Abfahrt

Cuche mit Ausrufezeichen zum Auftakt

26. November 2011, 21:32
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    foto: dapd/gunn

    Die personifizierte Schweizer Geschwindigkeit.

Schweizer feiert in Lake Louise seinen zehnten Abfahrtsweltcupsieg vor seinem Landsmann Beat Feuz - Hannes Reichelt rettet mit Platz drei die ÖSV-Ehre

Lake Louise - Der Schweizer Didier Cuche hat seine Jagd auf seinen fünften Gewinn des Abfahrtsweltcups und damit die Einstellung des Rekords des Kärntners Franz Klammer eröffnet. Der 37-jährige Disziplinen-Titelverteidiger gewann am Samstag in Lake Louise die erste Saison-Abfahrt der Herren in 1:47,28 Minuten, baute seinen Rekord als ältester Sieger eines Weltcuprennens aus. Sein Landsmann Beat Feuz und der Salzburger Hannes Reichelt lagen aber nur sechs bzw. acht hundertstel Sekunden zurück. Die Österreicher boten mit fünf in den Top Ten eine starke Leistung.

Aus dem ÖSV-Team stach Reichelt aber klar hervor. Mit Startnummer 45 preschte der 31-Jährige noch auf das Podest, indem er die auf der Strecke in Alberta eine blitzsaubere Leistung bot. "Anscheinend war es eine ziemlich gute Fahrt", erklärte der Vize-Weltmeister im Super-G. "Unter der Fahrt habe ich gedacht, es ist eine normale Fahrt wie im Training. Dann war ich sehr überrascht. Das letzte Mal, dass ich so überrascht war, war in Gröden 2002, als ich als Nobody auf den zweiten gefahren bin."

Romed Baumann hatte sich nach den Trainingsrängen eins und fünf lange Zeit vom Stockerl lachen gesehen, ehe ihn sein Landsmann um 27/100 auf Rang vier verdrängt hat. Mit seinem Abschneiden war der Tiroler trotzdem zufrieden. "Es ist ein Top-Resultat und damit bin ich sehr zufrieden", meinte der 25-Jährige. "Ich habe mich speziell in den letzten Jahren schwergetan im Training. Jetzt hatte ich ein gutes Training, das hat mir Selbstvertrauen gegeben."

Walchhofer-Nachfolger auf Platz fünf

Der nach dem Rücktritt von Michael Walchhofer als neuer ÖSV-"Kapitän" gehandelte Kröll konnte mit dem Top-5-Platz auch gut leben. "Ich bin im Großen und Ganzen schon zufrieden", sagte der 31-jährige Steirer. "Ich habe noch Reserven, also für den Auftakt ist das schon okay." Mit Joachim Puchner als Achten (+0,68) und Georg Streitberger als Zehntem (+0,78) durften die Österreicher eine sehr gute Bilanz ziehen. "Ich habe wie im Training im Mittelteil verloren", erläuterte Puchner. "Das ärgert mich ein bisschen. Aber die Top Ten sind in Ordnung."

Der bei besseren Bedingungen als im Training mit Nummer 17 ins Rennen gegangene Cuche musste lange warten, ehe er über seinen zehnten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt und seinen 18. im Weltcup überhaupt jubeln durfte. "Das ist ein großer Schritt zur großen Abfahrtskugel, aber es gibt noch elf Rennen", relativierte der Eidgenosse. "Ich konnte es kaum glauben, als ich ins Ziel gekommen bin. Schöner kann es nicht sein am Anfang der Saison. Das Rennen ist so gelaufen, wie ich wollte. Ich muss meiner Firma und meinem Servicemann danken."

Feuz versöhnte sich durch seinen zweiten Rang mit der Strecke, auf der er sich zweimal verletzt hatte. "Jetzt habe ich die Versöhnung gefunden. Mit einem zweiten Platz in die Saison zu starten, ist optimal", gab Feuz an und kündigte Cuche weiter harte Gegenwehr an. "Der Didier ist eine harte Nuss, aber ich versuche, ihm ein bisschen Dampf zu machen." Der Tiroler Benjamin Raich legte als 21. (+1,48) ein gelungenes Abfahrtscomeback nach seiner Verletzung hin, sonst holte vom ÖSV noch Max Franz als 25. (+1,62) Punkte. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 72
1 2
bitte keine Quellenangabe aus Wikipedia
07
27.11.2011, 11:29

wahnsinn. 37-jährig und gewinnt noch immer Abfahrtsrennen. Das muss man sich mal vergegenwärtigen.

Quargelbrot
00
27.11.2011, 10:45

Irgendwie ist der Ski-Weltcup derzeit mit Ausnahme von Cuche & Svindal in den Speedbewerben eine No-Name-Gschicht.

"Zwischenphase" scheinbar.

Im Skispringen schauts nicht anders aus.
Die Österreicher und sonst? Kein Malysz, Ahonen etc.
Die Namen fehlen. :-/

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
27.11.2011, 16:29

ist vl. ein wenig so wie im tennis nach sampras. da kamen safin, kuerten, hewitt, agassi, ferrero und roddick an die #1, bevor es mit federer wieder einen absoluten top-sportler gab. das sportliche niveau hat sich allerdings in dieser zeit deutlich gehoben.

Quargelbrot
00
27.11.2011, 22:50

Hat es im Fussball auch gegeben.
Nach der glanzvollen Zeit der 80er folgte ein Umbruch mit der schwächsten WM ever - 1990 - bis zum Triumph von Frankreich 1998.

Diese Zwischenphase wird vorbeigehen.
Ich hoffe schnell, denn im Moment reissen mich nicht viele vom Hocker. :-)

Van the Man
01
27.11.2011, 13:41
Man muss trotzdem

dem Team Respekt zollen. Von der großen Speedgarde ist mit Walchhofer der letzte zurückgetreten und doch scheinen unsere Jungs das Loch halbwegs rasch ausfüllen zu können. Baumann und Puchner könnten 2 große Abfahrer werden. Kröll ist zwar nicht so charismatisch wie ein Svindal zb aber sicher im Moment der größere Name im Downhill Bereich. Svindal ist nicht mal mehr in der Top-Gruppe! Defago würd ich auch nicht als No-Name bezeichnen - Olympiasieger, Kitz-Sieger, Wengen-Sieger...
Tja und Feuz - der wird ganz gefährlich.
Auch Janka ist ein großer Name. Charisma freilich ist eine andere Geschichte. Sind halt alle keine Hermanns - außer Cuche, Miller und Svindal.

derjungeroemer
00
27.11.2011, 12:06

das kann sich sehr schnell ändern:

wart nur auf feuz und puchner, ein paar siege und die no names haben namen - war immer so, wird immer so sein.....

Quargelbrot
00
27.11.2011, 12:07

Natürlich.

Aber diese Namenlosigkeit im Moment fällt schon auf.

derjungeroemer
10
27.11.2011, 12:08

natürlich ist es schade, dass ein sportler, der weltklasse hat - walchhofer - aufhört;
kommt auch immer seltener vor

der lange
00
27.11.2011, 19:32
was kommt selten vor

dass so einer aufhört? ;-)

gabren
00
27.11.2011, 11:58

Das macht's aber grad auch so spannend.

Da Chigurh Toni
00
27.11.2011, 11:46
Ammann kein name?

Quargelbrot
10
27.11.2011, 11:49

Und sonst? Außer Ammann?

Hautamäki ein Schatten seiner selbst.
Die Japaner no names.
Finnland außer Rand und Band.
Vielleicht noch Hilde, Bardal, Kranjec...aus.

Zwischenphase eben.

donnydarko
 
40
27.11.2011, 10:23

Alter Mann geh doch in Pension xD...

Kanns ja ned sein das der immer wieder gewinnt.

Desperate83
55
27.11.2011, 10:07
das Ösi-Team ist scheinbar zehnmal größer

(rein kardinal betrachtet) als alle anderen ? Eigentlich
kein Wunder dass da immer ein paar unter den ersten
Zehn sind, wenn man die Zufallsfaktoren bei Speedbewerben bedenkt (Wind, Sonne, Wachs, etc.)

Nur so zum Vergleich: bei der Leichtathletik-WM (wo es strikte Leistungslimite gibt) waren 18 Schweizer und 2 Österreicher mit dabei.

Quargelbrot
00
27.11.2011, 23:20

Leichtathletik-WM: 3 Starter pro Nation maximal, die das nationale Limit unterbieten, pro Disziplin.

Deshalb dürfen beim 100m-Sprint nur 3 Amis oder Jamaikaner antreten.

Genauso unfair wie das Limit, dass bei einer Ski-WM nur 4 Österreicher teilnehmen dürfen (außer dem Titelverteidiger), wenn wie zum Beispiel vor 10 Jahren bis zu 10 Siegläufer in einem Team starten könnten.

That's life.
Und es ist gut für die kleineren Nationen.

Ich wäre übrigens auch wieder für eine richtige Champions-League im Fußball.

Wirklich nur die Meister (Champions!) eines Landes, nicht auch die dritten oder vierten.

Captain Smoker
00
27.11.2011, 13:42

Österreich: 10 Starter
Schweiz: 10 Starter
Kanada: 9 Starter
Italien: 8 Starter
USA: 7 Starter

Es gibt genaue Regeln wie man sich Startplätze erfahren kann. Das hängt unter anderem mit den Vorjahresergebnissen, dem Europacup, dem Nor-Am Cup und weiteren Dingen zusammen. Da darf nicht einfach starten wer halt kommt. ;)
Wieso meinen Sie gibt es beim ÖSV so oft Quali-Rennen vor den Rennen?

mowgli 78
00
27.11.2011, 15:00

Starter hat's meines Wissens nur einen gegeben.

Captain Smoker
00
27.11.2011, 15:04
;)

Ich glaube es sind aber immer mindestens zwei. Der andere ist so was wie ein "Assistent".

mowgli 78
00
28.11.2011, 09:22

Das ist der Vorstarter. Der sortiert die Kinder damit sie auch in der richtigen Reihenfolge in den Startbereich kommen.

derjungeroemer
00
27.11.2011, 12:48
ganz im gegenteil

im gegensatz z.b. zum tennis (wo auch 40 franzosen in roland garros antreten dürften) gibt es obergrenzen!

weisst du, was obergrenze bedeutet?

obergrenze bedeutet, dass eine nation nicht so viele starter stellen darf, wie es eigentlich läufer mit der benötigten leistungsstärke gäbe.

warum macht man das?

um schwächeren nationen startplätze zu ermöglichen...

derjungeroemer
00
27.11.2011, 12:02

also AUCH von leichtathletik hast du mal keine ahnung.
ö hätte auch 30 antreten lassen können.

zu den "strikten leistungslimiten" ;-))

http://www.youtube.com/watch?v=MkkDMLqjYRM

sick boy
00
27.11.2011, 16:28
großartig!

da steht aber dabei, dass der herr eigentlich kugelstoßer ist. da konnte er sich nicht qualifizieren, und darum lief er die 100m mit. ich find's lustig, und er ist sicher einer der sprintstärksten kugelstoßer im pazifik ;)

Kontrahent1
00
27.11.2011, 11:50
Dann schauen Sie doch in der Tabelle weiter unten,

da finden Sie dann die übrigen Schweizer. Und das Holland und Niedersachsen kein Team stellt, liegt wohl an der Landschaft. Dafür laufen die Holländer schneller am Eis.

donnydarko
 
03
27.11.2011, 10:25

Laut ihrer Aussage könnte CHina 30 Mann in eine Weltcupabfahrt stellen und hätte dann mindestens 5 unter den Top10 na dann schau ma mal ob ihre Theorie aufgeht.

major schloch1
12
27.11.2011, 10:13
was...

...willst du uns sagen?

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