EU-Ratspräsident stellt Serbien die Rute ins Fenster

25. November 2011, 13:03

Van Rompuy fordert von Tadic Umsetzung von Vereinbarungen mit Kosovo - Serbischer Präsident vor EU-Gipfel in Brüssel - Tadic: Kein "großer Optimist"

Brüssel - EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Serbien zu weiteren Schritten aufgefordert, um Fortschritte bei der europäischen Integration zu erreichen. Van Rompuy appellierte am Freitag bei einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic, dass Belgrad "weitere Schritte setzt, um den EU-Mitgliedstaaten zuzusichern, dass Serbien ernsthaft engagiert ist im Dialog mit dem Kosovo und dass es die bisher erzielten Vereinbarungen in gutem Geiste umsetzt".

Am 9. Dezember sollen die europäischen Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in Brüssel darüber entscheiden, ob Serbien offiziellen Kandidatenstatus erhält. Deutschland hatte bis zuletzt gefordert, dass Serbien sich auch einsetzen müsse, die serbischen Parallelstrukturen im Kosovo aufzulösen.

Van Rompuy würdigte das Engagement und die Entschlossenheit von Tadic für Serbiens EU-Annäherung. Der Europäische Rat werde jedes Land nach seinen eigenen Leistungen, auf der Grundlage von fairen und strikten Bedingungen beurteilen, betonte der Ratspräsident. Der EU-Gipfel soll überdies entscheiden, ob die EU Beitrittsverhandlungen mit Montenegro aufgenommen werden können. Die EU-Kommission hatte dies vorgeschlagen. Serbien soll nach Empfehlungen der EU-Kommission offiziellen den EU-Kandidatenstatus erhalten, wenn es sich weiter im Dialog mit dem Kosovo engagiert.

Der serbische Präsident Boris Tadic hat sich im Vorfeld des EU-Gipfels am 9. Dezember, der auch über den Status eines EU-Beitrittskandidaten für Serbien entscheiden soll, leicht pessimistisch gezeigt. Er sei kein "großer Optimist" und könne nicht mehr sagen, ob Serbien den Kandidatenstatus erhalten werde. Jedoch könne er versichern, dass sein Land darum ringen werde, sagte Tadic gegenüber der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug nach dem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy in Brüssel. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Pierre d´Aubusson
01
26.11.2011, 16:45
Der Van Rompuy stellt die Rute ins Fenster.

Ich leg symbolisch mein Fliesenlegerwerkzeug dazu.

Ich habe vor mehr als 10 Jahren die Meinung vertreten, daß man damals, statt sich über die Frage, wer nun wen als selbständigen Staat anerkennt lieber drauf einigen hätte sollen, Jugoslawien als Kandidaten zu betrachten. Man hätte Jugoslawien sozusagen für die EU kaufen können. Das war für damals richtig, auch retrospektiv..
Und so haben wir nach einer in Deutsch verfaßten Anleitung einen großen Kuhstall in der Vojvodina auf EU-Standard gebracht, voll der Hoffnung...
Und ich hab in der Milchkammer Fliesen gepickt.

Nach sovielen Jahren vergeblicher Hoffnung - womit will er drohen? Ist doch alles schon eingetreten!
Bei sowas wirst höchstens zornig. Als Österreicher zornig.

Sasa Yugo
24
26.11.2011, 12:33
Die Rute

die die Ansprüche stellen, könn Ihre selbst nicht erfüllen. Der Lügenverein gehört abgeschafft!

Pierre d´Aubusson
01
26.11.2011, 17:23
Die Rute

Gefunden auf Wikipedia:
Rute: Bez. für den Penis bei Tieren allgemein
Slowenischer Name des Bärentals in Kärnten

Das Bärental wird er ja nicht ins Fenster gestellt haben.
Und das andere?
Ein Exhibitionist! So ein Schweindl!

Z. Ristic
00
30.11.2011, 17:45
:o)

Danke, immer gut Zeit für'n Spaß zu finden.

der Rabe
03
26.11.2011, 09:31

Es steht der EU nicht gut an, in dieser Situation an andere Bedingungen zu stellen.
Oder ist das ein versuch von der eigenen Schei*e abzulenken?
Wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, schlagen wir um uns, so gesehen eine erklärbare Reaktion.

wilie wielfoe
52
26.11.2011, 08:03
Srbijo, geh nicht in EU...

wenn diese EU sowieso in 12 Monaten am Ende ist, dann ist es spätestens jetzt an der Zeit, sich um neue Partnerschaften im Osten und Südamerika umzusehen...

Wenn schon die EU, die dir Serbien dein Land gesetzeswidrig besätzt und dich noch dazu drängt das zu akzeptieren, damit sie dir noch ein paar Krediterln geben kann, damit deine Enkerln dadurch immer noch unterworfen werden können, wenn nun diese EU menschenrechtstretende Länder wie China, Russland u.a. um Unterstützung bitten darf, wieso sollst du Serbien das anders machen?

Los, sofort Partnerschaften mit Russland, China, Brasilien und Indien intensivieren und auch gleich ein paar Stützpunkte für diese Länder in Serbien eröffnen, dann kann sich die EU&NATO brausen gehen...

Ziveli!

stan73
00
28.11.2011, 11:44
Ich frag mal so rum: Was können Sie eigentlich Rusland, Indien, China und Brasilien anbieten, damit die bereit sind, mit Ihnen zu paktieren???

Sie wissen ja, dass die EU Sie trotz Ihrer Krankheiten und schwachen Wirtschaft nehmen würde, wenn ein paar Bedingungen erfüllt sind.

Und selbst wenn Russland eine historische Verbindung zu Ihnen hat, wissen Sie auch, ob Indien und Brasilien auf Sie 'Bock haben'??

Rudine Karell
03
26.11.2011, 11:53
Du hast die Segnungen Österreichs ausgelassen,

die Euch bei einem Einkommen von 300,- Euro im Monat, die Kleinigkeit von 1,50 Euro pro Liter Diesel aus der Tasche ziehen?

Würde man hier bei uns bei durchschnittlich 1.800,- Euro Einkommen auch nur 200 Liter pro Monat kaufen können, müßte der Liter Diesel 9,00 Euro !!! kosten. Es würde einen Volksaufstand geben? Aber die Serben ertragen das geduldig?

Aca Rankovic
24
26.11.2011, 00:56

Serbien macht einen Schritt Richtung Diplome, daraufhin erhält die KFOR den Befehl, eine Barrikade zu stürmen. Die Kosovoserben lassen das nicht zu, und - schwuppdiwupp - ist der Kandidatenstatus wieder gefährdet. Die EU-Kiebitze tun ja so, als ob die Kosovoserben eskalieren, dabei hatten die mit der KFOR Stunden vorm Angriff noch vereinbart, von einseitigen Aktionen abzulassen, wonach sich die KFOR nur nach Lust und Laune hält bzw. den Befehlen von Prishtinas Hintermännern unterordnet.

Rudine Karell
84
26.11.2011, 11:13
Mit anderen Worten: die KFOR sind die PÖÖÖSEN und die Kosovo-Serben sind lieb und brav.

Cool. Sag was rauchst Du eigentlich? Das kann ganz und gar nicht gesund sein.
Oder bekommst Du für Deine Propaganda Geld?

Z. Ristic
00
30.11.2011, 17:47

Die NATO ist generell bekannt dafür friedlich und ehrlich zu agieren. Und erst ab 5 wird zurückgeschossen.

Pierre d´Aubusson
10
29.11.2011, 21:46

Irgendwann haben wir gelernt, daß man für einen Staat 3 Dinge braucht: Staatsgebiet, Staatsvolk, Staatsgewalt.
Den Norden des Kosovo kann man aus Pristina leicht verbal beanspruchen, solange das Staatsvolk nicht will, fehlt einmal schon das. Und wenn die Staatsgewalt, ohnehin schon aus fremden Truppen bestehend dort nix zu reden hat, dann ist es vorbei mit dem "Staat Kosovo".

Aca Rankovic
22
26.11.2011, 14:40

Zeitliche Abfolge der Ereignisse spricht für meine These

stan73
01
28.11.2011, 11:47
Die zeitliche Abfolge spricht dann aber FÜR die KFOR.

Die allererste Aussage nach der ersten Barrikade:

"Wir werden dafür sorgen, dass alle Kosovoaren im gesamten Kosovo sich UNEINGESCHRÄNKT bewegen können."

Das hat mit EU Verhandlungen übrigens garnix zu tun.

Die KFOR räumt die Barrikaden in jedem Fall weg, ob nun EU Beitritt für Serbien oder nicht!

Rudine Karell
30
26.11.2011, 15:21
Deine Postings sprechen dafür,

das Du bezahlt wirst.

Aca Rankovic
00
26.11.2011, 15:32

Dummerweise führst Du keine Argumente an...

drKannibalFekter
 
46
25.11.2011, 22:43
So lange nationalserbische Typen wie Dacic

in Serbien sogar Innenmister sein können und das als ehemaliges Anhängsel des Milosevic-Terrors, hat Serbien in der EU einfach nichts verloren. Um die Kapitalisten in ihrem Erweiterungswahn zu stoppen muss Österreich gegen ein Beitritt Serbiens das Veto einlegen! Ende der Diplomatie jetzt müssen endlich Tatsachen her!

mitrovic dejan
30
25.11.2011, 23:15

Wie stellen sie sich das vor bitte
Österreich ist selber ein Kapitalistisches Land oder ?
Auserdem ein EU Beitrit sichert enorm Österreichische Investizionen in Serbien,von denen auch sie leben.
Zumbeispiel OMV ist in Serbien present ,verkauft dort Disel an uns Serben
(monats gehalt zentral Serbien 150-300 euro)
um 1.4-1.5 euro pro liter und ist hier größte Österreichische Einkommen Steuerzahler.
Und von erhobenen Steuer in Österreich kommen alle diese schöne Sozialleistungen zu deren sie anspruch haben.
Sie leben praktisch von solchen wie Serben.
Auserdem Serbien ist schon in der EU
Wann haben sie letztes mall einen "Yugo" gesehen auf die Strasse,ha?
Na eben,wir sind schon in der EU Bruder.
Man muss nur Zustände Ofiziel machen

Rudine Karell
02
26.11.2011, 11:19
Bei einem Einkommen von 300,- Euro pro Monat

und einem Dieselpreis von 1,50 pro Liter, kann der Serb aber net weit fahren? Wenn er da keine Heimarbeit hat, wird ein Job mit ein paar Kilometern Anreise, schnell zum Defizit?
Brüderchen.

el jefe1
33
25.11.2011, 18:39
wer serbien in die

EU holen will muß wirklich krank sein. Langsam reicht es wohl, glaub muß mich langsam um einen neuen kontinent umsehen.

Rudine Karell
03
26.11.2011, 11:20
kannst ruhig bleiben,

bis Serbien in der EU ist, zahlen wir in der Türkei schon 10 Jahre mit Euro.

Pierre d´Aubusson
00
26.11.2011, 16:50
Mit Euro zahlen?

Ist die Lira nix mehr wert? Is euch das Trippel-E abhanden gekommen? Ah, nie gehabt....

Riske
10
26.11.2011, 09:08

bitte geh...

Aguirre74
 
02
25.11.2011, 17:41

Ich dachte, nach den guten Erfahrungen mit Griechenland, Bulgarien und Rumänien, wären wir von "Erweiterungsrunden" in die Abgründe des Balkans geheilt?

p c2
12
25.11.2011, 22:45

imperialisten sehen das anders. selbst wenn es es auch nur welche im taschenformat handelt.

ps: es gibt noch viel mehr gute erfahrungen wie, z.b. portugal, spanien, italien, irland, frankreich, beligen...und der rest wird auch bald folgen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.