Kofler führt ÖSV-Dreifachtriumph an

27. November 2011, 15:21
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Die Österreicher landen beim Weltcupauftakt in Kuusamo gleich zwei Siege. Kofler ge­winnt im Ein­zel, die Mannschaft sowieso

Kuusamo - Die ÖSV-Skispringer zeigten gleich zu Beginn der neuen Saison, wo der Bartl den Most herholt. Durch den Sieg im Teambewerb am Vormittag perfekt eingestimmt, sorgten Andreas Kofler (134,5/138 m), Gregor Schlierenzauer (141,5/130,5) und Thomas Morgenstern (130/137) am Sonntagnachmittag in Kuusamo für einen österreichischen Dreifacherfolg. Der Vorjahresgewinner feierte seinen sechsten Sieg im Weltcup. Drei Österreicher waren zuletzt im vorletzten Bewerb der abgelaufenen Saison in Planica voran gelegen.

Mit Sommer-GP-Gewinner Morgenstern und Schlierenzauer hatten alle gerechnet, doch Koflers Erfolg kam überraschend. Der Tiroler hatte in den vergangenen zwei Monaten wegen Rückenproblemen keinen einzigen Mattensprung absolviert. Mit veränderten Übungen brachte sich der Tourneesieger von 2009/10 körperlich dennoch gut in Form. "Ich bin andere Wege gegangen, das war eine gewisse Umstellung. Ich habe nicht geglaubt, dass ich hier gleich zuschlagen kann. Aber es hat von Anfang an perfekt gepasst", sagte Kofler und stellte unwidersprochen fest: "Es gibt keinen besseren Start."

Schlierenzauer hält zwar mit 147 Metern seit 2007 den Rekord auf dem Rukatunturi-Bakken und schaffte gestern die Tageshöchstweite (141,5), auf den ersten Sieg muss er aber weiterhin warten. "Es war ein perfekter Tag für Österreich und auch für mich, Platz zwei ist mein bestes Resultat in Kuusamo. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, hatte aber das Glück noch nicht auf meiner Seite", kommentierte er.

Olympiasieger Morgenstern grämte sich nicht sehr über Platz drei. "Leider sind mir in beiden Durchgängen die Brillengläser angelaufen, ich habe vor der Landung nicht optimal gesehen und einige Meter hergeschenkt. Aber es war ein fantastischer Auftakt für uns, ein Sieg mit dem Team und ein Triplesieg, das ist sehr speziell." Am Sieg im Teamspringen am Vormittag beteiligte sich noch Wolfgang Loitzl, der im Einzel 18. wurde.

Coach Alexander Pointner war trotz des kolossalen Erfolgs um Zurückhaltung bemüht: "Man darf nicht überheblich sein. Aber wir haben uns trotz fehlender Schneesprünge perfekt vorbereitet. Es war wichtig zu sehen, ob die Methoden greifen. Ab Dienstag trainieren wir in Lillehammer." Dort wird am Wochenende der Weltcup fortgesetzt. (APA, bez; DER STANDARD Printausgabe 28. November 2011)

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    Die Dominanz hat drei Gesichter.

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