Reaktion

Frauenpensionen: ÖVP-Seniorinnen empört über ÖGB

27. November 2011, 17:28

Seniorenbündlerinnen werfen der Frauen-Gewerkschaftsvorsitzenden Brigitte Ruprecht "Alters- und Frauendiskriminierung" vor

Wien - Frauen und Männer so bald wie möglich in gleichem Alter in Pension: Dieses Ansinnen entzweit nicht bloß Geschlechter und Koalition, sondern mittlerweile auch Frauenvertreterinnen beider Regierungsparteien. Arbeitnehmerinnen seien doppelt und dreifach belastet, hätten niedrigere Einkommen und trotzdem nicht dieselben Chancen auf dem Arbeitsmarkt, hat ÖGB-Frauenchefin Brigitte Ruprecht im derStandard.at-Gespräch argumentiert. Deshalb sollen Frauen weiterhin früher in Pension gehen dürfen.

Mehr hat es nicht gebraucht. Diese Aussagen kämen einer "Alters- und Frauendiskriminierung" gleich, ärgern sich die schwarzen Seniorenbündlerinnen.

"Bösartigkeit" unüberbietbar

Ingrid Korosec, Vorsitzende der Wiener Dependance: "Zu sagen, die älteren Frauen sollten sich in die - niedrig dotierte - Pension verabschieden, ist an Bösartigkeit nicht zu überbieten." Eines sei auch klar, halten sie und ihre Kolleginnen fest: "Nur weil man das Antrittsalter gleichlässt, wird keine Frau fairer bezahlt, keine Frau entlastet und besser unterstützt."

Wie berichtet, kommt für Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ein früheres Angleichen der Pensionsantrittsalter nicht infrage - wie Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) angeregt hat. Er will den Gleichstellungsprozess ab 2017 einleiten, vorgesehen war 2024 bis 2033.

Aktuell liegt das tatsächliche Pensionsantrittsalter von Frauen bei 57,1 Jahren, obwohl das gesetzliche 60 vorschreibt. Männer gehen im Schnitt mit 59,1 Jahren in den Ruhestand statt mit 65.

Laut Wifo-Pensionsexpertin Christine Mayrhuber würde eine Gleichstellung nach einer von ihrem Institut erstellten Studie aus dem Jahr 2004 einen Einsparungseffekt von 0,8 Prozent des BIPs im Jahr 2033 bringen. Bei einer vorgezogenen Angleichung könnte dieser Effekt freilich früher eintreten - weil es bei günstigen Arbeitsmarktbedingungen zu einer Steigerung der Frauenerwerbsquote kommt. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 28. 11. 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 95
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Dr.Eisenbart
02
30.11.2011, 04:31
Die "Roten" kann man nicht mehr wählen! Die sind zum speiben

Ruprecht, Heinisch-Hosek, Rudas----- will die SPÖ mit solchen Demagoginnen den Stimmenfang weiblicher Wähler gewinnen?
Wer ist skrupelloser bei der Vertiefung des Kampfes der Geschlechter ?

Moondancer
01
29.11.2011, 19:53
Gleichstellung

- beim Pensionsalter
- beim Gehalt
- beim Bundesheer oder Zivildienst, eben ein "freiwilliges soziales Jahr für Frauen",
- Kinderzeiten im Mittelwert an die Pension voll anrechnen (bei Männern und Frauen)
- und weg mit irgendwelchen Quoten/ Diskriminierung.

Dann hätten wir es ja vielleicht geschafft, endlich eine echte Emanzipation von Männern und Frauen zu bekommen. Verantwortung übernehmen lernen von BEIDEN Seiten.

mikromalist
 
12
28.11.2011, 17:23
Und so rutscht die Emanzipation

wieder um Jahrzehnte zurück.
Wer Frauenbewegung als Hilflosenzuschuss-Bewegung organisieren möchte, hat schon verloren.

Frauen werden gleichen Lohn und gleiche Behandlung nicht dadurch erkämpfen, dass sie Privilegien gegen Nachteile traden.

Reich sein muss sich lohnen!
012
28.11.2011, 13:50
Ja wollen wir jetzt Gleichberechtigung oder nicht?

. Diogenes
09
28.11.2011, 17:03
Nur da wo es auch Vorteile bringt

la ardilla diablo
02
28.11.2011, 13:39
Probieren wir's mal sachlich...

Also ich bin für gleiches Antrittsalter für Frauen wie für Männer (und beides sollte auch tatsächlich im Schnitt über 60 Jahre liegen, anders ist das einfach auf Dauer nicht leistbar). Aber das alleine ist natürlich nicht so ganz gescheit. Daher empfehle ich für jedes Kind das auch bei der Mutter aufgewachsen ist, ein Jahr Arbeitszeit anzurechnen. Bei alleinstehenden Vätern natürlich ebenso. Die Karenz selber soll sowieso angerechnet werden.
Bundesheer/Zivildienst sowie die Einkommensschere zwischen Mann und Frau sind aber Themen, die imho nichts mit der Pensionsantrittsalter-Regelung zu tun haben (sollen). Entscheidungen und Schritte dort können also durchaus unabhängig vom Antrittsalter besprochen werden.

einfachtoll
111
28.11.2011, 11:01
Wann werden die ersten Frauen zur Stellung (Musterung) eingezogen?

the bugger_off
68
28.11.2011, 12:22

wann werden sich männer endlich mal vernetzen und für ihr recht auf verweigerung kämpfen?
-so wie frauen dafür gekämpft haben selbständige juridische personen und nicht mehr nur mündel von vätern oder ehemännern zu sein?

Minister der Ökomonie
07
28.11.2011, 14:24

Man muss aber bedenken, dass in der Frauenbewegung auch viele Männer mit den Frauen gekämpft haben und noch immer kämpfen - mit Ausnahme dort, wo Frauen Männer diskriminiert haben, indem sie sich nicht auf ihrer Seite kämpfen ließen.

Damit wäre es durchaus auch gut, wenn sich auch Frauen gegen die Wehrpflicht einsetzen. Immerhin sind es ihre Freunde, Brüder, Söhne, Gatten, die auf diese Weise diskriminiert werden.

the bugger_off
11
28.11.2011, 15:32

ich sag immer das sich bestimmt genug frauen solidarisch zeigen, aber da muss man halt endlich mal anfangen vernünftig MITEINANDER zureden und nicht immer so patzig, hinterwältlerisch, kindergartenmässig, heteronormativ, a la :"wenn die geldverdienen wollen sollen sie auch zum heer" anstatt zu formulieren was man eigentlich will: "ICH will nicht zum heer müssen nur weil ich ein mann bin"

Der lachende Mann
11
28.11.2011, 14:17
Ach, und die entfallen Zivildiener bezahlt wer?

Richtig, Männer. Die leisten einen Beitrag von 74% zum Steueraufkommen (ohne Unternehmen).

Und nicht zu vergessen: Bundesheer ist ein gesetzlich verpflichtendes Teambuilding-Seminar. Sowas wollen Unternehmen lieber als Sockenstricker.

Minister der Ökomonie
22
28.11.2011, 14:26

Mit einem schleißigen, löchrigen Sozialsystem die Wehrpflicht zu rechtfertigen ist dumm.

Zivildienst hat sich ergeben, weil die Männer nicht zur Waffe greifen wollten. Und der Staat hat sich dankbar auf diese Männer gestürzt, und damit versäumt, und keine Notwendigkeit gesehen, die sozialen Infrastrukturen aufzuwerten, auszubauen. Man könnte munkeln, dass deswegen auch die Löhne dort so abstinken, wenn Arbeit im Sozialwesen als Straflager für Wehrdienstverweigerer gehandhabt wird!

Der lachende Mann
01
28.11.2011, 14:54
Möglich. Trotzdem muss es finanziert werden.

Ideen?

W s
28
28.11.2011, 10:54
Heuchlerisch wie nur.

Das unterschiedliche Pensionsalter ist der Hauptgrund
für die statistischen Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau.

Peter G
20
28.11.2011, 12:19
Beleg für diese Aussage ?

Das wär' richtig interessant ......

Dann wäre DAS nämlich DAS Argument für eine sofortige Angleichung des Pensionsantrittsalters.

Rammst
24
28.11.2011, 10:25
...Arbeitnehmerinnen seien doppelt und dreifach belastet, hätten niedrigere Einkommen

fleisig die lügen weiterbeten, es glauben eh schon, fast, alle, noch, dran

the bugger_off
10
28.11.2011, 12:24
wahrheit?? belege??

Neuer Nick neues Glück
01
28.11.2011, 12:46

Muss man nicht für eine Behauptung Belege bringen? Also etwa für die ungerechte Bezahlung?
Wir alle warten schon seit Jahren auf die Liste der Unternehmen, die Frauen bei gleicher Leistung und gleichen Voraussetzungen ungleich bezahlen - komischerweise gibt es diese Liste nicht.

N. Ruhen
12
28.11.2011, 14:15
Googeln kann sich lohnen

versuchen Sie es mal.

Hier der Link zum Rechnungshofbericht Einkommensschere mit weiteren Verlinkungen zu Dokumenten, die entsprechende Informationen enthalten. http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/J... 11/PK0195/

Der lachende Mann
02
29.11.2011, 13:58

Im Rechnungshofbericht steht auf Seite 7, dass nicht mal die Kollektivvertragsstufungen abgefragt werden dürfen.

Wie wollen Sie da eine Einkommensschere berechnen?

Neuer Nick neues Glück
01
28.11.2011, 14:39

Da stehen die üblichen Allgemeinplätze, die langsam fad sind.
Eine Liste mit ungerecht zahlenden Arbeitgebern - ist das wirklich zu viel verlangt?

N. Ruhen
00
28.11.2011, 15:56

Datenschutz ist in Ö immer noch gegeben. Würden Sie denn gerne Ihren Namen veröffentlich sehen "Neuer Nick neues Glück"?

Neuer Nick neues Glück
03
28.11.2011, 18:22

Wenn ich wegen einer Straftat verurteilt werde muss ich damit rechnen.
So lange da keine Namen stehen ist es einfach unglaubwürdig. Gefühlte Ungerechtigkeit halt.
In meiner Firma (>1000 MA) werden Frauen jedenfalls für gleiche Tätigkeiten nicht schlechter bezahlt.
Keine Frau in meinem Umfeld wird schlechter bezahlt.
Alles nur Gelabere.

Orchideenzüchter
12
28.11.2011, 16:22
Drüben bei der Frauenmannschaft, 'tschuldigung, Frauenfrauschaft, bei diestandrad

werden seit Jahren Unternehmen am Zitronenbaum angeprangert; kein Problem, solange es sich dabei um der Wahrheit entsprechende Sachverhalte handelt und nicht um rufschädigende Unterstellungen.

6istisch entlohnende Unternehmen beim Namen genannt wurden dort in all den Jahren aber noch nie. Kein einziges! Und was wäre dort zitronierungswürdiger?

Es muß unter den hundertausenden Unternehmen viele viele zehntausend Schurkenunternehmen geben, sollten die behaupteten %Zahlen der Realität entsprechen.

Nicht eines! Da stimmt doch etwas nicht...glauben S' nicht auch?

N. Ruhen
00
28.11.2011, 16:37

Und was hat Ihr Beitrag mit dem von mir verlinkten Parlamentslink u. Rechnungshofbericht zu tun?

Wenn Menschen, Medien, Plattformen Firmen, Unternehmen, andere Menschen an den Pranger stellen ist das die Schuld von Frauen, die für Gleichstellung kämpfen? Sind Sie sicher, dass Sie nicht nur jemand suchen, der in Ihren Augen Schuld trägt an den Unbillen, die in Ihren Augen durch die Emanzipation verursacht werden ohne jedoch die Komplexität der Hintergründe zu hinterfragen oder gar in den Geschichtsbüchern den harten, steinigen Weg derselben nachzuverfolgen? Die Nachweise, die hier ständig gefordert werden wurden erbracht, erbringen Sie die Ihren auch?

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