Vorgezogene Präsidentenwahl findet am 21. Februar statt

26. November 2011, 19:40

Nach Amtsverzicht von Präsident Saleh

Sanaa - Nach dem Amtsverzicht des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh sollen am 21. Februar kommenden Jahres vorgezogene Präsidentschaftswahlen stattfinden. Dieses Datum legte Vize-Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, an den Saleh die Macht übergeben hatte, am Samstag in einem Dekret fest. Regulär hätte die Wahl 2013 stattfinden sollen.

Der seit 33 Jahren regierende Saleh hatte sich monatelang an die Macht geklammert, obwohl es seit Jänner Massenproteste gegen ihn gegeben hatte. Bei der blutigen Niederschlagung der Proteste wurden nach Angaben der jemenitischen Opposition mehr als 860 Menschen getötet.

Am Mittwoch hatte Saleh dann ein Abkommen über seinen Amtsverzicht unterzeichnet. Das unter Vermittlung der UNO unterzeichnete Abkommen beruht auf einem Plan der Golfstaaten, wonach Saleh im Gegenzug für seinen Rücktritt Immunität für sich und seine Angehörigen erhält. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.