Resolution gegen Schiefergasförderung

27. November 2011, 16:12
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Mistelbach - Ein "Nein zur Schiefergasförderung" haben die NÖ Grünen bei ihrem Landeskongress am Sonntag in Mistelbach formuliert. In einem Resolutionsantrag soll die NÖ Landesregierung aufgefordert werden, dafür Sorge zu tragen, dass keine Bohrungen nach Schiefergas bei Poysdorf im Weinviertel stattfinden.

Die Beeinträchtigung von Gesundheit und Umwelt wäre enorm, heißt es in der Begründung. Bei derartigen Bohrungen könnten giftige Gase austreten, die das Trinkwasser massiv belasten würden. Alarm schlagen die Grünen vor allem aufgrund der Tatsache, dass für OMV-Bohrungen Bewilligungen laut Mineralrohstoffgesetz existieren, die keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig machen. "Wenn die OMV also bohren will, dann kann sie das ohne Hindernis. Sie müsste die Bevölkerung vorab nicht einmal darüber informieren", erläuterte LAbg. Amrita Enzinger in der Aussendung.

Umweltminister Niki Berlakovich (V) erteilte der Schiefergasförderung in Österreich dieser Tage bereits eine Absage, Umweltschutzorganisationen hatten ein Verbot gefordert. Hingegen sprachen sich die NÖ Freiheitlichen dafür aus, Probebohrungen nicht vorzeitig eine Absage zu erteilen, sondern ein umweltverträgliches Förderprogramm zu entwickeln.

Weiters waren sich die Grünen in Mistelbach in punkto Verkehr einig: Statt "sündteurer" Straßenprojekte brauche Niederösterreich mehr und bessere Öffis. Jede Schule und jede Gemeinde sollte einen Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz haben. Die Regionen würden durch die Stilllegung von Regionalbahnen und Zugstreichungen sukzessive ausgehungert und von den Hauptverkehrsadern abgeschnitten. Gefordert wurde auch eine spürbare finanzielle Entlastung all jener, die mit Öffis in die Arbeit fahren. (APA)

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