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Die Nasa hat am Samstag eine neue Marssonde auf den Weg zum Roten Planeten geschickt.
Washington - Die US-Raumfahrtagentur NASA hat am Samstag eine technisch höchst anspruchsvolle Marssonde auf ihre Reise zum Mars geschickt. Geht alles nach Plan, wird sie ihr Ziel am 6. August 2012 erreichen und den etwa autogroßen Marsrover "Curiosity" (Neugier) in einem riskanten Manöver aussetzen. Er soll dann auf dem Marsboden nach organischen Materialien suchen und insgesamt herausfinden, wie lebensfreundlich oder auch -feindlich der Planet einst war und ist. "Science-Fiction ist nun Science-Fakt", freute sich NASA-Manager Doug McCuistion. Dazu hat das Roboter-Fahrzeug zehn ausgeklügelte Instrumente an Bord, darunter auch ein in Deutschland mitentwickeltes Strahlenmessgerät.
Die Sonde mit dem in einem kapselartigen Modul verpackten Rover hob reibungslos um kurz nach 16.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit an Bord einer Atlas-Rakete in Cape Canaveral (US-Staat Florida) ab. Die Atlas 5 verfügte insgesamt über eine Startmasse von 530 Tonnen, die Nutzlast belief sich auf gut 3,8 Tonnen, wobei "Curiosity" 900 Kilogramm wiegt und die Antriebsstufe, Eintritts- und Landesystem 2.940 Kilogramm schwer sind.
Problemlos auf dem Weg zum Mars
1 Minute und 52 Sekunden nach dem Liftoff wurden die ausgebrannten Feststoffbooster abgeworfen. Die zweite Raketenstufe zündete nach 4 Minuten und 38 Sekunden und brachte die Nutzlast in einen vorübergehenden Orbit zwischen 165 und 324 Kilometern Höhe. 21 Minuten später zündete die Centaur-Oberstufe ein weiteres Mal und brachte die Sonde auf ihre Flugbahn Richtung Mars. Um 16:46 Uhr MEZ wurde die gesamte Oberstufe in eine stabilisierende Rotation um die Längsachse versetzt, kurz darauf trennte sich die Kapsel mit dem Rover, dem Eintritts- und dem Landesystem ab.
Video: Der Abtrennung von der letzten Stufe konnte über eine Kamera an der Spitze der Centaur live mitverfolgt werden. (Quelle: NASA)
Die erste Kurskorrektur auf der weiten Reise sei in zwei Wochen geplant. Technisch sei zunächst somit bisher alles glatt gelaufen, sagte Projektmanager Peter Theisinger: "Unser Raumgefährt erfreut sich bester Gesundheit und ist auf dem Weg zum Mars."
Es ist nach NASA-Angaben die bisher größte und technisch beste Sonde, die jemals für die Landung auf einem Planeten entwickelt wurde. Entsprechend hoch ist auch der Preis: Für die Mission mit allem Drum und Dran macht die US-Raumfahrtbehörde stattliche 2,5 Milliarden Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) locker.
Erleichterung bei der NASA
Die gelungene Abreise löste bei der NASA angesichts der jüngsten Panne beim Start der russischen Marsmond-Sonde "Phobos-Grunt" besondere Erleichterung aus. "Phobus-Grunt" hatte es wegen eines Triebwerk-Problems nicht aus der Erdumlaufbahn geschafft, dreht weiter nutzlos ihre Kreise und muss wahrscheinlich abgeschrieben werden.
Allerdings steht auch für die NASA-Sonde und insbesondere den Rover der große Test noch aus - die Landung. "Curiosity" ist mit seiner reichen Instrumentenlast fünfmal schwerer als seine Rover-Vorgänger "Spirit" und "Opportunity". Wegen des erheblichen Gewichts musste sich die NASA nach eigenen Angaben ein bisher einmaliges und riskantes Landungsmanöver einfallen lassen. Dabei wird das Roboterfahrzeug in mehreren Stufen auf dem Marsboden abgesetzt - zunächst per Fallschirm, dann mit Seilen.
Und auf besondere Präzision kommt es an. Landeplatz ist ein eng begrenztes etwa 20 mal 25 Kilometer großes ebenes Gebiet am Fuße eines Berges, der fast 5.000 Meter hoch vom Grund eines Kraters aufragt. Von hier aus soll der Roboter zu seiner Erkundungstour aufbrechen. Die NASA wählte nach eigenen Angaben diesen Ort, weil Gesteinsformationen und Sedimente am Grund darauf hindeuteten, dass es hier einmal Wasser gegeben habe. Das wiederum eröffne die Möglichkeit, dass sich tief unter der Oberfläche noch lebende Mikroben befänden.
"Curiosity" verfügt unter anderem über einen Bohrer und einen Laser, der die chemische Zusammensetzung des Marsbodens in einem Radius von rund sechs Metern erfassen kann. Der Rover bringt zudem zwei Kameras mit, die dreidimensionale Fotos und erstmals auch Videoaufnahmen vom Marsboden ermöglichen. (APA, red)
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seit dem Start von Curiosity lese ich diese "Go Curiosity" Kommentare. Ich hoffe ja auch, dass alles glatt läuft, aber ist ein Kommentar wirklich besser, wenn man ein simples englisches Wort und das gleich zwei mal einbaut.
Ich meine, zum strichl hamstern scheint es ja zu funktionieren, "go Curiosity" bekommt sicher mehr als "guten Flug Curiosity". Sind wir wirklich so einfach gestrickt?
Wenn eine Sache wie die genügt Sie aufzuregen dann möchte ich wirklich nicht ihr leben führen. Und dass curiosity (Achtung englisches Wort) als Amerikaner nun mal englisch spricht ist einfach Fakt. Gemma curiosity würde das Ding einfach nicht verstehen.
Liebe grüsse.
das war nichts weiter als eine kleine Anregung und dass Curiosity Neugierde heiß weiß auch fast jeder.
Ich habe mich auch nicht gegen die Sprache ansich gewendet.
Naja, dass Curiosity Englisch spricht wage ich zu bezweifeln aber man kann die Programmiersprachen ja auch als teil der Englischen Sprache sehen.
Einen schönen Tag :)
dass Curiosity nur nach Leben sucht ist schon sehr eingeschränkt dargestellt. Von Geologischen Untersuchungen, Spektrometischen Analysen bis zum Messen verschidener Strahlungswerte ist das MSL für viel mehr gebaut worden als nur der Suche nach Leben.
Nicht dass irgendein Ignorant nach zwei Jahren behauptet, super war eh alles umsonst, wir haben kein Leben gefunden. Das Mars-Science-Laboratory trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Es ist ein richtiges Labor zum Untersuchen von Proben, Strahlung usw.
Außerdem geht es auch darum die Bedingungen für eine mögliche bemannte Marsmission zu eruieren.
... dann kann ich Ihnen nur dringend empfehlen, sich ganz gschwind fuer einen Studienplatz bei Caltec oder MIT zu bewerben. Da dort lt. ihrem Scherzerl eh nur unintelligente Menschen werkeln, muss ihre Chance, dort aufgenommen zu werden, eigentlich sehr gross sein, und auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen ein Begabtenstipendium gewaehrt wird, ist sehr hoch, zumal ihre Konkurrenten ja Amivollpfosten sein werden!
Viel Glueck dabei!
dass wir Roboter für uns arbeiten lassen und zum Glück
mache ich keine Werbung für meinen Mobileprovider.
Soll ja Leute geben die zwar ein Smartphone haben,
aber keine Ahnung von der Bedienung und genau für
solche Menschen bauen wir Roboter ;-).
Ich wünsche dieser Mision sehr viel Glück, auch wenn
das Geld imMo wo anders wahrscheinlich besser
angelegt wäre. Jedoch die Hoffnung wichtige Boden-
schätze auf nicht lebenswerten Planeten abzubauen
gibt solchen Vorhaben eine absolute Berechtigung.
Die NASA versucht krampfhaft "Leben ausserhalb der Erde" zu finden während Planet Erde voll damit ist. Das sichert weitere Forschungsgelder, auch wenn wir alle wissen das es kein Leben auf dem Mars gibt. Danach fabrizierte man die Meldung "gut, es gibt kein Leben auf dem Mars, aber es gab dort mal Wasser und somit vielleicht Leben".
Letzten Endes ist es ein Mittel Geld zu lukrieren.
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