Run blieb aus, Branche spricht dennoch von gelungenem Auftakt

26. November 2011, 18:09
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Am meisten vom Weihnachtsgeschäft profitieren Schmuck-, Spielzeug- und Buchhandel

Kaum wo wird derzeit so viel über das Wetter geredet wie im Handel. Am heutigen ersten Einkaufssamstag hat Frau Holle die Branche in ganz Österreich im Stich gelassen. Für die weihnachtliche Stimmung fehle der Schnee, war von Westen bis Osten zu hören. Der große Run blieb heute noch aus, dennoch war der Handel bemüht, eine optimistische Stimmung zu verbreiten und sprach von einem gelungenen Auftakt in das Weihnachtsgeschäft.

Traditionell schlagen die Konsumenten am ersten Einkaufssamstag noch nicht voll zu. Viele haben ihr Weihnachtsgeld noch nicht auf dem Konto und nutzen den ersten Adventshoppingtag zum Schauen. Für den Handel fällt der Heilige Abend mit dem Samstag heuer besonders gut und verlängert die Vorweihnachtszeit um eine Woche. Nach dem vierten und letzten Einkaufssamstag am 17. Dezember haben die Konsumenten nämlich noch eine ganze Woche Zeit, um ihre Geschenke zu besorgen.

Sie setzen in dieser Zeit zum Teil dreimal so viel um wie sonst. 2010 haben die Handelsbetriebe in der Adventzeit österreichweit rund 1,6 Mrd. Euro zusätzlich erwirtschaftet. Jutta Pemsel, stellvertretende Handelsobfrau in der Wirtschaftskammer Österreich, glaubt, dass sich das auch in diesem Jahr ausgeht.

Der Handel hat das Zusatzgeschäft im Dezember auch bitter nötig - für viele Branchen ist es die letzte Hoffnung, heuer noch die Kurve zu kratzen und eine schwarze Null zu schreiben. Sollte das Weihnachtsgeschäft gut laufen, könnte sich für den gesamten Handel real sogar ein Plus ausgehen, schöpfte Pemsel Hoffnung.

Wie viel jeder Österreicher für Weihnachtsgeschenke ausgeben wird, lässt sich seriös nicht beantworten. Die Prognosen der Marktforschungsinstitute driften weit auseinander und variieren zwischen 277 Euro (Ernst & Young) und 446 Euro (GfK) pro Kopf. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: Unter den Christbäumen werden wie schon in den Jahren zuvor Bücher, Schmuck, Spielzeug, Unterhaltungselektronik, Sportartikel, Bekleidung und nicht zuletzt auch Bargeld bzw. Gutscheine liegen. (APA)

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