Großbrand Am Hof: Fahrlässigkeit als Ursache bestätigt

25. November 2011, 12:12
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Vermutlich Funkenflug bei Schneid- und Trennarbeiten am Dach

Der Großbrand, der vor einer Woche die frühere Zentrale der Bank Austria in der Wiener Innenstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte, ist auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Das gab die Polizei am Freitag unter Berufung auf vorläufige Ermittlungsergebnisse bekannt.

Demnach wurde das Feuer in dem in Umbau befindlichen Gebäude vermutlich durch Funkenflug bei Schneid- und Trennarbeiten ausgelöst, der zunächst zu einem Schwelbrand führte und sich im Lauf der Nacht auf Freitag vergangener Woche zu einem Vollbrand entwickelte. "Da dieser Brand zentral im Gebäude entstand, war es möglich, dass er längere Zeit unbemerkt blieb", hieß es vonseiten der Wiener Polizei.

Feuer bei Arbeiten am Dach

Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass das Feuer am Donnerstag bei Arbeiten an Lüftungseinrichtungen am Dach über Stiege 2 seinen Ausgang genommen hat. Erhebungen zur Vorgangsweise bei den Arbeiten sind nach Angaben der Polizei noch in Gang. Geführt werden die Ermittlungen vom Landeskriminalamt (Gruppe Ortner) und Sachverständigen des Bundeskriminalamts.

Der Brand in dem Gebäude am Hof - gegenüber der Feuerwehrzentrale - war am Freitag vergangener Woche um 3.00 Uhr bemerkt worden. Es galt Alarmstufe 3, bis gegen 7.00 Uhr war der Brand bis auf einige Glutnester gelöscht. Zerstört wurden der historische Festsaal im ersten Stockwerk, der unter Denkmalschutz stehenden Kassensaal galt als akut gefährdet. Schäden entstanden auch am angrenzenden Kirchenkomplex.

Luxushotel geplant

Der Stahlbetonbau mit klassizistischer Fassade war in den Jahren 1913 bis 1915 errichtet worden. Vor drei Jahren übernahm Immobilieninvestor Rene Benko das Objekt, um es in ein Luxushotel umzuwandeln. Dessen Eröffnung Ende 2013 sollte laut Benko wie geplant stattfinden. (APA)

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