Amnesty sieht "alarmierenden Rhythmus" bei Hinrichtungen im Königreich
Riad - Ein wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilter
Saudi-Araber ist am Freitag mit einem Säbel geköpft worden. Der Mann sei am
Freitag in Riad hingerichtet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA
unter Berufung auf das Innenministerium. Der Mann hatte sich demnach seiner
Verhaftung wegen Drogenhandels widersetzt, dabei einen Polizisten getötet und
weitere Beamte mit einer Automatikwaffe verletzt. In diesem Jahr wurden in
Saudi-Arabien bisher mindestens 71 Menschen hingerichtet.
Im September hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die
Regierung in Riad zu einem "sofortigen Moratorium" aufgefordert, da die
Hinrichtungen einen "alarmierenden Rhythmus" angenommen hätten. 2010 seien 27
Menschen und 2009 67 Menschen in dem Land hingerichtet worden. Diebstahl, Mord,
bewaffneter Überfall, Drogenhandel und der Austritt aus dem Islam werden in
Saudi-Arabien mit der Todesstrafe geahndet. In der ultrakonservativen Monarchie
wird das islamische Recht der Scharia angewendet. (APA)