ÖAAB

VP-Arbeitnehmer wollen Pflegeurlaub ausweiten

25. November 2011, 17:53
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    foto: standard/cremer

    Mikl-Leitner beim Bundeskongress der Beamten Anfang November.

Beim Bundestag in Linz versucht der Arbeitnehmerbund der ÖVP sein soziales Profil zu schärfen - Gefordert werden unter anderem mehr Sozialleistungen der Betriebe

Wien - Es ist fast eine niederösterreichische Erbpacht: Wenn die Arbeitnehmer in der ÖVP am Samstag im Linzer Raiffeisenforum ihren Bundestag abhalten, wird Johanna Mikl-Leitner auf die Spitzenposition gehievt - nur vier ihrer Vorgänger (Lois Weinberger, Alfred Maleta, Herbert Kohlmaier und Fritz Neugebauer) kamen nicht aus Niederösterreich.

In Niederösterreich ist die Durchdringung des öffentlichen Dienstes mit ÖAAB-Mitgliedern legendär - tatsächlich muss sich die schwarze Arbeitnehmerorganisation aber vor allem in der freien Wirtschaft profilieren. Und zwar über das hinaus, was ohnehin von den Gewerkschaften (in denen die ÖAAB-FCG-Fraktion vertreten ist) geleistet wird.

Der Leitantrag, der beim Bundestag beschlossen werden soll, setzt daher eine Reihe von Akzenten, die vor allem in der Privatwirtschaft greifen und die Stellung der Mitarbeiter verbessern sollen. Ein Kernpunkt des Antrags "Arbeitslust statt Arbeitsfrust" befasst sich mit der Pflegefreistellung. Der Pflegeurlaub ist derzeit auf eine Woche beschränkt, für erkrankte Kinder unter zwölf Jahren kann eine weitere Woche Freistellung beantragt werden.

Das ist dem ÖAAB zu restriktiv: Drei Wochen sollen es sein, sagt Generalsekretär Lukas Mandl - und der Kreis der Anspruchsberechtigten gehöre auch ausgeweitet. Mandl im Gespräch mit dem Standard: "Derzeit ist die Pflegefreistellung daran gebunden, dass man mit dem gepflegten Kind im gemeinsamen Haushalt lebt - aber die meisten von Scheidung betroffenen Kinder leben nicht mit beiden Eltern im gemeinsamen Haushalt, ein geschiedener Vater kann sich für die Pflege seines Kindes derzeit nicht freinehmen. Das gehört rasch geändert."

Diese Forderung geht - wie die schon bekannten nach Anrechnung von Elternkarenz auf Vorrückung, Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur "Abfertigung neu" und Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter - voll zulasten der Betriebe. (Conrad Seidl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.11.2011)

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22 Postings
legal eagle
 
00

pflegefreistellung für "patchwork"-eltern war, denke ich, zumindest seit 2002 ein leitantrag der fsg-fraktion beim ögb-bundeskongress.

schön, dass sich der öaab schon nach weniger als 10 jahren dem anschließen kann.

die relevante frage ist jedoch, ob und wie sie ihre parteifreunde vom arbeitgeberflügel auf ihre seite bringen wollen.

ginge es nämlich nur um die arbeitnehmer-seite, wäre das schon lange gesetz...

Ingrid Goeschl
00
26.11.2011, 12:42
In großen Teilen der Privatwirtschaft kann man bei Inanspruchnahme von Pflegeurlaub oder längeren Krankenständen den Hut nehmen.

Profitieren tun von solchen Forderungen nur jene, die ohnedies im sicheren Boot sitzen, nämlich Beamte und Angestellte von staatsnahen Unternehmen.

Vielleicht sollte man zuerst einmal zusehen, dass alle die Mindestrechte bekommen, bevor man die Rechte Einzelner erweitert?

mute_conspiracy
00
26.11.2011, 12:42

super foto wiedermal.

Frietz
10
26.11.2011, 09:33
Befremdende, sehr befremdend !

Eigentlich unglaublich, dass man mit solchen Leuten Politik macht. Sich überhaupt traut, solche herzuzeigen.

Ich komm mir vor, wie in einem Horrorfilm. Mir läuft es kalt über den Rücken und die Haare stellen sich auf, bei dem Anblick.

Ist das ein Wählervertreibungsprogramm der Öster. Verbrecherpartei?

didi111
00
26.11.2011, 09:39

Für IHRE Optik kann sie nichts.....

Sie sollte an ihren Aussagen gemessen werden..

living reef
01
26.11.2011, 09:26
es gibt keinen pflegeurlaub sondern PFLEGEFREISTELLUNG!

die pflege von kranken angehörigen kann keinesfalls als urlaub bezeichnet werden. sonst würden ja die meist pflegenden frauen ein sonniges urlaubsleben haben und berufstätige männer - gerade in machoberufen - nach rückkehr in die arbeit mit : "na loisl wia woa denn dei ualaub..." begrüßt werden. die fälschliche bezeichnung pflegeurlaub wertet insgesamt diese für die gesellschaft wichtige tätigkeit massiv ab.

alpentiger
01
26.11.2011, 09:16
Rating für manche unserer Politiker: "Ramsch"?

Der ÖAAB-, ÖGB-, und sonstiger Pfründe- und privilegienklüngelnde, unbelehrbare und die Zukunftsnotwendigkeiten für unsere Kinder missachtende Populismus- und Egomaniemix erlaubt mir keine andere Note.

Wenn wir von diesen Mikls, Leitners, Negebauers und sonstigen Herrschaften offenbar schon des längeren nichts sonderlich zukunftsträchtiges zu erwarten haben, so muss ich zusätzlich mein Rating im HInblick auf die "zuschauende" Politriege und auf sonstige Populisten stützen. Ihr könnt Euch aussuchen, ob Ihr nun Anstifter, Mittäter, Beihilfs- oder Beitrittstäger seid. Wenn wenigstens Ihr einen Funken Anstand hättet, dann würde Ihr erstere verbal "mit dem nassen Hudern" verjagen.

Roter Baron
00
26.11.2011, 09:08
was für ein klares zeichen

die innenministerin den A&A vor zu setzen.

tubist
00
26.11.2011, 09:07
diese gierigen arbeitgeber ...

... sollen ruhig auch noch diese kosten übernehmen, sie leisten ohnehin nichts für die gesellschaft

living reef
00
26.11.2011, 09:30
richtig teuer wird es erst

wenn auch endlich männer die pflegefreistellung vermehrt in anspruch nehmen und nicht die berufstätige ehefrau nach aufbrauchen der max. 10 werktage selber in krankenstand geht um beim kranken kind bleiben zuu können. männer scheuen sich nicht selten pflegefreistellung zu nehmen weil sie sonst von den kollegen möglicherweise als "weichei" bezeichnet werden, den neid der kollegen zu spüren bekommen weil landläufig ja fälschlicherweise immer von pflegeURLAUB gesprochen wird. nicht zu vergessen die angst vor einer kündigung weil "unverschämterweise" pflegefreistellung begehrt wird....

Schwarz Grün
00
26.11.2011, 09:01
warum muss der öääb, wenn immer er ....

irgendetwas tut ausser postenschachern, jedesmal versuchen die spö links zu überholen? und sich zum obersten privilegienverteidiger ausrufen.

der övp ins stammbuch geschrieben: wenn es euch nicht gelingt den echten angestellten und arbeiter in der privatwirtschaft (leitungswillig, im wettbewerb erfolgreich) ein politisches angebot zu machen sondern nur um beamte, lehrer und öffentlich bedienstete kümmert, werdet ihr weiter bei jeder wahl - zurecht - verlieren.

Kondratjew -Zyklus
 
00
26.11.2011, 03:34
Genau so "liebevoll" wie um ihre 2 Töchter, die sie nach der Geburt monatelang (!) selbst betreute.

Kondratjew -Zyklus
 
01
26.11.2011, 03:31
Und dennoch wird Ernst(l) Strasser auch Mikl-Leitner in den Abgrund mitreißen.

Und mit ihr die ganze Pröll-Partie.

Ulla2
00
25.11.2011, 22:45
52 Wochen pro Jahr Pflegeurlaub

Würde 52 Wochen pro Jahr Pflegeurlaub vorschlagen und 5 Wochen Urlaub vom Pflegeurlaub, weil das ja niemanden zumutbar ist, solange zu Hause zu bleiben. Bei Krankenstand verlängert sich selbstverständlich der Pflegeurlaub um das Doppelte.

Der lachende Mann
00
25.11.2011, 19:48
Diese getrennt lebenden Väter.

Wo die überall benachteiligt sind. Unglaublich!

General Cornwell
00
25.11.2011, 21:07

Die neue Adresse auch nicht?

dafanefa
00
25.11.2011, 18:59
Gott sei Dank

"arbeiten" 99% der ÖAAB-Mitglieder im Öffentlichen Dienst.
Da fällt eine Erhöhung der Lohnnebenkosten nicht ins Gewicht, und eine Vetretung für die Zeit der Pflegefreistellung braucht man wohl auch nicht.

mjpipi
02
25.11.2011, 18:37
Pflegefreistellung

Das ist kein Urlaub.
Das ist eine Pflegefreistellung.

stefan esema
00
12.12.2011, 20:53
Nitpicking

Genau genommen kommt Urlaub ja von erlauben, dh dass die Abwesenheit erlaubt ist. Und die Pflegefreistellung ist im Urlaubsgesetz geregelt, weil es eben eine erlaubte Abwesenheit zu Zwecken der Pflege darstellt. Weswegen Pflegeurlaub gar keine so falsche Bezeichnung ist. Außer natürlich, wir fragen uns bei jedem Wort "Hui, was spürma da dabei, was denkt sich so a armer Pflegefreistellungstag, wie schaut's in ihm aus, etc".. Andererseits: Die Änderung der Wortwahl wird sicher jenen ArbeitnehmerInnen, welche bei "zu viel" "Pflegefreistellung" um ihren Job bangen, eine große Hilfe sein..

academius
02
25.11.2011, 18:25

Frau Dr. Mikl-Leitner, das soziale Gewissen der Republik.

Dr. Mikl-Leitner kümmtert sich sorgsamst um die Anliegen der Menschen im Land! Denn Milde und Herzlichkeit sind der Innenministerin ins Gesicht geschrieben.

Politik für Menschen. Alles Liebe, ÖVP.

PetFri
00
26.11.2011, 03:23
Frau Mikl-Leitner

ist keine Frau Doktor! Pardon, keine Frau Doktorin, soviel Zeit muss ein.

Takeshi Kovacs
01
25.11.2011, 21:16
dass Sie sich um diese tageszeit schon

einen solchen fetzen umhängen müssen....

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