Wahlkampf endete chaotisch

27. November 2011, 14:37

Kabilas Herausforderer Tshisekedi stundenlang festgehalten

Kinshasa - Der Wahlkampf für die kombinierten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Demokratischen Republik Kongo ist am Samstag unter zum Teil chaotischen Verhältnissen zu Ende gegangen. Ein Fahrzeugkonvoi des wichtigsten Herausforderers von Präsident Joseph Kabila, Etienne Tshisekedi, wurde am Flughafen der Hauptstadt Kinshasa mehrere Stunden von der Polizei festgehalten.

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP weiter berichtete, setzte die Polizei gegen Anhänger Tshisekedis Schlagstöcke ein. Das Innenministerium teilte mit, im Laufe des Tages seien bei gewaltsamen Zwischenfällen zwei Menschen getötet worden. In der Nähe des Flughafens wurden mehrere Menschen durch Polizeikugeln an den Beinen verletzt.

Die Wahlen sollen am Montag abgehalten werden. Für das Präsidentenamt gibt es elf Bewerber, für die 500 Abgeordnetenmandate mehr als 18.000 Kandidaten. Kabila folgte 2001 seinem ermordeten Vater Laurent-Désiré Kabila nach. Er wurde 2006 durch eine Wahl im Amt bestätigt. Vor dem nun anstehenden Wahlgang wurde das Wahlrecht geändert. Es gibt nur noch einen Wahlgang, der Bestplatzierte siegt. Von den rund 68 Millionen Einwohnern des Landes sind 32 Millionen stimmberechtigt. (APA)

Fritz Wintersberger
00
28.11.2011, 06:36
zum Kongo

Demokratie kann man nicht verordnen. Hier irrt unsere Gutmenschenwelt.

Johannes Benn
61
27.11.2011, 19:22
.

wir reden ueber den kongo, dort wo afrika ganz zu sich selbst gefunden hat

Kowosch
 
17
27.11.2011, 20:27

Unser Forumsrassist, mal wieder ohne viel Sachkenntnis.

Lesetipps für Sie:

"King Leopold's Ghost" von Adam Hochschild.

"In the Footsteps of Mr. Kurtz" von Michela Wrong

Johannes Benn
10
28.11.2011, 11:30
.

von joseph conrad hieß es einmal ihm als auslaender sei es gegeben gewesen das innerste der englischen seele zu erfassen - die see. vielleicht liegen im kongo ja aehnliche verhaeltnisse vor

Kowosch
 
02
28.11.2011, 23:44
"Heart of Darkness"

von J. Conrad haben sie dann wohl entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Sonst müßten Sie hier eher noch von der "Seele des Europäers" schwadronnieren, der im Kongo (unter Leopold, aber auch danach, siehe die Ermordung P. Lumumbas und z.T. auch bis heute hin) "ganz zu sich selbst gefunden hat".

Die Folgen davon sind gerade im Kongo so tragisch und offensichtlich, daß Ihre Ignoranz schon geradezu niedlich ist.

Was für einen Rassisten natürlich unvorstellbar ist: So, wie es ganz unterschiedliche Charaktere und Bildungsstufen bei z.B. Europäern gibt, so gibt es die auch bei Kongolesen. Nur müssen die sich jetzt dort alle unter Zuständen wie kurz nach dem 30jährigen Krieg behaupten.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.