Exobiologie

Ranking erstellt: Wo ist außerirdisches Leben wahrscheinlich?

26. November 2011, 18:00

Forscher arbeiten zwei verschiedene Indizes aus: Neben den Planeten des Sterns Gliese 581 liegen der Mars und einige große Monde weit vorne

Washington - Spekulation ja - aber mit System und Hierarchie. Ein internationales Forscherteam berichtet in der Fachzeitschrift "Astrobiology" davon, wie es versucht hat, die Suche nach potenziell lebenstragenden Himmelskörpern innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems zu systematisieren. Dafür haben die Forscher zwei Indizes festgelegt, anhand derer sie jeweils ein Ranking der Wahrscheinlichkeit erstellten, mit der auf einem Planeten oder Mond Leben existieren könnte.

Index 1

Der erste, berichtet Dirk Schulze-Makuch von der Washington State University gegenüber der BBC, richtet sich nach der Ähnlichkeit des Planeten oder Mondes mit der Erde. In diesem Earth Similarity Index (ESI), der sich an physikalischen Parametern wie Durchmesser, Dichte und Entfernung zum Mutterstern orientiert, nimmt die Erde naturgemäß den Wert 1 an. Es folgen auf den Plätzen gleich drei Planeten, die den 20 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg Gliese 581 umkreisen. Planet Gliese 581g kann den beachtlichen Wert von 0,89 vorweisen (auch wenn seit einigen Monaten die Existenz dieses Planeten aufgrund neuer Messungen stark angezweifelt wird), gefolgt von d und c, die mit 0,74 bzw. 0,7 im Ranking fast gleichauf mit dem Mars liegen.

Danach folgt bereits der Merkur und nach diesem eine eher exotische Erscheinung: Der 41 Lichtjahre entfernte Planet HD 69830 d dürfte nämlich ein Gasriese sein, liegt aber mit einer geschätzten Oberflächentempratur von sieben Grad Celsius innerhalb der sogenannten Habitablen Zone um einen Stern - also dort, wo es zumindest theoretisch flüssiges Wasser geben könnte. In gleicher Entfernung zu unserem Sonnensystem liegt mit 55 Cancri c - vermutlich ebenfalls ein Gasriese - der nächste Kandidat im Ranking, es folgen der Erdmond und noch ein weiterer Trabant von Gliese 581.

Index 2

Der parallel dazu erstellte Planetary Habitability Index (PHI) zeichnet ein etwas anderes Bild, da er auch andere Faktoren miteinbezieht - zum Beispiel das Vorhandensein einer Atmosphäre und eines Magnetfelds oder ob der betreffende Himmelskörper überhaupt eine feste Oberfläche hat. Dazu kommt die chemische Zusammensetzung der Umgebung und die den hypothetischen Lebensformen zur Verfügung stehende Energie - sei es, dass sie direkt von einem Stern kommt oder zum Beispiel durch Gezeitenkräfte produziert wird, mit denen ein großer Planet auf seine Monde einwirkt. Letzteres wird etwa beim Jupitermond Europa für möglich gehalten, der äußerlich vereist ist, unter dieser Kruste aber einen Ozean haben könnte, der durch das Einwirken des Jupiter "warm" gehalten wird.

In diesem Index schiebt sich der Saturnmond Titan an die erste Stelle, dicht gefolgt vom Mars und Europa. Erst ab der vierten Stelle folgen die ersten Exoplaneten, und wieder sind es die Trabanten g, d und c von Gliese 581. Andere Welten außerhalb unseres Sonnensystems sind im PHI nicht unter den Top Ten gereiht - stattdessen folgen auf den Plätzen 7 bis 10 Jupiter, Saturn, Venus und der Saturnmond Enceladus, dessen kryovulkanische Aktivität das Vorhandensein flüssigen Wassers begünstigen könnte. (red)

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CyberCop
00
12.12.2011, 23:01
Wo ist außerirdisches Leben wahrscheinlich?

wo auch immer es wahrscheinlich sein mag: es ist auf jeden fall zu weit weg um nach den gesetzen der physik jemals dort hin zu gelangen.

und umgekehrt sieht's wohl nicht anders aus.

Der Q
00
29.11.2011, 01:35
natürlich gibt es aliens

wir müssen welche sein, ich weigere mich zu glauben, das diese perle von kartoffel im all, so etwas unnötiges wie den menschen hervorgebracht hat

08-15
00
29.11.2011, 21:23

dann sehen sie sich mal ein Känguru an. Gott muss besoffen gewesen sein als er die erfand ...

pox vobiscum
00
29.11.2011, 16:55

Na ja, die Unnötigkeit liegt hauptsächlich im Auge des Betrachters und warum sollten wir nicht auf der Erde entstanden sein. Allerdings weigere ich mich zu glauben, dass nicht irgendwo noch viel Besseres, Interessanteres entstanden ist . :)

AEIOU
01
28.11.2011, 13:46

Ich bin fest davon überzeugt, dass es noch anderes Leben im All gibt.
Aber ich maße mir sicher nicht an besser darüber Bescheid zu wissen, als ein Wissenschaftler der sich Tag ein Tag aus darüber den Kopf zerbricht.

Und eine Sache sollte jeder "Science Fiction Philosoph" anerkennen.
Maßstab kann immer nur das Bekannte sein. Zum Beispiel unser Planet.
Also werde ich nicht nach methanatmenden Siliziumwesen suchen, sonder nach Leben das es bewiesenermaßen gibt.
Kohlenstoff-Wasser basierende Sauerstoffatmer.
Irgendwie logisch oder?

Michael Bakunin
00
29.11.2011, 12:07

Ja, sicher gibt es auch anderswo im All Leben. Nur nicht in erreichbarer Entfernung zur Erde.

pox vobiscum
00
29.11.2011, 17:00

So pessimistisch?
Wer weiß, was die vielen plasmatischen Glimmentladungen und ionisierenden Lichtbögen auf zB Enceladus alles hervorgebracht haben. :)

Michael Bakunin
00
29.11.2011, 18:42

sicher kein intelligenten leben. das hätten wir schon bemerkt.

LCD
00
30.11.2011, 09:12

Wenn die Intelligent wären, würden sie sich vor uns verstecken oder uns auslöschen.

no way01
01
28.11.2011, 13:27

schon mal in der lugner-city nachgeschaut?
oder auf atv?

Kottan's Erben
 
12
28.11.2011, 10:56
Wir machen uns unsere Welt aus dem,

was wir mit den Augen, Ohren, Nasen, Zungen und der Haut wahrnehmen.
Mittlerweile wissen wir, dass das Wahrgenommene nur ein Bruchteil dessen ist, was existiert.
Und keiner weiß, ob das von Herrn x wahrgenommene dem gleicht, was Frau y wahrnimmt.

Doch aus gem Wahrgenommenen resultiert unser Denken und daraus wieder unsere Annahmen, Hypothesen.
Recht armselig, wenn man nun annimmt, dass Leben nur unter ähnlichen Voraussetzungen wie auf unserem Planeten entstehen kann.

Denkbar sind doch ganz andere Lebensformen.
Lesen Sie z.B. Stanislav Lem, der auf amüsante Art und Weise zum Weiterdenken anregt.

hagane
00
28.11.2011, 22:59

jaja genau, die ganzen elementarteilichen im universum die noch kein mensch direkt oder indirekt wahrgenommen hat und die draus resultierende unendliche vielfalt an möglichem leben...

du solltest nie wieder einen stein ins wasser werfen, denn möglicherweise handelt es sich dabei um ein lebewesen dass du damit tötest, weil deine armseeligen beschränkten menschlichen sinne dies nicht wahrnehmen.

Aristarch
00
28.11.2011, 11:42
Ich sehe nicht ein, warum ein Naturwissenschaftler "armseliger" als ein Science-Fiction-Autor sein soll.

Es ist keinesfalls "armselig" wenn sich die Naturwissenschaften nicht die Phantasie eines Science-Fiction-Autors zum Maßstab nehmen.

Dabei ist an Science-Fiction oder Phantasie überhaupt nichts einzuwenden, nur ist es etwas absurd, diese zum Maßstab für wissenschaftliches Arbeiten machen zu wollen.

Im Übrigen wurde die Arbeit der Science-Fiction-Autoren erst duch wissenschaftlich Erkenntnisse (bzw. oft der Fehldeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse) möglich.

Kottan's Erben
 
10
28.11.2011, 12:31
Sie orten Lem dort, wo der Buchhandel seine Werke ausstellt.

Nämlich unter der Rubrik Science-Fiction.
Doch liest man Lem nicht zur reinen Unterhaltung, tritt anderes hervor.
So ich lege Wert auf die Feststellung, dass ein zentraler Bestandteil seiner Werke die Kritik an der Machbarkeit und dem Verstehen der technischen Entwicklung ist.
Gern zeigt Lem die Unvollkommenheit des menschlichen Geschlechtes und daraus folgernd, des menschlichen Denkens auf.
Und auch die Folgen der menschlichen Dummheit und Arroganz. (Lokaltermin, Fiasko)

Doch allein der Nachweis, dass außerirdisches Leben existiert, wird dem Menschen eine große Zacke aus seiner Krone der Schöpfung brechen.
Und wenn die uns besuchen, ist das Krönchen weg.
Und der Mensch steht da:

Umhüllt von geistiger Armseligkeit.

Aristarch
01
28.11.2011, 13:23
Fein!

Dann konzentrieren Sie sich ruhig weiter auf die geistige Armseligkeit und Unvollkommenheit des menschlichen Geschlechtes.

Andere Leute, wie z.B. Wissenschaftler, nutzen die geistigen Mittel des Menschen um zu konkreten Erkenntnissen zu gelangen. Sie dürfen dieses Bemühen ruhig als armselig bezeichnen, ich frage mich nur, aufgrund welchen Maßstabes Sie zu diesem Schluss kommen?

Ist es Ihre eigene abgeklärte Sichtweise, die Sie zu dieser Beurteilung führt? Lem scheint hinsichtlich der menschlichen Arroganz doch nicht so falsch gelegen zu sein.

Kottan's Erben
 
10
28.11.2011, 15:39
Stolz verweisen Sie auf die Wissenschaftler.

Ich sehe unter diesen Menschen, die mit der A-Bombe zündelten, als noch nicht sicher war, ob nicht die gesamte Athmosphäre Feuer würde.
Nach Tschernobyl und Fukushima wird mehr über die friedliche Nutzung der Atomkraft nachgedacht. Doch ich sehe Gorleben und frage mich, weshalb auch Wissenschaftler dort radioaktiven Müll für die nächsten 25.000 Jahre und länger deponieren wollen.
Ich sehe darunter Menschen, die leichtfertig an den Genen von Viren, Bakterien und Menschen herumexperimentieren, in Cern schwarze Löcher riskieren. Sie wissen noch nicht, was dabei herauskommt.
Und sie vermuten hinter diesem Verhalten ein besondere Portion elitären menschlichen Geistes.
Die verhalten sich wie der kleine Fritze auf dem Eis bei Tauwetter.

Hansi Pech
01
29.11.2011, 18:40

nur wissenschaft führt zum fortschritt!!!! nur durch wissenschaft ist leben möglich. alles was irgendwie zum schluss führen könnte, das der mensch sich seit 140tausend jahren rund um die welt ohne wissenschaft ausbreitet, ist ein missverständniss, weil sex ist auch wissenschaft.krieg ist wissenschaft. scheissen ist wissenschaft. wie kann man nur so wissenschaftsfeindlich sein?? erst die wissenschaft hat das gute im menschen entdeckt, vorher war der mensch ein schwein. jetzt ist er sauber, weil er putzt sich die zähne. die atmosphäre hat nicht feuer gefangen und niemand ist gestorben. oppenheimer wurde nicht das als nicht vertrauenswürdige person erklärt, weil er skrupel bekam.!!!niemals!!! und letztlich..politik ist auch eine wissenschaft.

phaidros
01
28.11.2011, 21:02

und - hat die atmosphaere feuer gefangen? ist gorleben das ende der welt und werden wir alle dadurch sterben? hat CERN ein schwarzes loch entwickelt?

dass ein paar paranoiker in jedem furz das ende der welt sehen, heisst noch lang nicht, dass die, die es besser verstehen, mit ihm wirklich das ende der welt riskieren.

stanislaw lem war ein guter schriftsteller - aber kein naturwissenschaftler. und das merkt man in seinen buechern auch.

Aristarch
02
28.11.2011, 16:33
Ah so, nur banale Wissenschaftsfeindlichkeit!

Mühsames Zusammenkratzen aller "bösen" Wissenschaften und plumpe generalisierde Unterstellungen (Leichtfertigkeit). Na wenn das jetzt nicht eine überzeugende Beweisführung für die "geistiger Armseligkeit" der Menscheit im Allgemeinen und der Wissenschaftler im Besonderen ist!

sfoglio
01
28.11.2011, 11:30
augen, nasen, ohren etc.

sind messinstrumente mit der wir die umwelt erfassen, v.a. qualitativ. inzwischen haben wir andere messinstrumente zur verfügung, die nicht nur unser wahrnehmungsspektrum massiv erweitern, sondern auch eine quantitative messung der umwelt ermöglichen.
die ergebnisse dieser messungen können wir zwar intuitiv nicht verstehen, aber mit ein wenig hirnschmalz ist ein verständnis dieser schon möglich. und nicht nur das, auch ein verständnis der zusammenhänge die weit über die täglichen erfahrung hinausgehen.

Kottan's Erben
 
00
28.11.2011, 12:33
siehe meine Antwort bei Aristarch

sfoglio
01
28.11.2011, 14:06
zwischen menschlicher arroganz

und dem runterdodeln der menschlichen fähigkeit zur erkenntnis, die sie betreiben, liegen aber unendlich viele nuancen.
lems position war eine davon, aber sicher nicht die extremposition im zuge deren sie ihn hier einzuvernehmen versuchen.

Kottan's Erben
 
00
28.11.2011, 15:49
Schauen Sie wieder zu Aristarch

Das Gehirn des Menschen wird fast ausschließlich von seiner Psyche gelenkt und geleitet.
Hunger, Durst, Sexualität und anderen Impulse geben dem Menschlein seine Denk-Richtung.
Und für seine depressiven Verstimmungen sucht er stets ganz schnell einen Sündenbock, statt die Probleme in sich zu klären.
Wie schnell haben Millionen für Hitler gestimmt, wie lange konnte sich die Inquisition behaupten und warum verhungern 15 Millionen Kinder jedes Jahr auf diesem Planeten.
Da sehen sie Denkleistung?
Und diese Mankos hat Lem erkannt und in abgeschwächter Form als Science-Fiction serviert.

Aristarch
00
28.11.2011, 18:09
"Das Gehirn des Menschen wird fast ausschließlich von seiner Psyche gelenkt und geleitet."

Das was man Psyche nennt, ist eine "Denkleistung" des Gehirns. Es ist selbverständlich, dass fast die gesamte "Denkleistung" unbewusst erbracht wird.

Ich sehe bloß keinen Grund dafür, warum man diesen Umstand negativ beurteilen sollte. Es gibt schon gar keinen Grund, dies mit Hitler und der Inquisition in Verbindung zu bringen. Denn auch Mitgefühl oder der Einsatz für z.B. Menschenrechte wird durch unbewusste Vorgänge im menschlichen Hirn hervorgerufen.

Die Ihre Annahme einer "geistigen Armseligkeit" der Menschen beruht offensichtlich auf einem falschen Verständnis des menschlichen Verstandes.

Zocker aus Leidenschaft
00
27.11.2011, 22:51
Das Universum ist unendlich...

Demnach gibt es auch unendlich viele Himmelskörper...

Demnach ist es auch ausgeschlossen, dass es kein weiteres Leben im großen Unendlichen gibt...

so einfach is des.

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