"Jetzt haben wir genau den Einbruch"

27. November 2011, 17:25
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  • Sturm - Admira

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben sehr gut begonnen, aber uns dann leider zu weit zurückgezogen. Nach dem Ausschluss war es schwierig, doch wir waren im Konter immer gefährlich und hatten in Unterzahl die besseren Möglichkeiten. Ich freue mich sehr für Ehrenreich, er hat im Training immer 100 Prozent gegeben. Deswegen hat er die Chance bekommen und ich bin froh, dass er sie genützt hat. Bukva hat in einer entscheidenden Situation vergessen, den Kopf einzuschalten, das darf nicht passieren. Wenn man 60 Minuten in Unterzahl spielt und gewinnt, sollte man zufrieden sein. Wir haben vor allem im Defensivbereich viel besser gespielt als in den Partien zuvor. Die Titelverteidigung ist nicht unser Ziel, aber wir wollen wieder vorne mitspielen und im nächsten Jahr international dabei sein. Jetzt ist es wichtig, dass wir bis zur Winterpause noch viele Punkte machen."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Wir haben schon ab der 1. Minute nicht das gebracht, was wir können. Mit dem Ausschluss haben wir gedacht, dass das Spiel auf unsere Seite kippt, aber so war es nicht. Sturm hat in Unterzahl mehr Chancen als zuvor gehabt, da muss man sich schon Fragen stellen. Jezek spielt im Moment sicher nicht das, was er kann, aber es sind auch andere Spieler gefragt. Jetzt haben wir genau den Einbruch, von dem ich schon vor Wochen gesprochen habe. Es sind im Herbst aber noch neun Punkte zu vergeben, und wir wollen so viele wie möglich davon holen."

Martin Ehrenreich (Doppel-Torschütze für Sturm Graz): "Die Emotionen bei den Toren waren ziemlich hoch, ich bin unglaublich glücklich. Beim 3:0 war ich überrascht, dass ich so frei war, da hatte ich fast zu viel Zeit zum Überlegen. In Zukunft kann so etwas öfter vorkommen, ich bin auf den Geschmack gekommen. Wir haben nach der Niederlage in Wiener Neustadt die richtige Antwort gegeben. Von einer Krise sind wir weit weg. Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, dass der Zug noch lange nicht abgefahren ist."

  • Austria - Wr. Neustadt

Karl Daxbacher (Trainer Austria): "Mich hat gestört, dass wir von Beginn weg zu wenig aggressiv und siegeshungrig waren. Dann sind wir zurecht bestraft worden, auch wenn es ein schwerer Tormannfehler war. Wir haben zu emotionslos gespielt, dann passiert das. Der Ball zum 1:1 war eigentlich nicht drinnen. Am Ende war das Unentschieden für Wiener Neustadt nicht unverdient. Beim 2:2 hat die Abstimmung überhaupt nicht geklappt, das war ein grober Fehler."

Peter Stöger (Trainer Wr. Neustadt): "Geärgert hat mich nicht, dass das Tor gegeben wurde, sondern die Art und Weise. Es war kurios, wie lange es gedauert hat, bis der Schiedsrichter entschieden hat. Mit dem 1:1 sind wir außer Tritt gekommen. In dieser Zeit hätte die Austria das Spiel klar entscheiden können. Meine Mannschaft zeigt Tendenz nach oben und ist bereit, zu lernen. Wir haben schön langsam Bundesliga-Niveau und können mitspielen."

Jörg Siebenhandl (Torhüter Wr. Neustadt): "Der Ausgleich war verdient, mit dem Punkt können wir sehr zufrieden sein. Das 1:1 hat der Schiedsrichter falsch gesehen. Der Ball war ganz sicher nicht im Tor."

  • Mattersburg - Rapid

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir sind auch selbst schuld, dass wir nicht zumindest einen Punkt gemacht haben. Wir haben es kaum verstanden, den Ball gut zu halten. Was das Abseitstor betrifft, muss ich damit leben - mit einem grün-weißen Wiener Auge des Schiedsrichters wird es dann schwierig."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "In Mattersburg wird niemand mit Glanz gewinnen, hier ist es immer eine haarige Partie. Der Sieg war verdient. Wir haben uns praktisch ein Eigentor geschossen, aber in der zweiten Hälfte war klar ersichtlich, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Ich hoffe, dass wir bis zur Winterpause noch einige Punkte machen, und dann schauen wir, was im Frühjahr möglich ist. Königshofer kann mit seinem Debüt zufrieden sein, er hat am Anfang und am Schluss wichtige Bälle gehalten und auch einige Flanken sicher heruntergepflückt. Für uns ist es wichtig, dass diese Mega-Krise, die uns einige andichten wollten, uns nichts anhaben konnte."

  • Salzburg - Kapfenberg

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Wir haben heute gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt. Der Sieg ist natürlich sehr wichtig, auch im Hinblick auf das Spiel am Donnerstag in Paris. Es ist eine gute Bestätigung und wichtig für das Selbstvertrauen. Wir haben gut gespielt und sehr schöne Tore geschossen, aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir hin wollen. Das ist noch ein langer Weg. Wenn du eine Topleistung bringst, dann kann so etwas passieren, wie heute. Ich bin aber nicht voll zufrieden, da waren noch zu viele Missverständnisse in der ersten Hälfte."

Manfred Unger (Kapfenberg-Interimstrainer): "Es wäre mehr drinnen gewesen, wir haben in der ersten Hälfte nicht so schlecht mitgespielt. Wir haben schnell das erste Gegentor bekommen, das zweite aus einem individuellen Fehler. Wir wollten zur Pause nicht aufstecken, das 0:3 ist dann aber tief in den Köpfen gesteckt. Es ist die Gefahr bei einer jungen Mannschaft, dass sie dann ganz auseinanderbricht. Man sollte trotzdem das Positive herausziehen, wir hatten in der ersten Hälfte drei, vier Topchancen, da hätten wir ein Tor erzielen müssen. Die Mannschaft hat gefightet, aber dumme Tore bekommen."

Jakob Jantscher (Salzburg-Doppeltorschütze): "Irgendwann muss der Knoten platzen - und das war heute. Vor der Pause war es noch nicht so gut, aber nach dem Wechsel haben wir so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Die ganze Mannschaft hat heute sehr gut gekämpft."

  • Ried - Innsbruck

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Wir haben unser Halbjahresziel mit Punkten jetzt schon erreicht. Das ist eine Leistungsbestätigung. Sollte das eine oder andere jetzt noch dazukommen, ist es ein guter Polster für das Frühjahr."

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es werden noch Zeiten kommen, in denen wir die Punkte wieder leichter einfahren. Wir werden wieder auf die Erfolgsstraße zurückfinden, es werden Zeiten kommen, wo es für uns wieder besser läuft."

Marco Meilinger (Ried-Torschütze): "Beide Mannschaften haben offensiv gespielt. Wir haben gewusst, dass wir Geduld haben müssen und gewartet, bis sich der nötige Raum auftut. Ich habe den Ball voll getroffen,. Ich weiß nicht, warum es so gut läuft, ich glaube, dass ich hier einfach zeigen kann, was ich drauf habe. Der Trainer, die Spieler, der ganze Verein hat mich gut aufgenommen, das hat sicher auch einen gewissen Anteil daran. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, ich hoffe, dass wir weiterhin siegen."

Christopher Wernitznig (Wacker-Innsbruck-Spieler): "Es ist immer das Gleiche. Ich weiß auch nicht, was da los ist. Wir haben relativ gut gespielt, hatten drei, vier Torchancen. Wenn da einer reingeht, kann das Spiel auch anders ausgehen."

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