6:3, 6:7 und 6:3 im Endspiel des World Tour Finale gegen Tsonga - Damit erfolgreichster Spieler bei Saison-Finalturnier
London - Roger Federer schließt die Saison bei den ATP World Tour-Finals in London mit seinem 70. Turniersieg. Gegen Jo-Wilfried Tsonga gewann der Schweizer beim 6:3, 6:7 und 6:3 zum sechsten Mal das Turnier am Saisonende und hält damit nun den alleinigen Rekord. Ivan Lendl und Pete Sampras (je fünf Triumphe) lässt er damit hinter sich.
Der 30-jährige setzte sich in einem
packenden Endspiel in der O2-Arena gegen den französischen
Wien-Sieger durch und machte damit die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt.
Für den ehemaligen Weltranglistenersten war es der 17. Matchsieg
in Folge. Schon mit dem Finaleinzug (dem 100. seiner Karriere) war er unter die Top 3 der Weltrangliste vorgestoßen.
Im ersten Satz gab es vor 17.000 begeisterten Fans nur eine
Breakmöglichkeit. Federer nutzte sie zum 5:3, um sich mit 6:3
durchzusetzen. Auch im zweiten Durchgang lag der Favorit mit Break
voran, musste allerdings beim Stand von 5:4 das Rebreak hinnehmen.
Im Tiebreak war der Schweizer dem Titelgewinn schon nahe, ließ
aber einen Matchball ungenützt. Tsonga nutzte gleich seine erste Chance und behielt mit 8:6 die Oberhand.
Entscheidend im ebenso ausgeglichenen dritten Satz war schließlich das achte Game.
Tsonga vermisste seinen ersten Aufschlag, so konnte Federer seinen dritten Breakball zum 5:3 nutzen,
ehe er locker ausservierte und nach 2:18 Stunden seinen zweiten
Matchball verwertete.
Federer blieb im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen: "Ich könnte mir kein schöneres Ende einer
Saison vorstellen, ich könnte nicht glücklicher sein", sagte Federer,
der in dieser Saison zum ersten Mal seit 2002 kein Grand-Slam-Turnier
gewonnen hatte. Ein Preisgeld in der Höhe von 1,63 Millionen Dollar
(1,232 Mio. Euro) in London bleibt zum Trost. Tsonga gab sich als fairer Verlierer. "Ohne Roger hätte ich mehr
Titel gewonnen, aber er ist der Beste", sagte der 26-jährige.
Im Doppel gewann das Duo Max Mirnyi/Daniel Nestor (BLR/CAN-3) das Endspiel gegen Mariusz Fyrstenberg/Marcin
Matkowski (POL-8) mit 7:5 und 6:3. (APA/red)