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"Islamistische Gefahr nicht aufbauschen"

Interview | Anna Giulia Fink, 26. November 2011, 13:14
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    foto: privat

    Mahmoud Tawlik: "Die Muslimbrüder sind schon seit Jahren aktiv in der Politik. Aber sie sind keine starke Partei. Sie sind auf der Straße unbeliebt, das Problem ist, dass die säkulare Opposition sehr schwach ist"

egyptvotes.org bietet Ägyptern Informationen vor Wahl am Montag - Mitbetreiber Tawlik erklärt, welche Parteien reüssieren könnten

Mahmoud Tawfik ist Mitbetreiber der Seite egyptvotes.org, die Berichte und Informationen rund um die bevorstehenden Wahlen in Ägypten und die antretenden Parteien im Internet anbietet. Hilfreich sollen dabei nicht nur Hintergrundinformationen zu den einzelnen Parteien sein. Ein Test, der einem anhand von 29 Fragen die Wahl erleichtern soll. Wie er den Wahlausgang einschätzt, erzählt Mahmoud Tawfik im derStandard.at-Interview.

derStandard.at: Wie groß ist das Bedürfnis nach einer Orientierungshilfe?

Mahmoud Tawfik: Solche Projekte wurden bereits in einigen Ländern ausprobiert, unter anderem in Deutschland mit dem „Wahl-O-Mat". Wie gut es hier ankommt, sieht man anhand der Nachfrage. Innerhalb der ersten 24 Stunden hatten wir um die 8.000 Nutzer, nach etwas über einer Woche waren es rund 20.000 Nutzer. Ich merke tagtäglich, wie groß die Orientierungslosigkeit bei den Leuten ist. So eine Software kann zwar nicht die endgültige Antwort geben, aber sie ist eine Hilfe. Zumal wir sehr viel Hintergrundinformation auf die Seite geladen haben zu den Parteien, zu ihren Programmen, zu den strittigen Fragen. Die Kernfragen, an denen sich die Parteien spalten, entscheiden schließlich die Wahlen.

derStandard.at: Können Sie eine Einschätzung dazu abgeben, welche Parteien im Moment favorisiert werden auf Ihrer Seite?

Tawfik: Das ist schwierig zu sagen, da man beachten muss, dass wir hier von Internetusern sprechen, also von einer vergleichsweise geringen Zahl und einer bestimmten Klientel, die relativ gebildet und weltoffen ist. Da muss man natürlich vorsichtig sein mit zu schnellen Rückschlüssen. Mein Bekanntenkreis entspricht zum Großteil derselben Klientel. Was die angeht, kann man schon sagen, dass die neuen Parteien schon ganz gut ankommen. Die Sozialdemokraten, die „Freien Ägypter" sowie die linksgerichtete populäre "Volksallianz" kommen ganz gut an bei Internetusern. Wenn es nach dem Internet gehen würde, würden diese neuen Parteien zusammen auf etwa 30 Prozent kommen. Sie sind die Speerköpfe der „Revolutionsparteien", die im Geiste der Revolution gegründet wurden.

Wenn Internetuser alleine die Präsidentschaftswahl entscheiden würde, wäre Mohammed El-Baradei (ägyptischer Diplomat und Ex-IAEO-Chef, Anm.), der voraussichtlich bei den Präsidentschaftswahlen antreten wird, auf jeden Fall ganz weit vorne. Wenn man sich aber die Orientierung in den unteren Schichten oder am Land ansieht in die Rechnung miteinbeziehen würde, käme bestimmt ein ganz anderes Bild heraus.

derStandard.at: Welche von den drei Parteien, die sie als federführend bezeichnet haben, ist die populärste?

Tawfik: Die "Freien Ägypter" würde ich ganz oben ansiedeln, dann die Sozialdemokraten und dann die "Volksallianz". Man brauchte eine Mindestzahl von 5.000 Mitgliedern für die Zulassung als Partei. Die Partei „Freie Ägypter" hatte schon bei Einreichung der Papiere mehr als 10.000 Mitglieder. Was an ihrem Chef (Naguib Sawiris, Multimilliardär und Geschäftsmann, Anm.) liegt, der der über gute Kontakte verfügt, finanziell gut gerüstet ist und über eigene Kanäle besitzt, was natürlich dazu beiträgt, besser für sich Werbung machen zu können.

derStandard.at: Die "Jugendbewegung 6.April" gilt als einer der wichtigsten Architekten der Aufstände gilt. Welche Rolle spielen die ehemaligen Aktivisten vor der Wahl?

Tawfik: Sie halten sich bewusst aus der Parteipolitik heraus. Im Moment sind sie vor allem zusammen mit anderen Gruppierungen in der Hinsicht aktiv, die Kandidatur ehemaliger regierungstreuer Politiker zu entlarven. Sie machen also bekannt, wenn es sich bei Kandidaten um ehemalige Mitglieder von Mubaraks Partei (die mittlerweile aufgelöste Nationaldemokratischen Partei, NDP, Anm.) handelt, die als unabhängige Kandidaten oder auf Wahllisten anderer Parteien antreten. Einige Aktivsten gehen ganz gezielt gegen diese Leute vor, sie reißen etwa all ihre Plakäte ab. Allerdings weiß ich nicht, ob die Jugendbewegung des 6. April bei diesen Aktionen mitmacht.

derStandard.at: Wie haben Sie die Haltung gegenüber der Wiederkandidatur ehemaliger NDP-Mitglieder erlebt?

Tawfik: Es gibt starken Druck dagegen, aber keine solide rechtliche Grundlage. Ich glaube, dass sehr viele Menschen nicht so weit gehen würden, jedes einzelne ehemalige Mitglied von der politischen Landschaft auszuschließen. Es geht den meisten mehr um das Verbot für Führungsmitglieder oder ehamalige Parlamentarier, denen Wahlvergehen nachgewiesen wurden bei vergangenen Wahlen. Das auf alle zu verallgemeinern, geht vielen zu weit. Immerhin sprechen wir von drei Millionen ehemaligen Mitgliedern. Die NDP war für viele, die nicht unbedingt ihre Ideologie vertraten, das einzige Ticket ins Parlament. Ich persönlich wäre auch dagegen, hier quasi mit der Machete durch den Urwald zu gehen und nicht zwischen den einzelnen Historien zu unterscheiden.

derStandard.at: Als Wahlsieger werden immer wieder die Muslimbrüder genannt. Welche Rolle spielt Religion in diesem Wahlkampf?

Tawfik: Die Muslimbrüder sind schon seit Jahren aktiv in der Politik. Aber sie sind keine starke Partei. Sie sind auf der Straße unbeliebt, das Problem ist, dass die säkulare Opposition sehr schwach ist. Darauf hat das Ex-Regime schließlich auch immer hingearbeitet. Die Muslimbrüder waren immer sehr leicht zu manipulieren. Sie waren immer eine verbotene Bewegung, andererseits konnten sie als Partei nahe 80 Abgeordnete ins Parlament schicken, wodurch Mubarak sich als vermeintlich demokratisch präsentieren konnte. Mit der gleichen Karte rechtfertigte man unter Mubarak dann wiederum die Einschränkungen der Menschenrechte - also, dass es um die Eindämmung der „islamistischen Gefahr" ging. 

Das Problem war immer die Schwäche der Opposition. Ägypten war immer ein in religiöser Hinsicht sehr moderates Land. Es gibt eigentlich keinen Boden für radikale Parteien und die meisten Leute lassen sich nicht durch Almosen kaufen. Sie nehmen die Almosen schon an, aber das heißt nicht, dass sie im Wahllokal dann automatisch den Muslimbrüdern ihre Stimme geben. Die große Frage ist nur, wen sie wählen sollen, wenn nicht die Muslimbrüder oder Ex-Mitglieder des Mubarak-Regimes? Die Oppositionsparteien wurden systematisch kaputt gemacht, wodurch sie jetzt langen Anlauf brauchen. Es wird lange dauern, bis sie Fuß fassen können, aber es ist wichtig, die islamistische Gefahr nicht allzu sehr aufzubauschen. (fin, derStandard.at, 25.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 56
1 2
hishkhil
01
28.11.2011, 15:15

Die 45% Analphabeten in der ägyptischen Bevölkerung werden die Website mit ihren Anfragen zum zusammenbrechen bringen.....
Was Hr. Tawfik verbreitet grenzt an Schwachsinn, gerade die Muslimbrüder haben "auf der Straße" ihren Rückhalt. Und wie moderat die ägyptische Mehrheitsbevölkerung ist, erkennt man am täglichen Umgang mit der koptischen Minderheit.

Truhe
 
185
27.11.2011, 16:03

Also wenn ich schon unbedingt Angst vor religiösen Irren haben muss dann machen mir da gerade ein paar Amerikaner bedeutend mehr sorgen als die Ägypter.

Hans Müller1
 
36
27.11.2011, 20:33

Die Angst muss ja riesengroß sein wenn viele Moslems nichts lieber täten als in die USA auszuwandern (oder ins ebenso pöse christliche Europa)

klaus dona
00
28.11.2011, 14:53
Einwandern Hansi Müller

Die Muslime werden in muslimischen Laendern massakriert und nicht in den westlichen Laendern.

Das muss der Grund sein.

77 88
33
27.11.2011, 15:58
Blödsinn ...

... WWI, WWII etc. waren keine Religionskriege. Der Glaube auf Basis der Bibel (Juden, Christen) kennt keine Glaubensausbreitung durch das Schwert. Juden sind überhaupt nicht missionarisch, Christen auf Basis der Botschaft des Juden Jesus von Nazareth dürften nie das Schwert erheben, um andere von ihrem Glauben zu überzeugen. Wenn sie es doch tun (Kreuzzüge), dann sind sie fern der biblischen Offenbarung. Der Koran, die geoffenbarte Wahrheit Allahs, hat jedoch den Hl. Krieg in benahe jeder Sure festgeschrieben. Mohammed hat die Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert vorangetrieben. Die Hadithen sprechen ständig von der Verbreitung des Glaubens durch das Schwert. Daher ist der Islam von seinem Wesen her eine gewalttätige Religion.

klaus dona
00
28.11.2011, 15:27
Für Geld Kriege zu führen ist

auch ein religiös motivierter Krieg. Ihr Gott ist halt Geld. Sonst sehe ich keinen Unterschied. Die Moslems sagen halt sie kaempfen für Gott, aber das exkludiert nicht, dass man eigentlich seine Familie und sich verteidigt.

BK W. Shoyssel
21
28.11.2011, 11:05

im Koran (Sure 33, Vers 26 bis 27) wird auch vom ersten muslimischen Genozid an Juden samt nachfolgender "Ar|sierung"* berichtet, nach der sog. Grabenschlacht (627 n.Chr). Richtig "nett".

"Und er veranlaßte diejenigen vom Volke der Schrift, die ihnen halfen, von ihren Kastellen herabzusteigen, und warf Schrecken in ihre Herzen. Einen Teil erschlugt ihr und einen Teil nahmt ihr gefangen. Und er gab euch zum Erbe ihr Land und ihre Wohnungen und ihr Gut, und ein Land, das ihr nie betratet. Und Allah hat Macht über alle Dinge."

http://gutenberg.spiegel.de/buch/5228/33

http://koptisch.wordpress.com/2011/07/1... -mohammed/

* "er gab euch zum Erbe ihr Land und ihre Wohnungen und ihr Gut"

istmirnichtmehrschnuppe
00
28.11.2011, 16:22

zu dieser zeit waren die muslime wegen der andauernden unterdrückung, folter, mord an muslimen in mekka, bereits nach medina emigriert. mit dem jüdischen Stamm Banu Qurayzah gab es ein friedensabkommen, jedoch brachen diese ihr wort, und wollten mit anderen stämmen aus mekka die muslime restlos vernichten. als dies nicht gelang, wurden ihre soldaten zur strafe enthauptet, die frauen und kinder gefangengenommen, ihr land u. besitz übernommen. ja, das waren aber andere zeiten, und der plan der stämme war es ja, die muslime restlos zu ermorden, und zwar inkl. frauen und kinder. soll ich ihnen ein paar grausame verse aus der bibel oder torah heraussuchen?

BK W. Shoyssel
00
28.11.2011, 18:05
"wurden ihre soldaten zur strafe enthauptet, die frauen und kinder gefangengenommen"

Es wurden nicht "die Soldaten" enthauptet, sondern alle, die nicht Frau oder wirklich Kind waren.

Die Frauen wurden nicht "gefangengenommen" sondern mißbraucht und/oder zwangsverheiratet oder verkauft. Die Kinder als Sklaven verkauft.

http://en.wikipedia.org/wiki/Banu_Qurayza
(die deutsche Wiki-Version beschönigt zu sehr)

"As part of his share of the spoils, Muhammad selected one of the women, Rayhana, for himself and took her as part of his booty. Muhammad offered to free and marry her and according to some sources she accepted his proposal, while according to others she rejected it and remained the Prophet's slave and concubine. She is said to have later become a Muslim."

istmirnichtmehrschnuppe
00
30.11.2011, 06:11

wollen Sie wirklich hier und jetzt Theologie- Geschichte diskutieren? Ich meine, Sie lesen sich einfach die Teile heraus, die Ihre vorgefasste Meinung bestärkt. In selbigem Text auf Wiki lese ich; die jüdischen Stämme in Medina baten, Mohamed zu kommen, um zw. den befeindeten Stämmen zu vermitteln (er war vertrauenwürdig u. fair). die qurayza wurden von einem anderen jüd. Stamm überredet, den Friedensvertrag zu brechen u. sich am Angriff auf die Muslime zu beteiligen (erst wollten sie nicht, weil Mohamed z.B. noch nie einen Vertrag mit ihnen gebrochen hatte). Nachdem der Angriff misslang, baten die qurayza um einen musl. Richter aus ihrem Stamm, dieser urteilte nach jüdischem Recht, sein Urteil wurde angenommen.

BK W. Shoyssel
00
1.12.2011, 06:43

Um Gottes, Allah oder Brahmas Hilfe!

Was sie da lesen ist die Geschichte der Sieger. Noch dazu religiös verklärt.

Und selbst da steht noch drinnen, dass Moh@mmed und seine Freunde ein ganzes Volk ausgerottet haben. Stellen Sie sich doch mal vor, Deutschland hätte den 2. WK gewonnen. Na, wie würde die Geschichte der Shoah, aufgezeichnet von parteitreuen deutschen Historikern, wohl aussehen?

istmirnichtmehrschnuppe
00
1.12.2011, 14:04

mit Verlaub, das wiki link kam von Ihnen, und die Quellverweise sind zu mehr als 90% jüdisch-christliche. (Die großteils jüdische Wiedergabe der Geschichte aus Quellen jüdischer Nachfahren wird von anderen Autoren (the revisionist approach) beanstandet.

Und auf keinen Fall wurde ein ganzes Volk vernichtet, weil sie Juden waren, noch zum Genizid aufgerufen. Es wurde ein jüdischer Stamm nach dem jüdischen Gesetz, dem Talmud, für deren Verrat bestraft. Es lebten auch danach noch Juden in Medina friedlich neben Muslimen und im islamischen Reich der Kaliphen sowieso.

Der Vergleich mit den Nazis ist absolut unzulässig, in jeder Hinsicht.

BK W. Shoyssel
00
2.12.2011, 06:45
Kein Genozid (Völkermord)?

Hören Sie bitte endlich mit dem Beschönigen dieses unfassbaren Verbrechens auf, bei dessen Schilderung wir selbstverständlich auf islamische Primärquellen angewiesen sind.

Die Ereignisse in Ruanda oder Srebrenica halten Sie wohl auch nicht für Völkermord, weil das einige überlebt haben und nun immer noch "friedlich" in Bosnien, bzw. Ruanda leben?

istmirnichtmehrschnuppe
00
7.12.2011, 14:59
überlegen Sie

Wäre das Ziel ein Genozid am jüdischischen Volk gewesen, dann hätten die Muslime die jüdischen Frauen nicht geheiratet (was diese offensichtlich auch ablehnen konnten) u. ihnen die Freiheit geschenkt. Die anderen Frauen hätte man nicht an andere jüdische Stämme weiterverkauft, also in die Freiheit. Es kam zu keiner Zeit im isl. Reich zu einer Judenverfolgung, und es haben nicht zufällig einige Juden eine Verfolgung überlebt, sondern es gab keine Verfolgung, keinen Aufruf zum Völkermord, keine Synagogen wurden zerstört. Und das ist mein letztes Posting hier zu diesem Thema.

BK W. Shoyssel
00
8.12.2011, 14:46
ihr letztes Posting hier zu diesem Thema?

wie erfreulich, dann hören endlich diese Behübschungsversuche bei diesen unfassbaren Verbrechen auf.

klaus dona
10
28.11.2011, 15:15
Die Ihnen halfen

Igor Gassner
61
28.11.2011, 07:58
Die Juden haben massiv missioniert bis das das Chrisentum

Staatsreligion wurde waren die Juden eine große Kongurenz dann hat das Christentum die Missionstätigkeit mit Gesetzen untertrückt

hishkhil
01
28.11.2011, 15:21

Ihr Posting bewegt sich auf der Ebene der Rechtschreibung, wie auch auf der des Inhaltes auf dem gleichen Niveau.

Der elegante Herr von nebenan
 
00
28.11.2011, 14:06

echt? Auf Belege werden wir wohl lange warten

Seria
243
27.11.2011, 14:27

ma sollte auch die von Christen ausgehende Gefahr nicht verniedlichen!. Zwei Weltkriege: Christen!
Nachher: Millionen Tote verursacht durch Christen: Korea, Vietnam, Iraq, Balkan, N. Afrika, ...

_tom_100
13
27.11.2011, 17:41

Trotz aller Gräueltaten, die der Kirche im Laufe der Zeit zugeschrieben werden können, so haben doch die beiden Weltkriege nichts mit der christlichen Religion per se zu tun.

Hossam Hassan
15
27.11.2011, 16:04
Nichts von dem ist wahr

Kein einziges Wort hält auch nur irgendeiner historischen Prüfung stand. Ist es Unkenntnis, Dummheit oder einfach nur Ressentiment?

altheaal
00
28.11.2011, 13:05

ich glaube, dass dieses zynische posting eher zeigen soll, dass es äußerst gefährlich ist, wenn man die Ursache für gewisse ereignisse in nur einen einzigem gemeinsamen Nenner sucht. dadurch vernachlässigt man die umfassenderen historischen, sozio-ökonomischen Umstände und kreiert ein feindbild!

Lopovluk
00
27.11.2011, 13:38
Warum gewinnen die Islamisten überall?

Truhe
 
01
27.11.2011, 17:26
Weil die Religion in diesen Ländern die einzige Struktur war die neben dem Staatsapparat der Diktatoren akzeptiert werden musste, bzw. Teil des Systems war.

Deshalb war es vorrauszusehen dass sich die Gruppen die die Religion als Teil ihrer Politik akzeptieren am Anfang von der besseren Organisation und Vernetzung profitieren werden während die "echte" politische Opposition diese Strukturen erst aufbauen muss. Es ist absolut logisch und war klar vorhersehbart dass islamnahe Parteien bei den ersten Wahlen die Nase vorn haben würden. Zuerst waren diese Länder Kolonien, dann jahrzehntelang Diktaturen und jetzt sollen sie sich von Elfe auf Mittag in moderne Demokratien verwandeln. wie stellt's euch das denn vor ihr Traumtänzer - das wird seine Zeit dauern und das war von vornherein völlig klar.

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