Linz besiegt Ljubljana, Salzburg schlägt Fehervar, Caps patzen bei Jesenice
Der VSV hat seine Erfolgsserie vor Heimpublikum am
Freitag prolongiert und zudem auch gegen die Graz 99ers neuerlich
keinen Treffer kassiert. Der Tabellenvorletzte setzte sich in der 25.
Runde der Erste Bank Liga 5:0 (1:0,2:0,2:0) durch. Mike Craig und
Markus Peintner taten sich dabei als Doppel-Torschützen hervor. Die
Villacher haben nach dem vierten Heimsieg in Folge und dem dritten
ohne Gegentor nur noch einen Punkt Rückstand auf die seit der
Länderspielpause erst einmal erfolgreichen Steirer.
Vor 3.200 Zuschauern gelang Craig (17.) nach wenig berauschendem
ersten Drittel die glückliche Führung. Ein Heber des Kanadiers fand
den Weg an Graz-Tormann Cloutier vorbei ins Netz. Im deutlich
flotteren Mitteldrittel stand Ex-Graz-Spieler Peintner bei zwei
Abstaubern (33., 36./PP) goldrichtig und sorgte so für die
Vorentscheidung.
Viereinhalb Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Craig in Überzahl
auf 4:0, in der Schlussphase fixierte Gerhard Unterluggauer (55.) den
Endstand. Damit halten die Kärntner nach den jüngsten vier
Heimspielen bei einem Torverhältnis von 18:1.
Caps verlieren in Jesenice
Die Vienna Capitals haben sich
Tabellenschlusslicht Jesenice auswärts 2:3 (1:0,1:2,0:0/0:0,0:1) nach
Penaltyschießen geschlagen geben müssen. Die zuletzt zweimal
erfolgreich gewesenen Wiener verbesserten sich aber dank des einen
Punktes auf Tabellenplatz sechs. Jesenice, das nach vier Niederlagen
wieder gewann, hielt Anschluss an den ebenfalls siegreichen VSV.
Nach der frühen Führung durch Pat Kavanagh (5.) brachte Anze
Kuralt (25./SH, 37.) die Slowenen im Mitteldrittel in Führung. Durch
einen Powerplay-Treffer von Jonathan Ferland (39.) ging es aber doch
noch mit einem Remis in die letzte Pause. Beim 2:2 blieb es auch im
Schlussabschnitt. Nachdem auch die Verlängerung torlos geblieben war,
sicherte der zweifache Torschütze Kuralt den Slowenen schließlich im
Penaltyschießen den Sieg.
Salzbug befolgt Serie
Es ist die vielleicht schon unglaublichste Serie
in der (EBEL): Red Bull Salzburg hat alle
Heimspiele gegen Fehervar bisher gewonnen. Sieg Nummer 13 gab es am
Freitag vor 2.500 Zusehern in der Eisarena Volksgarten. Brent Aubin
(22.), Thomas Raffl (49.) und Ramzi Abid (57.) machten den knappen
3:2-Erfolg perfekt, die Ungarn waren am ersten Auswärtssieg in
Salzburg aber so nahe dran, wie wohl noch nie zuvor.
Nach 30 furiosen Minuten der Salzburger, in denen sie leichtfertig
zahlreiche Chancen vergeben hatten, wurden die Ungarn durch Konter
immer gefährlicher und gingen nach 44 Minuten durch Mihaly gar nicht
unverdient 2:1 in Führung. Doch im Finish setzte sich die deutlich
höhere Klasse der Salzburger durch. Die Entscheidung in einer sehr
fair geführten Partie (nur sechs Strafminuten) besorgte Abid
dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene mit einem Nachschuss.
Damit rückte Salzburg, das mangels Visum noch auf Neuzugang Rob
Davison verzichten musste, auf Rang zwei in der Tabelle vor.
Klare Verhältnisse in Linz
Die Linzer Black Wings marschieren weiter vorneweg. Am Freitag feierten die
Oberösterreicher im Schlager vor eigenem Publikum einen
4:0-(0:0,3:0,1:0)-Erfolg gegen Olimpija Ljubljana und sind nach ihrem
dritten Sieg en suite weiter unumstrittener Tabellenführer. Die
Treffer für die klar überlegenen Hausherren erzielten Mairitsch
(25.), Spannring (26.), der Linzer Topscorer Irmen (33.) und Veideman
(45.).
Linz dominierte von Beginn an, agierte schnell und vorm
gegnerischen Tor stark. Weil aber auch Ljubljanas etatmäßiger
Zweiergoalie Pintaric zur Hochform auflief, blieben die Black Wings
im ersten Drittel noch ohne Tor. Kurz nach Wiederbeginn verloren die
Gäste Ropret nach einem harten, aber nicht unfairen Check Kellers und
kassierten in der Folge drei Gegentreffer. Mairitsch (25.), Spannring
(26.) und Irmen (33.), der nun bei 15 Saisontoren hält, stellten auf
3:0 und sorgten so für die Vorentscheidung.
Auch das Schlussdrittel gehörten den Linzern. Veideman machte in
der 45. Minute den Sack zu, die Slowenen waren mit dem 0:4
schließlich sogar gut bedient. Linz-Goalie Westlund durfte sich über
sein erstes Spiel ohne Gegentor in dieser Saison freuen. (APA)