Psychosomatik

Mit Shakespeare werden Mediziner "bessere Ärzte"

25. November 2011, 08:00

Die Lektüre des Dichters kann Ärzten helfen körperliche Beschwerden mit psychischen Problemen in Verbindung zu bringen

Paris - Die Lektüre von William Shakespeare kann laut einer ungewöhnlichen britischen Wissenschaftsstudie Ärzten dabei helfen, körperliche Beschwerden mit psychischen Problemen in Verbindung zu bringen. Zu diesem Ergebnis kommt der britische Mediziner Kenneth Heaton nach einem Vergleich der 42 Hauptwerke des britischen Dichters mit 46 Werken seiner Zeitgenossen.

Shakespeare habe eine außergewöhnliche Fähigkeit, psychosomatische Symptome zu erkennen, schreibt Heaton in der britischen Fachzeitschrift "Journal of Medical Humanities". Kein anderer Dichter sehe diese Verbindung zwischen körperlichen Problemen und psychischem Stress.

Bei "König Lear" und "Richard II." zum Beispiel trete bei mentalen Krisen Schwerhörigkeit auf. Kälte und Schwäche seien Zeichen für einen tiefen Schock in "Romeo und Julia" und "Julius Caesar", starke Gefühle wiederum würden in "Venus und Adonis" und "Zwei Herren aus Verona" von Atembeschwerden begleitet. Trauer oder Leid wie etwa in "Hamlet", dem "Kaufmann von Venedig" oder "Wie es Euch gefällt" schlagen sich demnach in extremer Müdigkeit nieder.

Viele Ärzte zögerten, körperliche Beschwerden mit emotionalen Problemen in Verbindung zu bringen, schreibt Heaton in seiner Studie weiter. Dies führe oftmals zu "verspäteten Diagnosen, unnötigen Untersuchungen und unangemessenen Behandlungen". Mit Shakespeare könnten Mediziner "bessere Ärzte" werden. (APA)

gastrosoph
01
26.11.2011, 07:30
Ist schon 1. April?

Schon die alten Griechen wussten, eine gute Diagnostik setzt voraus, dass man auch Emotionen verstehen muss, um Symptome richtig zu erkennen. Wies wärs mit 'Der eingebildete Kranke' von Moliere?

mbli
00
25.11.2011, 11:40
sein oder nicht sein, das ist die frage!

marty fink
00
25.11.2011, 12:35
Pach pa pach pe oder wie hieß das?

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