Kollektives Aufatmen nach Lockout-Ende

27. November 2011, 16:07
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NBA-Stars über die Einigungen erleichtert - Zugeständnisse auf beiden Seiten - Kevin Durant: "Ich habe den NBA-Lockout überlebt"

New York - Die Übereinkunft zwischen Spielern und Clubs in der nordamerikanischen Profiliga (NBA) am Samstag hat für Erleichterung bei allen Beteiligten gesorgt. Dank der Einigung auf einen neuen Tarifvertrag startet die Liga nun am Weihnachtstag. "Eine großartige Nachricht", twitterte etwa der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki. Und auch Miamis Schlüselspieler LeBron James überschlug sich "zwitschernd" vor Begeisterung: "Ich fühle mich wie meine Kinder zu Weihnachten!"

Topscorer Kevin Durant, witzelte, er werde sich jetzt ein Tattoo mit den Worten "Ich habe den NBA-Lockout überlebt" machen lassen. Doch bis der neue Tarifvertrag endgültig perfekt ist, steht für beide Seiten noch viel Arbeit an. Die zuletzt aufgelöste Spielergewerkschaft NBPA muss sich neu gründen, beide Parteien dem Deal zustimmen und Liga und Spieler ihre Klagen vor Gericht zurückziehen. Doch ein Platzen des Vertrages gilt als nahezu ausgeschlossen.

Entgegenkommen

In der entscheidenden Verhandlungsrunde hatten die Vereinsbosse den Profis doch noch einige Zugeständnisse gemacht, nachdem diese das vermeintlich letzte Angebot der Liga am 14. November abgelehnt, ihre Gewerkschaft aufgelöst und die NBA vor Gericht gezerrt hatten. Vor allem was die Wechselmöglichkeiten der Akteure angeht, kamen die Clubchefs den Spielern ein Stück entgegen.

Im Großen und Ganzen geht die Liga aber als Gewinner aus dem monatelangen Gerangel hervor. Die Gesamteinnahmen in Höhe von rund 4,3 Milliarden Dollar werden nun über die geplante Laufzeit von zehn Jahren nach dem Schlüssel 50:50 geteilt, in der am 30. Juni ausgelaufenen Vereinbarung hatten die Spieler noch 57 Prozent der Gewinne bekommen.

Insgesamt erreichten die Clubs, die in der vergangenen Saison nach Ligaangaben 300 Millionen Dollar Verlust gemacht hatten, ihre beiden Hauptziele. Die Kosten werden gesenkt, weil die Stars in der kommenden Dekade auf fast drei Milliarden Dollar verzichten. Zudem ist gewährleistet, dass es mehr Wettbewerb zwischen den reichen und armen Clubs gibt. (APA/Reuters)

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    Es wurde sich geeinigt.

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