"Apothekers Aussage war nicht verkaufsfördernd"

25. November 2011, 09:03
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Aber: "Es gab keinen 'Super-GAU'. Wir haben keinen großen Kunden verloren."

Reichlich beschäftigt waren die Mitarbeiter der österreichische HP-Niederlassung im zurückliegenden Quartal - besonders damit, verschreckte Kunden zu beruhigen. "Die Aussage von unserem Ex-Chef Léo Apotheker Ende August, die PC-Sparte abstoßen zu wollen, war nicht gerade verkaufsfördernd", formulierte HP-Österreich-Chef Rudolf Kemler am Donnerstag bei einem Pressegespräch vorsichtig.

"Es gab keinen Super-GAU"

Die vielen Gespräche haben offenbar weitgehend gefruchtet. "Es gab keinen 'Super-GAU'. Wir haben keinen großen Kunden verloren." Die klare Aussage der neuen HP-Chefin Meg Whitman, am PC-Segment festhalten zu wollen, trage zur weiteren Beruhigung bei. Die ehemalige Ebay-Chefin wurde nach dem Rauswurf Apothekers Ende September an die Unternehmensspitze geholt.

Gesamtumsatz zurückgegangen

Ganz folgenlos war die Episode aber nicht. Wie berichtet ging der Gesamtumsatz des weltgrößten Computerherstellers im vierten Geschäftsquartal Ende Oktober um drei Prozent zurück. Während in Österreich das erste Halbjahr "absolut zufriedenstellend" verlaufen sei, sei die zweite Jahreshälfte von einer deutlichen Verlangsamung gekennzeichnet gewesen, sagte Kemler. "In Summe war es ein stabiles Jahr."

Kaufzurückhaltung im PC-Bereich

Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit äußere sich in zunehmender Kaufzurückhaltung im PC-Bereich und führe bei Unternehmensprojekten zur Verzögerung von Investitionen, gab Kemler einen Ausblick auf die kommenden Monate. Die Situation sei aber "nicht so heftig" wie bei der Finanzkrise 2008/2009. Von 29. November bis 1. Dezember steht Wien im Mittelpunkt der HP-Technologiekonferenz Discover, die von CEO Meg Whitman eröffnet wird. 6000 Besucher werden erwartet. (kat/ DER STANDARD Printausgabe, 25. November 2011) 

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    Leo Apotheker

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