Saison steht vor Rettung

26. November 2011, 14:33
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"Wir wollen Basketball spielen" - Spielbetrieb soll am 25.12. beginnen

New York - Das Warten ist vorbei, die Dallas Mavericks können ihre Mission Titelverteidigung wahrscheinlich am ersten Weihnachtstag beginnen. Am 149. Tag des NBA-Arbeitskampfes haben Clubbesitzer und Spieler endlich eine "vorläufige Vereinbarung" getroffen, die den zweitlängsten Lockout in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga beenden soll. Stimmen beide Seiten dem neuen Tarifvertrag in den kommenden Tagen zu, wird die neue Saison am 25. Dezember beginnen. "Wir wollen Basketball spielen", sagte NBA-Boss David Stern am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) nach einer weiteren Marathonsitzung.

"Wir sind optimistisch, dass die NBA-Saison am 25. Dezember mit drei Spielen beginnt", erklärte Stern. Das Eröffnungsspiel der dann auf 66 Begegnungen pro Team verkürzten Spielzeit würden Champion Dallas und Finalgegner Miami Heat bestreiten, sollte die Liga die ursprünglich für den prestigeträchtigen Weihnachtstag angesetzten Partien aufrechterhalten. Die verkürzten Trainingscamps und eine Mini-Transferperiode sollen am 9. Dezember beginnen.

15 Stunden lang hatten Liga und Spielervertreter in einem New Yorker Hotel verhandelt, um eine drohenden Komplettabsage der Saison doch noch abzuwenden. "Wir dachten, es ist in unser beider Interesse, eine Lösung zu finden und die Saison zu retten", erklärte Spielerboss Billy Hunter.

Genaue Details über die neue Vereinbarung sickerten zunächst nicht durch. Die Verhandlungskommission der Clubbesitzer sollte noch am Samstag über den "Handschlagvertrag" informiert werden, auch die Spieler sollen zeitnah kontaktiert werden. "Bitte lass es wahr sein", twitterte Superstar Kevin Durant. "Ich habe wieder einen Job", verkündete Jeremy Lin von den Golden State Warriors in seinem Twitter-Account.

Auch Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki wird nun schnell in die USA zurückkehren. Der 33-Jährige hatte in dieser Woche mit seinem Privatcoach wieder das Training aufgenommen. Für den Fall, dass es in den USA keine Einigung gegeben hätte, hätte sich der Würzburger nach einem Club in Europa umgeschaut. Doch nun scheinen diese Pläne hinfällig geworden zu sein.

Noch ist der neue Deal aber nicht perfekt. "Es liegt immer noch viel Arbeit vor uns. Wir sind aber froh, dass wir soweit gekommen sind", sagte Stern. Hunter zeigte sich optimistisch, dass die Profis den neuen Kontrakt absegnen werden. "Wir sind zuversichtlich, dass die Spieler den Vorschlägen zustimmen, wenn wir sie ihnen präsentieren", meinte er.

Die Verhandlungen zwischen beiden Parteien waren am 14. November abgebrochen worden, nachdem die Spieler ein "nachgebessertes Angebot" der Liga abgelehnt hatten. Darin war eine Verteilung der Gesamteinnahmen in Höhe von rund vier Milliarden Euro nach dem Schlüssel 50:50 vorgesehen gewesen. Die Spieler hatten dies akzeptiert, den Vorschlag aber wegen einiger anderer Punkte zurückgewiesen. Laut US-Medienberichten sollen auch in der nun getroffenen Vereinbarung die Einnahmen geteilt werden.

Die Spielergewerkschaft (NBPA) hatte sich am 14. November aufgelöst und eine gemeinschaftliche Kartellklage gegen die Liga angestrengt. Stern hatte damals von einem "nuklearen Winter" gesprochen. Die in dieser Woche wieder aufgenommenen Gespräche konnten deshalb offiziell nicht als Tarifgespräche geführt werden. Die Vereinigung der Profis muss sich nun wieder neugründen, um den Spielern die Vereinbarung zur Abstimmung vorzulegen. Dies gilt aber als Formsache. (APA)

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