AT&T erwägt für T-Mobile-Übernahme umfangreiche Verkäufe

26. November 2011, 17:41
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Volumen der anvisierten Maßnahmen sei aber noch nicht festgelegt

Der US-Telekommunikationskonzern AT&T erwägt einem Medienbericht zufolge einen umfangreicheren Verkauf von Unternehmensteilen, um die milliardenschwere Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA doch noch zu retten. Das Volumen der anvisierten Maßnahmen sei aber noch nicht festgelegt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Kreise.

Abstoßen

Im Gespräch seien bis zu 40 Prozent der Vermögenswerte von T-Mobile USA. Das Zugeständnis, Bereiche abzustoßen, sei ein Versuch, die Bedenken des amerikanischen Justizministeriums auszuräumen. Der neue Vorschlag, der am 30. November bei der Behörde zur Anhörung kommen könnte, ist möglicherweise die einzige verbliebene Option, um längere Rechtsstreitigkeiten vor Gericht zu vermeiden.

Anträge auf Genehmigung

Deutsche Telekom und AT&T hatten zuletzt ihre Anträge auf Genehmigung des 39 Milliarden Dollar schweren Verkaufs von T-Mobile USA an AT&T bei der US-Telekommunikationsaufsicht FCC zurückgezogen, um die Transaktion doch noch in trockene Tücher zu bringen. Die Partner kündigten am Donnerstag an, sie wollten sich zunächst auf das vom US-Justizministerium angestrengte kartellrechtliche Gerichtsverfahren konzentrieren.

Große Bedenken

Der Prozessbeginn ist für den 13. Februar angesetzt. Sowohl die Federal Communications Commission (FCC) als auch das Ministerium haben große Bedenken gegen den Deal, weil AT&T ohnehin bereits eine starke Position im US-Markt hat. (APA)

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