Federer und der alleinige Rekord

27. November 2011, 21:47

6:3, 6:7 und 6:3 im Endspiel des World Tour Finale gegen Tsonga - Damit erfolgreichster Spieler bei Saison-Finalturnier

London - Roger Federer schließt die Saison bei den ATP World Tour-Finals in London mit seinem 70. Turniersieg. Gegen Jo-Wilfried Tsonga gewann der Schweizer beim 6:3, 6:7 und 6:3 zum sechsten Mal das Turnier am Saisonende und hält damit nun den alleinigen Rekord. Ivan Lendl und Pete Sampras (je fünf Triumphe) lässt er damit hinter sich.

Der 30-jährige setzte sich in einem packenden Endspiel in der O2-Arena gegen den französischen Wien-Sieger durch und machte damit die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt. Für den ehemaligen Weltranglistenersten war es der 17. Matchsieg in Folge. Schon mit dem Finaleinzug (dem 100. seiner Karriere) war er unter die Top 3 der Weltrangliste vorgestoßen.

Im ersten Satz gab es vor 17.000 begeisterten Fans nur eine Breakmöglichkeit. Federer nutzte sie zum 5:3, um sich mit 6:3 durchzusetzen. Auch im zweiten Durchgang lag der Favorit mit Break voran, musste allerdings beim Stand von 5:4 das Rebreak hinnehmen. Im Tiebreak war der Schweizer dem Titelgewinn schon nahe, ließ aber einen Matchball ungenützt. Tsonga nutzte gleich seine erste Chance und behielt mit 8:6 die Oberhand.

Entscheidend im ebenso ausgeglichenen dritten Satz war schließlich das achte Game. Tsonga vermisste seinen ersten Aufschlag, so konnte Federer seinen dritten Breakball zum 5:3 nutzen, ehe er locker ausservierte und nach 2:18 Stunden seinen zweiten Matchball verwertete.

Federer blieb im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen: "Ich könnte mir kein schöneres Ende einer Saison vorstellen, ich könnte nicht glücklicher sein", sagte Federer, der in dieser Saison zum ersten Mal seit 2002 kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hatte. Ein Preisgeld in der Höhe von 1,63 Millionen Dollar (1,232 Mio. Euro) in London bleibt zum Trost. Tsonga gab sich als fairer Verlierer. "Ohne Roger hätte ich mehr Titel gewonnen, aber er ist der Beste", sagte der 26-jährige.

Im Doppel gewann das Duo Max Mirnyi/Daniel Nestor (BLR/CAN-3) das Endspiel gegen Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski (POL-8) mit 7:5 und 6:3. (APA/red)

Kommentar posten
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byronlord
01
29.11.2011, 17:08
oldie but goldie

interessante fakten zum thema langfristige effizienz und spielweise

http://www.sport.sf.tv/Nachricht... rzarbeiter

Top spin
00
1.12.2011, 02:37

sehr schlüssiger artikel ;)
roger - wegen dir spiel ich tennis, danke.

niki123
02
30.11.2011, 00:42

sind diese zahlen auftip und hosenzupf bereinigt? ;)

byronlord
00
30.11.2011, 11:12

nein, nur das flascherl-ausrichten

Facialbook
00
29.11.2011, 23:58
Weg mit Onkel Toni!

Dann bleibt Rafa länger gesund.

R.Kipling
00
29.11.2011, 19:08

Schön das was viele vermutet haben auch in Zahlen ausgedrückt zu sehen!

Allerdings sehe ich es als Aufgabe der ATP und Turnierveranstalter an, die Bedingungen so zu gestalten, dass ein aggressives Spiel auch zu gewinnen ist, bzw, dass auch Defensivspieler eine ganze Saison durchspielen können (Tennis braucht beide Varianten)!!

Ich habe schon öfter den Vorschlag gebracht, die Bälle wieder leichter zu machen (bei langsamen Belägen, wäre auch viel armschonender) und vielleicht eine zusätzliche Rasensaison einzuführen (Dubai, Miami und Indian Wells, die hätten genug Geld für die Umrüstung und Rasen bietet mittlerweile auch dem Defensivspieler genug Möglichkeiten)!

Auch über verpflichtende Doppelturniere könnte man nachdenken..

Lorenzo von Matterhorn
00
3.12.2011, 21:58

Rasenplätze sind sehr teuer in der Erhaltung,
die ATP ist froh, dass sich das irgendein Veranstalter noch antut.

Roland Garros
00
30.11.2011, 12:08
"Tennis braucht beide Varianten)!! "

sehr richtig!

es wird immer von den langsameren bällen und belägen geschrieben, aber kaum, dass damit nur der allgmeinen entwicklung des tennis entgegen gesteuert wurde.

das spiel ist extrem aggressiv u schnell geworden!
vergleicht doch mal die FO-finali wilander vs. lendl (noch mit schnelleren bällen) mit dem heurigen nadal vs. federer miteinander.

das sah damals - im vergleich zu heute - aus wie sandschach in zeitlupe, mit endlosen rückhandduellen! heute gibt's den winner, sobald einer nur einen meter zu kurz ist - auch auf sand.

man kann sich also gut vorstellen, wie wenig tennis wir sehen würden, wenn beläge & bälle nicht generell langsamer gemacht worden wären.

R.Kipling
00
30.11.2011, 13:51

Dass die Änderungen richtig und wichtig waren bestreite ich gar nicht, (weil sich die Athletik der Spieler verändert hat) nur wäre es jetzt an der Zeit sich über gegenteilige Maßnahmen Gedanken zu machen!

Ein Hauptgrund warum mM nach Nadal heuer gegen Djokovic nicht gewonnen hat, ist der, dass RN eben nicht der Typ ist, der von überall sofort auf den Winner geht, sondern den Ball lieber sicher mit viel Spin solange reinschlägt, bis der Gegner nicht mehr kann oder so kurz wird, dass ein Winner unausweichlich wird! Diesen Gefallen hat ihm ND heuer nicht getan (US Open Finale ist dafür das beste Bsp, auch dafür wie er es von Beginn an hätte machen sollen, siehe 3ter Satz, leider hat er sich davor schon tot gelaufen)!

R.Kipling
01
30.11.2011, 14:00
Fortsetzung

Nadal ist aber nicht mehr eine Ausnahme, sondern schon der Regelfall!

Die Bedingungen sind im Moment so, dass man, um einen Winner zu schlagen, so sehr ans Limit gehen muss, dass die Fehlerquote meist exorbitant ist!

Daher ist es viel lohnender in die Fitness zu investieren und sich einen sicheren Spin anzueignen, als Gewinnschläge, Varianten und das Netzspiel zu trainieren!!

Das Resultat sind zwar einige sehenswerte Laufduelle, aber der schöne Schlagabtausch, mit Varianten und tollen Winnern, bei denen man sich denkt ein Wahnsinnsschlag, wird immer weniger (zumeist denke ich mir bei einem Großteil der Spieler, wahnsinn, dass er den noch erlaufen hat)

leo_nardo
01
30.11.2011, 17:36
vielleicht waren die grundlinien-spieler immer schon im vorteil.

wenn man sich die liste der nummer 1 spieler ansieht, muss man den schluss ziehen, dass es nie eine zeit gab, wo die physisch starken defensiv-spieler im nachteil gewesen wären: borg-lendl-courier-agassi-kuerten-muster-ferrero-hewitt-nadal-djoker

federer ist eine bislang unübertroffene (um nicht zu sagen perfekte) kombination von bisherigen offensiv-spielern (sampras, becker, edberg).
eine mischung aus oben genannten spielern (quasi ein pendant zu federer) hätte die szene zu jeder zeit ebenso beherrscht.

Roland Garros
00
2.12.2011, 11:29
"die physisch starken defensiv-spieler"

ist ein grundlinienspieler automatisch ein defensivspieler?

agassi, courier und auch djokovic fallen für mich eindeutig mehr unter kategorie offensiv- als defensiv-spieler.

siehe letztes duell zwischen federer u djokovic in new york: sobald der ball im spiel war (zumindest ab 3. satz), gab ganz klar djokovic das tempo vor.

byronlord
00
29.11.2011, 20:41

eine richtige rasensaison mit 4-5 turnieren wäre schön, glaube aber nicht, dass es da konkrete projekte gibt. oder?
insgesamt kann man über die verlangsamung der beläge nur lamentieren. die atp sollte alle spielertypen berücksichtigen. nur schnell wäre ja auch fad, aber die gegenwärtige tendenz macht das tennis eben auch ärmer.

R.Kipling
00
29.11.2011, 21:28

Ich fürchte nicht, die Tendenz geht nach wie vor in die andere Richtung, wie heuer zB in Paris Halle, wo sie die Bedingungen sehr viel langsamer gemacht haben dieses Jahr!

Captain Smoker
10
29.11.2011, 17:56

Ganz interessante (wenn auch erwartete) Zahlen. Trotzdem scheint Federer das nur zum Jahresende hin wirklich was zu bringen.

bitte keine Quellenangabe aus Wikipedia
20
29.11.2011, 20:04

Ich vergass zu erwähnen: Hier schrieben alle, dass Djokovic und Co. mehr Matches bestritten hätten als Federer und es deshalb nur logisch sei, dass sie am Jahresende kaputt seien. Wunderbar widerlegt mit dem Bericht, mal ganz abgesehen davon, dass hier von einem Tennisopa gegen die Tennisjugend in ihrer Blüte die Rede ist.

bitte keine Quellenangabe aus Wikipedia
20
29.11.2011, 20:01

Federer stand in diesem Jahr im FO im Final, im Australian Open und US Open verlor er zwei knappe Matches im Halbfinal, er war immerhin im Viertelfinal in Wimbledon, gewinnt 4 Turniere (darunter das ATP-Finals) und schliesst das Jahr als Nummer 3 ab und Du Komiker schreibst "Trotzdem scheint Federer das nur zum Jahresende hin wirklich was zu bringen".

Captain Smoker
10
29.11.2011, 20:56
So schwer zu verstehen was ich meine?

Federer - frühere Jahre - vergleichen - heuer.

3?
30
29.11.2011, 22:10

Eigentlich nicht. Bei Ihrem Vorposter würde ich aber nicht von Verständnis oder sinnerfassendem Lesen ausgehen.

Captain Smoker
10
29.11.2011, 22:28

Bei Artikeln bei denen es um Federer geht, kann man sich schon fast nichts mehr posten "trauen". Die gleichen zwei, drei Federer-Leute finden immer etwas um einem grundlos anzugreifen.

3?
00
29.11.2011, 22:41

Dieselben Leute infiltrieren ja leider mittlerweile auch jene Tennisartikel, in denen Federer nicht mehr vorkommt - wenn es zB um ein gewonnenes Grand Slam Finale geht ;).

di mike
02
30.11.2011, 14:44

... postete der Nadal-Fan unter den Tennisartikel in dem es um gewonnene World Tour Finals geht ...

3?
00
30.11.2011, 14:55

Wäre ich ein Nadal-Fan, hätte ich Ihnen an dieser Stelle zu einem durchaus gelungenem Konter gratulieren können...

Captain Smoker
00
29.11.2011, 22:46

Uh, der ist fies. ;)
Das gibt sicher ordentlich ärger.

leo_nardo
00
30.11.2011, 12:52
der "ärger" scheint auszubleiben ...

da soll noch einer sagen, die federer-fans sind die schlimmeren.

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