Schweigeminuten für Neonazi-Opfer in elf Städten

26. November 2011, 17:05
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Teilnehmer verabredeten sich über die Internet-Plattform Facebook zum "Silentmob"

Berlin/München - Schweigeminuten mit weißen und roten Rosen: Hunderte Menschen haben in elf deutschen Städten der Opfer rechtsextremer Gewalt gedacht. Unter dem Motto "Schweigen gegen das Schweigen" kamen sie am Samstag etwa am Brandenburger Tor in Berlin zusammen, wo sie zum Gedenken an die zehn Opfer der Neonazi-Zelle Rosen niederlegten. Die Teilnehmer hatten sich zuvor über die Internet-Plattform Facebook zum sogenannten "Silentmob" verabredet.

Zu den mehreren Hundert Teilnehmern der Berliner Gedenkveranstaltung gehörten auch Politiker, Schriftsteller und Verbandsvertreter wie Cicek Bacik, Vorstandssprecherin des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB). Sie rief die Gesellschaft zu Solidarität im Kampf gegen Rassismus auf. Bestürzt zeigte sich Bacik darüber, dass die Terrorgruppe NSU so lange unentdeckt blieb.

Stilles Gedenken

In München verharrten rund 200 Menschen zur vereinbarten Zeit und hielten Rosen in die Luft. Danach las eine Initiatorin die Namen der bisher bekannten Opfer der Neonazi-Mordserie vor. Ähnlich viele Teilnehmer kamen in Köln, Essen, Bielefeld und Düsseldorf zusammen. Der Organisator in Köln, Fatih Köylüoglu, zeigte sich zufrieden mit der Aktion. Die Zusammensetzung der Teilnehmer sei "sehr vielfältig und bunt" gewesen.

Im Norden - Kiel, Hamburg und Hannover - erinnerten ebenfalls insgesamt 200 Menschen an die Mordopfer. Ähnlich in Hessen: "Es war eine sehr friedliche Atmosphäre in stillem Gedenken", sagte eine Polizeisprecherin in Frankfurt am Main, dort versammelten sich etwa 70 Menschen an der Hauptwache zu Schweigeminuten.

Die weißen Rosen sollten zudem an die Widerstandsbewegung "Weiße Rose" im Nationalsozialismus und die roten Rosen an die Opfer des rechtsextremistischen Massakers im norwegischen Utoya erinnern, wie der Berliner Verein "Typisch Deutsch" im Internet erklärte. (APA)

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    Gedenken vor dem Brandenburger Tor.

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    Kundgebung in Zwickau

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