, wenn wir das alles in die Verfassung schreiben. Noch besser wäre es natürlich, wenn man keine Finanzministerin hätte, die an Voodoo glaubt, sondern eine, die rechnen kann.

FS Misik hat noch mehr gute Ideen, was man alles in die Verfassung schreiben könnte.

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Posting 1 bis 25 von 181
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Chris Quast
10
5.12.2011, 01:29

in welchem perzentil wird wohl der misik sein ?

denke irgendwo zwischen

Tabula
01
5.12.2011, 01:25
wir wissen es doch alle eh scho insgeheim

leidergottes hat weder der misik recht noch die sparprediger!

die zinsen werden uns früher oder später so oder so auffressen.

wenn man rechnen kann kommt man sowieso unweigerlich zu diesem schluss... das bringt exponential wachstum und zinseszins einfach so mit!

es wird zeit unseren weg zu überdenken!
es gibt mittlerweile genug alternative pläne für ein NACHHALTIGES wirtschaften in der schublade die nur ausgepackt und umgesetzt werden müssen.

eines steht fest: es wird sich gewaltig etwas ändern in naher zukunft! es liegt an uns zu entscheiden ob wir uns jetzt kontrolliert in diese richtung bewegen oder ob wir erst wieder mal die ganze bombe hochgehen lassen.
so weitermachen (egal ob sparen oder schulden) geht sicher nicht mehr lang

1x1
00
6.12.2011, 10:58

Wer keine Schulden macht, ist selber Schuld.
Man muss nur aufpassen, dass man das AAA Rating behält. Solange frisst die Inflation die Schulden schneller, als der Zins sie erhöht.

1x1
00
4.12.2011, 21:28

Vermögenssteuer? Da wird in der tollen Statistik gezeigt, dass die Schweiz ganz viel aus der Vermögenssteuer holt. 7.3 Prozent nämlich.
Aha.
In der Schweiz werden die Reichen verschont: sie können sich ihre Abgaben mit dem Finanzamt aushandeln! (siehe Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Co.)
Wer also zahlt? Alle Häuslbauer! Durch den bescheuerten "Eigenmietwert" muss jeder Eigentümer imaginäre Mieteinnahmen versteuern. Einzigartig dumm. Wollen wir sowas?

Elron Abarth
00
6.12.2011, 10:26

nein, wir wollen progressive Vermögenssteuern beginnend mit 1% p.a. mit 500.000 € Nettovermögen als Freibetragsgrenze und regelmäßiger Inflationsanpassung der selben.

Also zumindest ich will das.

1x1
00
6.12.2011, 21:24

Das bedeutet, dass sie tausende neue Beamte einstellen müssen, die Häuser bewerten, Umbauten einstufen, etc. (siehe Bern)

Ich will so einen Blödsinn nicht.

Lew Dawidowitsch
 
12
2.12.2011, 10:14

Großartig!

momodeluxe
01
30.11.2011, 06:57

bitte das kann so nicht stimmen.

immerhin hat der beste bundeskanzler aller zeiten bereits 2003 verkündet, "So müsse das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes über den Konjunkturzyklus außer Streit stehen." erfolgversprechend war dabei auch gleich die formuliertung "Wer mit uns verhandeln will, darf keine Bedingungen stellen. Wir werden niemals Bedingungen akzeptieren."
http://derstandard.at/1189942

in diesem paralleluniversum gibts auch das problem der abgabenquote nicht mehr: "Die Steuer- und Abgabenquote soll bis 2006 auf unter 43% sinken. Ziel der Regierung sei die Schaffung eines ausgeglichenen Haushalts über den Konjunkturzyklus, erklärte Schüssel."
http://www.bka.gv.at/site/info... fault.aspx

Tomminger
34
29.11.2011, 13:13

@ alle, die meinen, Misik wolle mehr Schulden: Quatsch, er fodert eine argumentative Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen. Wenn ich einem Reichen € 100,- /Monat wegnehme, gibt er genauso viel aus, wie zuvor. Wenn ich einem mit 1.300,- Einkommen € 100,- wegnehme, gibt er um € 100,- weniger aus. D.h. einerseits dem Niedrigverdiener nicht mehr wegnehmen (auch nix dazugeben), dem Großverdiener notgedrungen noch etwas wegnehmen und das Vermögen, welches hauptsächlich bei den Großverdienern liegt, zumindest nicht mehr beinahe steuerfrei zu stellen. So kann das Staatseinkommen mit möglichst geringem Verlust der Wirtschaftsleistung erhöht werden.

Das sind alles keine Radikalansätze, sondern eine integrierte Sichtweise Realität.

Isegrim1
31
29.11.2011, 18:53

Außerdem natürlich verlangt Misik, dass man Schulden machen muss.
Wenn ein Staatshaushalt bísher nie ausgeglichen war und man fordert nicht zu sparen bedeutet das, dass man das Schuldenmachen weiter fordert.

Isegrim1
31
29.11.2011, 18:51

Woher wissen Sie das er genauso viel ausgeben wird?
Nur weil er mehr Geld hat? Vllt hat er auch mehr Fixkosten, so dass er sich auch wo einspart?
Außerdem wenn Sie die Diskussionen verfolgt haben schwebt den Leuten die sowas fordern nicht nur 100€/Monat wegnehmen vor.

Explorateur
12
29.11.2011, 16:33
wow...

"integrierte Sichtweise (der) Realität" ....klingt sehr beeindruckend, machts leider trotzdem nicht richtiger.

Oh my God !
36
29.11.2011, 10:38
saudumme Polemik, dieser Hinweis auf Uganda

auch der Rest war auch grenzwertig, typisch für die Schuldenunionisten aus der 4. Internationale.

mikromalist
 
00
29.11.2011, 09:28
Ein wenig nicht-lineare Mathematik.

Wer jetzt eine Investition in die Zukunft auf Pump fordert, muss wissen, dass diese mit wachsenden Zinsen belegt werden, WEIL sie auf Pump geschieht.

Anders wäre es, würde die Politik sagen: liebe Bevölkerung, wir brauche jetzt EUR 1 Mrd für eine extra ÖBB Investition, hier ist eine Erlagschein über EUR .., wir brauchen mehr Subventionen für die Grossbauern, hier ist ein Erlagschein, ..... wir müssen noch der Bauwirtschaft unter die arme greifen, hier ist ein Erlagschein über, ...

Und dann könnte es aber Folgendes passieren: wir müssen jetzt dieBanken retten, weil ihr habt ja alle eure Spardepots geplündert, hie ist ein Erlagschein über .... ?

Langer Hans1
01
29.11.2011, 07:22
Logik

Natürlich bin ich für eine Reichenbesteuerung, aber wenn ich ein Budgetloch von z.B. 10 Mrd. hab und die optimistischten Schätzungen für eine Reichensteuer bei 1 Mrd. liegen, dann kann ich mir schon ausmalen, an wem die restliche Summe hängen bleibt.

Und noch höhere Steuern und Abgaben für die breite Masse kann und will ich nicht akzeptieren.

Und wieso keine Abgabengrenze. Das heißt ja nicht, dass man eine Reichenbesteuerung einführt und gleichzeitig die Belastung bei den Durchschnittsverdienern reduziert.

Der Staat soll einfach mit den Unsummen an Steuern haushalten lernen und nicht einfach mit neuen Abgaben strukturelle Probleme auf die lange Bank schieben.

stan dard1
01
29.11.2011, 06:41
am ende des tages wird jeder seinen beitrag leisten müssen

meinte der michl spin(er)delegger gestern in zib2. einen satz den er jetzt schon seit wochen ohne irgendwelche klaren vorstellungen dazu predigt. wie lange wollen wir uns dieses politische disaster eigentlich noch bieten lassen. bei der nächsten wahl werden dann er und die fekter mit den geilomobil auf wählerfang gehen um das bzö zu überholen*gg*.

mikromalist
 
00
29.11.2011, 08:49
Insgeheim hofft er ja,

dass es kein Ende des Tages gibt und es sich zu Raiffeisen absetzen kann.
Dort werden sie sich dann gegenseitig Geld leihen ....

amused8
00
29.11.2011, 03:16
Spart der Staat, droht eine neue Rezession

Im Gegensatz zu den meisten hochverschuldeten westlichen Ländern (USA, Großbritanien, Italein, Portugal, Spanien, Irland) gibt es in Österreich kaum japanische Verhältnisse, wie sie dort nach Platzen der Immobilienblase 1989/1990 herrschten Bilanzrezession). Trotzdem steht auch Österreich inmitten dieser weltweiten Entwicklungen, zu der nur eines gesagt werden kann: Spart der Staat, droht eine neue Rezession. Siehe hier:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaf... y/22233283

Der einzige Ausweg, um sich nicht zu stark weiter zu verschulden sind einnahmenseitige Massnahmen. Und natürlich soll der Staat bei den Ausgaben umverteilen dorthin, wo es zukunftsträchtig ist.

Isegrim1
10
29.11.2011, 18:55

Klar der Staat komtm jetzt schon nicht mit 50% Steuerquote aus, dann muss sie nch höher, ja nicht eingestehen, dass das Schlaffarenland von dem wir reden und träumen eine Blase so wie alles anderes ist.

sturmy81
00
29.11.2011, 00:37

s.g hr. misik,
was halten sie eigentlich von der werbung vor ihrem video??

raymond a
12
28.11.2011, 23:03

minus mal minus macht plus

das ist zwar in der Mathematik richtig

daraus abzuleiten, dass man deshalb unbegrenzt Schulden machen kann, eine für Misik typische Milchmädchenrechnung

f l o
 
03
28.11.2011, 22:24
dazu muss man allerdings fairerweise sagen ...

... die mathematik ist ideologisch erfahrungsgemäß sehr weit links. der kann man nicht trauen.

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01
28.11.2011, 22:37

weil sie mit dem verstand argumentiert?

Martin Major
 
00
28.11.2011, 23:19

nein, sondern weil ein minus mal ein anderes minus auf magische weise plus ergibt :)

TomTom33
00
28.11.2011, 22:04
Gehts der Wirtschaft gut

gehts uns allen gut. Diesen Satz (indirekt) aus dem Munde Misiks zu hören hätte ich auch nicht erwartet.

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