Kinderporno-Links: Piratenpartei schaltet Piratenpad ab

25. November 2011, 14:32
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Anonymous soll Infos zu einer Kampagne gegen Kinderporno-Foren ausgetauscht haben

Über die offene Kommunikationsplattform Piratenpad der deutschen Piratenpartei sollen Links zu Seiten mit kinderpornografischen Inhalten verbreitet worden sein. Auf einen Hinweis des Tagesspiegels habe die Partei das Tool nun vorrübergehend vom Netz genommen und Anzeige erstattet.

Anonymous gegen Kinderpornos

Der Tagesspiegel habe ein E-Mail von einer unbekannten Person bekommen, die eine Verbindung zwischen den Internetaktivisten Anonymous und den über das Piratenpad verbreiteten Links angedeutet habe. In einem YouTube-Video wird von Anonymous angekündigt, gegen Kinderporno-Seiten vorgehen zu wollen. Gleichzeitig seien über das Piratenpad Links zu Foren veröffentlicht worden, in denen sich Pädophile austauschen sollen.

"Operation Innocence"

In einem Entschuldigungsschreiben an die Piratenpartei habe Anonymous nun Stellung dazu bezogen. Man habe über das Tool nur Informationen zur "Operation Innocence" ausgetauscht, die sich klar gegen Seiten mit pädophilen Inhalten richte. Es sei nicht beabsichtig gewesen, dass die Kommunikation und die bislang recherchierten Links zu den Seiten veröffentlicht werden. Ob die Links tatsächlich vor diesem Hintergrund veröffentlicht wurden, blieb vorerst unklar.

Anzeige gegen Unbekannt

"Als stellvertretender Pressesprecher der Piratenpartei kann ich ihnen sagen, dass Pädophilie bei uns keinen Platz hat", erklärte Aleks Lessmann. Man habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet und die Plattform vorerst abgeschaltet. Die Parte will zudem prüfen, ob die parteiinterne und die öffentliche Kommunikation über das Piratenpad getrennt werden kann. Über das Web-Tool können User anonym Texte veröffentlichen und gemeinsam bearbeiten. (red)

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    Piratenpad vorerst abgeschaltet

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